Augustiner-Chorherrenstift Rottenmann: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==  
== Geschichte ==  
Der reiche Bürger und Amtmann des Kaisers Wolfgang Dietz, ein reicher Bürder von Rottenmann und Amtmann des Kaisers ließ ab etwa [[1446]] bis [[1451]] das [[Bürgerspital Rottenmann|Bürgerspital]] und die [[Bürgerspitalskirche Maria am Rain]] errichten. Diese wurden anstelle zweier bestehenden kleineren Bauten aus [[1341]] erbaut. [[1453]] begann Dietz mit dem Bau eines Klosters. [[1455]] genehmigte Kaiser Friedrich III. das Kloster, der auch als Gründer des Stiftes gilt. Propst Nikolaus der Augustiner St. Dorothea in Wien wurde am [[6. Mai ]] 1455 von Papst Calixtus III. beauftragte die Dotation des Stiftes und die Situation der Pfarrkirche zu prüfen. Noch im selben Jahr, am [[16. August]] wurde Johann Jung von Dinkelsbühl, Dr. theol. der Wiener Universität, ehemaliger Dekan des Stiftes Vorau, zum ersten Propst von Rottenmann ernannt. Doch schon 1463 ernannte der Salzburger Fürsterzbischof [[swiki:Burkhard II. von Weißpriach]] (bis [[1786]] gehörte das Gebiet um Rottenmann zum [[swiki:Erzbistum Salzburg]]) Jung zum Propst des Klosters Au in Bayern  
Der reiche Bürger und Amtmann des Kaisers Wolfgang Dietz, ein reicher Bürder von Rottenmann und Amtmann des Kaisers ließ ab etwa [[1446]] bis [[1451]] das [[Bürgerspital Rottenmann|Bürgerspital]] und die [[Bürgerspitalskirche Maria am Rain]] errichten. Diese wurden anstelle zweier bestehenden kleineren Bauten aus [[1341]] erbaut. [[1453]] begann Dietz mit dem Bau eines Klosters. [[1455]] genehmigte Kaiser Friedrich III. das Kloster, der auch als Gründer des Stiftes gilt. Propst Nikolaus der Augustiner St. Dorothea in Wien wurde am [[6. Mai ]] 1455 von Papst Calixtus III. beauftragte die Dotation des Stiftes und die Situation der Pfarrkirche zu prüfen. Noch im selben Jahr, am [[16. August]] wurde Johann Jung von Dinkelsbühl, Dr. theol. der Wiener Universität, ehemaliger Dekan des Stiftes Vorau, zum ersten Propst von Rottenmann ernannt. Doch schon 1463 ernannte der Salzburger Fürsterzbischof [[swiki:Burkhard II. von Weißpriach]] (bis [[1786]] gehörte das Gebiet um Rottenmann zum [[swiki:Erzbistum Salzburg]]) Jung zum Propst des Klosters Au in Bayern.


Am [[17. August]] [[1480]] übersiedelten die Augustinermönche von dem vor den Toren der Stadt gelegenen Stift wegen der drohenden Türkengefahr in den bisherigen Pfarrhof.  Zunächst diente die Bürgerspitalskirche (heute St. Nikolaus) als Propsteikirche. Bereits wenige Tage später versuchten auch tatsächlich die Türken die Stadt zu stürmen, was ihnen aber nicht gelang. Doch die Bürgerspitalskirche wurde verwüstet und die Kirche in St. Georgen teilweise zerstört. [[1495]] wurden die alten Klostergebäude abgetragen.
Am [[17. August]] [[1480]] übersiedelten die Augustinermönche von dem vor den Toren der Stadt gelegenen Stift wegen der drohenden Türkengefahr in den bisherigen Pfarrhof.  Zunächst diente die Bürgerspitalskirche (heute St. Nikolaus) als Propsteikirche. Bereits wenige Tage später versuchten auch tatsächlich die Türken die Stadt zu stürmen, was ihnen aber nicht gelang. Doch die Bürgerspitalskirche wurde verwüstet und die Kirche in [[Sankt Georgen]] teilweise zerstört. [[1495]] wurden die alten Klostergebäude abgetragen.


=== Bedeutende Pröpste ===
=== Bedeutende Pröpste ===
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=== Die Auswirkungen Martin Luthers nach Rottenmann ===  
=== Die Auswirkungen Martin Luthers nach Rottenmann ===  
Nach dem Anschlag der 95 Thesen an der Schlosskirche in  Wittenberg [[1517]] von Martin Luther verbreitete sich seine Lehre sich rasch. Bereits [[1528]] führten königliche Visitatoren im [[Benediktinerstift Admont]] darüber Klage. [[Hans Friedrich Hofmann d. Ä.]], Freiherr zu Grünbüchel und Strechau (* 1538/39, † 1590), war in
Nach dem Anschlag der 95 Thesen an der Schlosskirche in  Wittenberg [[1517]] von Martin Luther verbreitete sich seine Lehre sich rasch. Bereits [[1528]] führten königliche Visitatoren im [[Benediktinerstift Admont]] darüber Klage. [[Hans Friedrich Hofmann d. Ä.]], Freiherr zu Grünbüchel und Strechau (* 1538/39, † 1590), war in
Rottenmann berechtigt, die Mautgebühren und den Torpfennig einzuheben. Er wurde zum großen [[Evangelische Glaubensgeschichte im Ennstal|Protestantenführer]]. Dabei hatte die von Hoffmann [[1579]] „beim Talhof“ erbaute Kirche großen Zulauf. Evangelische Prediger machten Prozessionen und Wallfahrten in Rottenmann unmöglich, die Zahl der Chorherren nahm ständig ab. Zeitweise waren nur noch vier Priester im Stift.
Rottenmann berechtigt, die Mautgebühren und den Torpfennig einzuheben. Er wurde zum großen [[Evangelische Glaubensgeschichte im Ennstal|Protestantenführer]]. Dabei hatte die von Hoffmann [[1579]] „beim Talhof“ erbaute Kirche großen Zulauf. Evangelische Prediger machten Prozessionen und Wallfahrten in Rottenmann unmöglich, die Zahl der Chorherren nahm ständig ab. Zeitweise waren nur noch vier Priester im Stift.