Johannes

Aus EnnstalWiki
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Johannes am 27. Dezember ist ein wichtiger Bauernfeiertag.

Geschichte

Der Evangelist und Apostel Johannes war ebenso wie die Apostel Andreas und Petrus Fischer. Er gilt als Lieblingsjünger von Jesus und war auch der einzige Apostel, der Jesus bis unter das Kreuz gefolgt war. Zunächst ging er nach Ephesus, bevor er unter Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.) auf die Insel Patmos verbannt wurde. Dort schrieb er die Offenbarung. Er soll dann aber in Ephesoso um 100 n. Chr. gestorben sein.

Legende

In Kleinasien soll ein heidnischer Priester Johannes zugesagt haben, an Gott zu Glauben. Allerdings müsste Johannes aus einen Giftbecher trinken, an dem zuvor bereits zwei zum Tode Verurteile starben. Nachdem Johannes den Segen über den Becher gesprochen hatte trank er ihn leer ohne daran zu sterben. Aber auch das überzeugte den heidnischen Pfarrer nicht und er verlangte von Johannes, dass er die beiden Toten zum Leben erwecke. So geschah es und der heidnische Pfarrer glaubte an Gott.

An diese Legende erinnert das Attribut des Heiligen, eine Schlange. Sie kriecht als Gift in Tiergestalt aus einem Kelch, den Johannes hält.

Der Johannestag im Ennstal

In der Filialkirche hl. Johannes der Täufer und Evangelist in Hohenberg in Aigen im Ennstal gibt es am Morgen des Johannestag eine Weinsegnung. Dieser wird dann am selben Abend auf einem Bauernhof als Glühwein zubereitet< in diesen "a Weihnachttsbacht" (eine Weihnachtsbäckerei) eintaucht. Man ihn diese und trinkt den Glühwein in der Hoffnung, von einer Krankheit befreit zu werden oder gesund zu bleiben.

Auch in Altaussee gibt es in jüngerer Zeit eine Weinsegnung. Beim Trinken desselben trinken Ausseer, wenn sie Abschied von einem Familienmitglied aus dem Haushalt nehmen oder im Krankheitsfall. Vermehrt wird er auch bei Hochzeiten getrunken.

Wenn man einen Johanneswein in Kleinsölk trinkt, spricht man Gesundheitswünsche aus und ergänzt mit "und z'weng's a Schneid" (für Mut).

Quellen



Ein Beitrag im Rahmen des Leader-Projekts "Heimatkunde - heimatkundig"