Hammerwerk Klamm

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Gelbes Haus ist vermutliche Restbestand der ehemaligen Hammerwerke
Kataster-Ausschnitt von 1824 mit dem Hammerwerk in der Klamm

Das Hammerwerk Klamm war ein großes Handwerksunternehmen in der Klamm bei Strechau.

Der Betrieb

Es ist kaum vorstellbar, dass in dem engen Tal der Klamm vor etwa 200 Jahren die Anlagen des damals zweitgrößten Hammerwerkes der Steiermark standen. Eigentümer was das Stift Admont. Per Pachtvertrag gab das Stift den Gebrauch des Werkes an andere weiter. Der Standort war lukrativ, da der Strechenbach für die Wasserkraft genutzt werden konnte. Die einzelnen Anlagengebäude zur Erzeugung von Schmiedeeisen, Halbzeug und Gebrauchsgütern, die Hämmer, wurden entlang des Baches errichtet. Je nach Arbeitsschritt bzw. Produkt gab es zum Beispiel den Ebenhammer, den Haushammer, den Lukenhammer und den Turmhammer.

Im Jahr 1815 zerstörten Naturkatastrophen einen Großteil des Werkes. Nach Hochwasser und einer Schlammlawine wurden die Anlagenteile mit großem Fleiß und finanziellem Aufwand wiedererrrichtet.


Durch die rasche industrielle Entwicklung der Eisen- und Stahlerzeugung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, verloren die Anlagen an wirtschaftlicher Bedeutung, wurden unproduktiv und mussten deshalb geschlossen und abgetragen werden. Nur wenige Gebäude erinnern heute noch an das florierende Hammerwerk. Die Wasserkraft des Strechenbaches wird indes weiterhin genutzt und daraus Strom erzeugt.

Quellen