Der Blasseneck-Porphyroid ist ein magmatisches Gestein, das nur in den Bezirken Liezen und Leoben auftritt.

Blasseneck-Porphyroidstock am Steirischen Erzberg (Etage Dreikönig - Blick Richtung Nordwesten)

Vorkommen

Im Liezener Bezirksteil erstreckt sich das Vorkommen dieses Porphyroids südlich von Johnsbach vom Spielkogel über den Rotkogel bis zum Blaseneck.

Genese

Der Blasseneck-Porphyroid stammt aus einer kurz andauernden, sauren[1] vulkanischen Tätigkeit im Oberordovizium. Die Mächtigkeit der Gesteinsfolge ist sehr unterschiedlich. An der Typuslokalität, dem Blaseneck, erreicht sie eine Mächtigkeit von über 1 000 m. Mit steigender Entfernung nimmt auch die Mächtigkeit der Lagen ab.

Chemismus

Die Gesteinssequenz des Blasseneck-Porphyroids ist nicht einheitlich. Es handelt sich um das Ergebnis mehrerer Ausbruchsperioden. Lokal zwischengeschaltete, sedimentär entstandene Grünschiefer-Lagen, die oft bis zu 80 m Mächtigkeit erreichen, bezeugen, dass es sich um mehrere aufeinanderfolgende vulkanische Phasen handelt.

Der Chemismus der Gesteine zeigt, dass sich die Mineral-Bestandteile im Laufe der Erdgeschichte oft sekundär verändert haben.

Verbreitung

Der Vulkanismus des Blasseneck-Porphyroids war großteils subaerisch und explosiv. Örtlich gab es marine Umgebung. Die heutige Verteilung der Porphyroid-Körper zeugt von einer linearen Anordnung vulkanischer Inseln in einem epikontinentalen Randmeer.

Quellen

  • Flajs, G. Zum Alter des Blasseneck-Porphyroids bei Eisenerz (Steiermark, Österreich).- In: N. Jb. Geol. Mh., S. 368-378, Stuttgart, 1964
  • Flajs, G. Ergänzende Bemerkungen zur Alterseinstufung des Blasseneck-Porphyroids bei Eisenerz.- In: Anz. Österr. Akad. Wiss., math.-naturw. Kl., S. 127-132, Wien, 1966
  • Schönlaub, H. P. Die Grauwackenzone in den Eisenerzer Alpen (Österreich).- In: Jb. Geol. B.-A., 124, 361-423, Wien, 1982

Einzelnachweise

  1. ↑ bedeutet, dass das Magma reich an SiO2 ist