Ostalpin

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Als Ostalpin oder auch ostalpines Deckensystem wird die oberste Schicht des alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet, welcher im Zuge der alpidischen Orogenese entstanden ist.

Beschreibung

Das Ostalpin wird in Unterostalpin und Oberostalpin gegliedert. Im Bezirk Liezen liegen Einheiten beider ostalpinen Decken vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt. Das Oberostalpin wird vom Liegenden (unten) ins Hangende (oben) in folgende Deckensysteme untergliedert:

Die Gesteinseinheiten der 4 Deckensysteme (Silvretta-Seckau bis Drauzug-Gurktal Deckensystem) haben ihren Ursprung lange vor der alpidischen Orogenese. Sie sind metamorphizierte paläozoische Sedimente bzw. altkristalline Gesteine, die vermutlich bereits von einer früheren Orogenese, der variszischen Orogenese, überprägt wurden.
Die Grauwackenzone und die Nördlichen Kalkalpen sind hingegen jüngeren Ursprungs (Perm bis Paläogen) und erfuhren ausschließlich die alpidische Orogenese.

Bedeutung für den Bezirk Liezen

Sowohl das Kristallin des steirischen Anteils der Niederen Tauern, als auch die Grauwackenzone und die Nördlichen Kalkalpen sind Teil des Ostalpins. Die Gesteinseinheiten der Schladminger und Rottenmanner Tauern gehören demnach zum Silvretta-Seckau Deckensystem. Die Gesteinsheinheiten der Wölzer Tauern hingegen werden dem Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem zugeordnet.

Quellen