Sedimentgestein

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Ein Sedimentgestein (Sedimentit) ist ein Sekundärgestein. Es entsteht an der Erdoberfläche durch die Verwitterung von anderen Gesteinen, wie Magmatiten, Metamorphiten oder bereits bestehenden Sedimentiten.

Sedimentgesteine im Bezirk Liezen

Zwar besteht die Erdkruste im Allgemeinen nur zu wenigen Prozenten aus Sedimentiten, jedoch haben sie im Bezirk Liezen eine große Verbreitung. Die wichtigsten Sedimentgesteine der Region sind Tonsteine, Sandsteine, Konglomerate, Brekzien, Mergel, Kalke, Dolomite, Salzgesteine, Gipsstein, Anhydritstein, Kohlegesteine.


Nördliche Kalkalpen

Die Bildung der Gesteine in den Kalkalpen ist hauptsächlich auf Sedimentation zurück zu führen. Trotz der Auffaltung im Zuge der alpidischen Orogenese sind überwiegend noch die einzelnen Ablagerungsschichten sichtbar. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Grimming, denn sein Anblick aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung ist von sehr gut ausgeprägter Schichtung geprägt. Sie zeugt von den einzelnen Ablagerungszyklen des Kalkschlamms und der Fossilien im ursprünglich marinen Bereich. Im Winter kommt durch die schneebedeckten Kanten mit Schnee die Schichtung noch besser zur Geltung.

Gut erkennbare Schichtung des Dachsteinkalkes am Grimming (Blick von Norden in Richtung Süden).

Die Lithologie der Kalkalpen umfasst abgesehen von Kalk, noch eine Vielzahl von anderen Gesteinen. Ausgehend dafür sind immer die Änderungen der Sedimentationsräume. Die Basis der Kalkalpen bilden diverse permische klastische Sedimentite. Danach kam es im Oberperm in Evaporiträumen zur Bildung des Haselgebirges. Dabei entstanden z. B. die Sedimentite Salzgestein, Gipsstein und Anhydritstein. Sie sind heute Grundlage desSalzlaugungsbergbaus in Altaussee, des Gipsbergbaus am Dörfelstein in Weng bei Admont und des Gips-/Anhydritbergbaus in Wienern am Südufer des Grundlsee. Über dem Haselgebirge folgen ab der Trias abermals klastische Sedimentgesteine, wie etwa die Werfener Schichten, welche meist nördlich der Enns anstehend[1] sind. Ab dem Beginn der Mitteltrias setzt, mit kurzen Unterbrechungen, bis in die Oberkreide die Bildung der Karbonatplattformen bzw. der so genannten eo-alpidischen Schichten ein. Hierbei seien als Beispiele die Gutenstein-Formation, die Hallstatt-Formation, die Dachsteinkalke und der Hauptdolomit erwähnt. Nach der Schließung des Meliata-Hallstatt Ozeans kommt bis ins Eozän es zur Bildung von Flachwasser- und flyschähnlichen Sedimenten.

Fußnoten

  1. ↑ bedeutet, dass der sichtbare Gesteinsuntergrund noch weitgehend ursprünglich beschaffen ist