Internationale Sechstagefahrt 1960

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Die Internationale Sechstagefahrt 1960 war eine der wichtigsten Motorrad-Geländesport-Veranstaltungen in Europa und fand nach 1952 zum zweiten Mal in Bad Aussee im Ausseerland statt.

Allgemeines

Bei dieser wichtigsten Veranstaltung des internationalen Motorrad-Geländesports, auch Endurosport (von engl. endurance = Ausdauer) genannt, geht es um Ausdauer, Zuverlässigkeit und Können. Erstmals wurde die Six Days (englische Bezeichnung) 1913 in England ausgetragen. Die Sechstagefahrten fanden immer als Sternfahrten von einem Ort aus statt, der auch gleichzeitig wieder das jeweilige Tagesziel war. Gewertet werden, vereinfacht dargestellt, Strafpunkte. Zum Unterschied von anderen Rennsportarten können nur geschlossen Teams antreten, keine Einzelstarter. Gefahren wird bei Sonderprüfungen in unwegsamen Gelände über Stock und Stein. Zwischen den Sonderprüfungen gelten die allgemeinen Verkehrsvorschriften und es ist eine Regelzeit einzuhalten, bei deren Nichteinhaltung es ebenfalls Strafpunkte gibt. Weiters dürfen nur die Fahrer selbst zu vorgeschriebenen Zeiten an vorgeschrieben Orten tanken und Reparaturen vornehmen. Wobei es an den Motorrädern plombierte Teile gibt, die nicht ausgewechselt werden dürfen (zum Beweis der Ausdauer des Teiles).

Mehr über das Reglement und seine Entwicklung siehe bei den Weblinks.

Die Internationale Sechstagefahrt 1960

Die internationale Sechstagefahrt fand im Raum Bad Aussee vom 19. bis 24. September 1960 statt. An dieser Geländesportveranstaltung nahmen über 300 Fahrer aus 16 Nationen teil, den Sieg errang das österreichische Steyr-Daimler-Puch-Team mit null Strafpunkten: Hans-Karl-Berndt, Hans Leitner, Rupert Köberl, Egon Dornauer, Siegfried Stuhlberger und Josef Kleinschuster; es war der vorletzte große motorsportliche Erfolg dieser österreichischen Motorradmarke, die 1899 von Johann Puch in Graz ins Leben gerufen wurde. Der letzte große Erfolg war 1975 in der 250-cm³-Klasse in der Motocross-Weltmeisterschaft durch den Belgier Harry Everts.

Die Fahrtleitung und das Pressebüro befanden sich im Kurhaus Bad Aussee.

Das österreichische Team

  • Mannschaft I
    • Hans-Karl-Berndt aus Graz-St. Peter mit einer Puch 248 cm³
    • Hans Leitner aus Aflenz mit einer Puch 248 cm³
    • swiki:Egon Dornauer aus swiki:Hallein mit einer Puch 173 cm³
  • Mannschaft II
    • Josef Kleinschuster aus Graz-Liebenau mit einer Puch 173 cm³
    • Rupert Köberl aus Graz-St. Peter mit einer Puch 124 cm³
    • Siegfried Stuhlberger aus Ober-Puchenau bei Linz mit einer Puch 124 cm³

Weitere Mannschaften von Motorradmarken

Belgien war mit zwei Teams (FN und Jawa), die Tschechoslowakei mit je zwei Teams von Jawa und CZ, die Bundesrepublik Deutschland mit zwei Kreidler-, einem Malco-, einem Nürnberger-Hercules-Werks-, einem Zündapp- und einem Zweirad-Union AG-Team, die Deutsche Demokratische Republik mit zwei VEB-Motorenwerk-Zschopau- und einem VEB-Simson-Suhl-Team, Italien mit zwei Moto-Guzzi-, einem Moto-Gilera-, und zwei Aeromare-Teams, Polen mit vier Teams und die UdSSR mit fünf Teams vertreten.

Daneben gab es Club-Teams, und Militärteams.

Die Wertungstage und -etappen

1. Tag, Montag, 19. September 1960

Gestartet wurde ab 05 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 08:47 Uhr;

Bad Aussee - Koppental - Obertraun - Gosau - Pass Gschütt - Russbach - Annaberg - St. Martin am Tennengebirge - Niedernfritz - Hüttau - Kreuzbergmaut - Bischofshofen - Rainbach - Schwarzach im Pongau - Lend - Taxenbach - Bruck an der Großglocknerstraße - Fusch an der Großglocknerstraße - Ferleiten - Großglockner Hochalpenstraße - Hochmais - Hochtor - Heiligenblut - Döllach - Mörtscach - Winklern - Stall - Außerfragant - Obervellach - Möllbrücke/Altenmarkt - Lendorf - Lieserhofen - Trebesing - Gmünd - Kremsbrücke - Katschberg - St. Michael im Lungau - Untertauern - Mauterndorf - Tweng - Radstädter Tauernpass - Untertauern - Löbenau - Forstau - Pichl - Preuneggbach - Primes - Rohrmoos - Steinwendtner - Schladming - Haus im Ennstal - Aich - Assach - Pruggern - Michaelerberghütte - Grömbing - Lengdorf - Tipschern - Pass Stein - Bad Mitterndorf - Bad Aussee;

Gesamt 427,5 km, erster Fahrer musste in Bad Aussee um 15:56 Uhr, der letzte um 18:01 Uhr

  die anderen Etappen werden noch ergänzt 

2. Tag, Dienstag, 20. September 1960

Gestartet wurde ab 06 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 09:32 Uhr;

3. Tag, Mittwoch, 21. September 1960

Gestartet wurde ab 06 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 08:59 Uhr;

4. Tag, Donnerstag, 22. September 1960

Gestartet wurde ab 05 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 08:43 Uhr;

5. Tag, Freitag, 23. September 1960

Gestartet wurde ab 06 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 09:27 Uhr;

6. Tag, Samstag, 24. September 1960

Gestartet wurde ab 05 Uhr in der Früh je Minute zwei Teilnehmer, der letzte startete um 07:44 Uhr;

Am 24. September fand dann auch im Anschluss an den letzten Wertungstag um 19 Uhr die Siegerehrung im Kurhaus Bad Aussee statt.

Weblinks

Quelle