Kelten
Die Ureinwohner des Ennstales waren Nachkommen jener Kelten, welche ungefähr 1 500 vor Christi von Asien her donauaufwärts nach Mittel- und Westeuropa vordrangen.
Sprache
Sie hatten damals mit den später nachrückenden Griechen, Lateinern, Germanen und Slawen noch ein und dieselbe Muttersprache.
Wohnen
Sie lebten größtenteils über dem Wasser in Pfahlbauten und betrieben neben Jagd und Fischerei bereits einigen Ackerbau aus Gerste, Weizen und ähnlichem.
Keltischen Taurisker
Die Taurisker waren ein Stamm der Kelten, der ungefähr 600 v. Chr. die inneren Gebirgstäler der Alpen von Süden her besiedelten. Sie wurden auch Älpler genannt, später kam die Bezeichnung Noriker auf.
Keltische Noriker
Diese galten für die Schriftsteller des Altertums als echte Alpensöhne, mit blühend weißen Gesichtern, blauen Augen und langem, buschigem Haar, das sie mit einem Kamm nach hinten banden.
Kleidung, Waffenschmuck usw.
Darüber hat ein großes keltisches Gräberfeld bei Hallstatt am Nordfuß des Dachsteingebirges mit fast 1 000 Grabstätten und über 6 000 Fundobjekten viel Aufschluss gebracht.
Zentren
Wie für das keltische Reich Norikum Noreja im oberen Murtal im Bereich von Neumarkt als politischer Mittelpunkt bezeichnet werden darf, so war Hallstatt das religiöse Zentrum der Noriker.
Das Ennstal
Muchar setzt in seiner Römerkarte "Stiria Romana" für das südliche Ufergebiet des obersten Ennstales bei Schladming die Bezeichnung Fodinea Tauriscorum", das sind die Erzgruben der Taurisker, und will somit die Grenzstöcker zwischen den Schladminger- und Lungauer Tälern geltend machen.
Auch ist die Bennenung der Enns vorrömischen bzw. keltischen Ursprungs. Die alte Form "Ani" hat noch die Beutingersche Reisetafel (ca. 393 n. Chr.) als römische Poststation bei Altenmarkt im Pongau in der Nähe der Ennsquelle, und eine halbe Hube dort mit dem Namen "Ani", jetzt "Anichhof" bezeichnet.