Sedimentation
Als Sedimentation wird das Absetzen, Ablagern oder Ausfällen von Sedimenten bezeichnet. Letzteres kann chemisch und biochemisch erfolgen.
Beschreibung
Die Sedimentation hängt stark von den chemischen und physikalischen Bedingungen im Sedimentationsraum ab. Beim Absetzen von Festteilchen sind z. B. die Eigenschaften des Teilchens (Größe, Form, spez. Gewicht, usw.) und die Tragkraft des umgebenden Mediums entscheidend. Bei der chemischen Sedimentation (Ausfällung) liegt der Focus z. B. auf Sättigungsgrad der Lösung, Temperatur, usw.. Die Ablagerung von organischem Material wird hingegen vom ursprünglichen Lebensraum bestimmt.
Arten der Sedimentation
Je nach Art des transportierenden Mediums gibt es unterschiedliche Arten der Sedimentation:
- äolische Sedimentation: Ablagerung aus bewegter Luft. Bsp. Auffüllen von Hohlräumen, Bildung von Dünen
- aquatische Sedimentation: Absetzung im Wasser.
- Absatz aus Quellen (z. B. Sinter)
- Ablagerung in Flüssen - fluviatile Sedimentation (z. B. Schotterbänke)
- Ablagerung in Seen - limnische Sedimentation
- Ablagerung im Meer - marine Sedimentation
- Ablagerung durch Eis oder Schmelzwasser - glaziäre/fluvioglaziale Sedimentation (z. B. Moränen)
- vulkanogene Sedimentation: Ablagerung oder Absetzung bedingt durch vulkanische Tätigkeit
Oft sind Sedimente aufgrund ihres Entstehens geschichtet. Dieses Gefüge wird Schichtung genannt.
Quellen
- Murawski, H. & Meyer, W. (2004). Geologisches Wörterbuch. München: Spektrum Akademischer Verlag
- Universalmuseum Joanneum Schloss Trautenfels, Birgit Strohmaier