Altenmarkt bei Sankt Gallen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==</noinclude>
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[[File:004 Altenmarkt im Ennstal - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten  der Steiermark 1825.jpg|thumb|Altenmarkt im Jahr 1825, nach einem Stich  von j.F.Kaiser]]
[[File:004 Altenmarkt im Ennstal - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten  der Steiermark 1825.jpg|thumb|Altenmarkt im Jahr 1825, nach einem Stich  von j.F.Kaiser]]
„''Zu alten Marchet''" ( „''der alte Markt''“ oder „''Altenmarkt''“) erstmals [[1335]] erwähnt, deutet daraufhin, dass Altenmarkt noch vor 1138/1152  entstanden sein muss. Denn zu jener Zeit hatte der Ministerale  Kaiser Konrads III. [[Gottfried von Wetternfeld]] schon in einer Waldrodung für die Kirche des hl.  Gallus vorgenommen gehabt. Die Kirche schenkte er dann dem Stift Admont schenkte.
„''Zu alten Marchet''" ( „''der alte Markt''“ oder „''Altenmarkt''“) erstmals [[1335]] erwähnt, deutet daraufhin, dass Altenmarkt noch vor 1138/1152  entstanden sein muss. Denn zu jener Zeit hatte der Ministerale  Kaiser Konrads III. [[Gottfried von Wetternfeld]] schon in einer Waldrodung für die Kirche des hl.  Gallus vorgenommen gehabt. Die Kirche schenkte er dann dem [[Benediktinerstift Admont]] schenkte.
 
   
   
Im [[Mittelalter]] stand die Entwicklung von Altenmarkt in engem Zusammenhang mit dem Eisentransportweg von [[Eisenerz]] nach [[Oberösterreich]].  Mit der Admonter Klostergründung hatten die langwierigen Rodungen des weiträumigen und damals noch in höchstem Maß unwirtlichen Waldlandes und dessen Neubesiedlung eingesetzt. Admont wusste ab 1278 durch den Ausbau seiner [[Herrschaft Gallenstein]] die bürgerlichen Rechte in Altenmarkt bei Entzug der Burgrechte von ihren Dienstleuten, den Gleussern, zu schmälern. Das ursprüngliche Patrozinium der bei einem festen Haus gelegenen Eigenkirche [[Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus (Altenmarkt)|St. Martha —  St. Nikolaus]] kam erst durch Admont in Altenmarkt zu Ehren. Dies weist auf  Versorgung mit dem Lebensnotwendigen der auf der alten [[Eisenstraße]] Reisenden hin. Einkünfte hatte der Ort durch eine ''Urfahr'' (Überfahrt auf der [[Enns]]), bis Admont [[1277]] eine Brücke  über die Enns bauen durfte. Trotzdem blieb die Erwerbsgrundlage der  Bevölkerung in Altenmarkt, das zu einem Straßenmarkt ausgebaut worden  war, Handel und Gewerbe, wie der [[Salzhandel]] des [[17. Jahrhundert]]s, die  Wochenmarktfreiheit von [[1623]] und die Bäckerordnung von [[1692]] zeigen.  Allein die Lage an der Enns mit Flößerei, die [[1440]] durch eine Ordnung  geregelt wurde, mit dem Treppelweg, wie die Eisenstraße mit der  landesfürstlichen Maut bestimmten mit Handel und Fuhrwesen ein  märktisches Leben der Bürger, bis der Bau der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] [[1875]] einen  wirtschaftlichen Wandel einleitete, der zum modernen [[Ennskraftwerke AG|Ennskraftwerk]]  führte. Das Turbinenrad verbindet sich mit den von Fleiß und Mühe  zeugenden Rudern der einstigen Flößerei und dem Wagenrad der ehemaligen  Salz- und Eisenfuhrwerke im Wappen, das bestimmt ist durch den Fluß, der  nun, neu gebändigt, wieder Kraft spendet.  
Im [[Mittelalter]] stand die Entwicklung von Altenmarkt in engem Zusammenhang mit dem Eisentransportweg von [[Eisenerz]] nach [[Oberösterreich]].  Mit der Admonter Klostergründung hatten die langwierigen Rodungen des weiträumigen und damals noch in höchstem Maß unwirtlichen Waldlandes und dessen Neubesiedlung eingesetzt. Admont wusste ab [[1278]] durch den Ausbau seiner [[Herrschaft Gallenstein]] die bürgerlichen Rechte in Altenmarkt bei Entzug der Burgrechte von ihren Dienstleuten, den [[Gleusser]]n, zu schmälern. Das ursprüngliche Patrozinium der bei einem festen Haus gelegenen Eigenkirche [[Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus (Altenmarkt)|St. Martha —  St. Nikolaus]] kam erst durch Admont in Altenmarkt zu Ehren. Dies weist auf  Versorgung mit dem Lebensnotwendigen der auf der alten [[Eisenstraße]] Reisenden hin. Einkünfte hatte der Ort durch eine ''Urfahr'' (Überfahrt auf der [[Enns]]), bis Admont [[1277]] eine Brücke  über die Enns bauen durfte. Trotzdem blieb die Erwerbsgrundlage der  Bevölkerung in Altenmarkt, das zu einem Straßenmarkt ausgebaut worden  war, Handel und Gewerbe, wie der [[Salzhandel]] des [[17. Jahrhundert]]s, die  Wochenmarktfreiheit von [[1623]] und die Bäckerordnung von [[1692]] zeigen.  Allein die Lage an der Enns mit [[Holzflößerei auf der Enns|Flößerei]], die [[1440]] durch eine Ordnung  geregelt wurde, mit dem Treppelweg, wie die Eisenstraße mit der  landesfürstlichen Maut bestimmten mit Handel und Fuhrwesen ein  märktisches Leben der Bürger, bis der Bau der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] [[1875]] einen  wirtschaftlichen Wandel einleitete, der zum modernen [[Ennskraftwerke AG|Ennskraftwerk]]  führte. Das Turbinenrad verbindet sich mit den von Fleiß und Mühe  zeugenden Rudern der einstigen Flößerei und dem Wagenrad der ehemaligen  Salz- und Eisenfuhrwerke im Wappen, das bestimmt ist durch den Fluß, der  nun, neu gebändigt, wieder Kraft spendet.  


In etwa 30 Hammerwerken wurde ab dem Jahr [[1500]] in der näheren Umgebung von Altenmarkt gearbeitet. Eine erste Erwähnung eines ''Lehrers in Altenmarkt'' findet sich mit Leopold Mülperger im Jahr [[1570]]. Im selben Jahr brach in der Nachbargemeinde [[Sankt Gallen]] die [[Pest]] aus. Am  [[27. April]] [[1575]] brach in der Nacht ein  [[Brände im Ennstal|Brand]] aus, der 14 Häuser samt Kirche  vernichtete.
In etwa 30   [[Hammerwerke im Ennstal|Hammerwerken]] wurde ab dem Jahr [[1500]] in der näheren Umgebung von Altenmarkt gearbeitet. Eine erste Erwähnung eines ''Lehrers in Altenmarkt'' findet sich mit Leopold Mülperger im Jahr [[1570]]. Im selben Jahr brach in der Nachbargemeinde [[Sankt Gallen]] die [[Pest]] aus. Am  [[27. April]] [[1575]] brach in der Nacht ein  [[Brände im Ennstal|Brand]] aus, der 14 Häuser samt Kirche  vernichtete.


[[1646]] übernachtete Erzherzog Ferdinand,  Sohn des Kaisers Ferdinand III. und später römischer König, auf seiner  Durchreise in Altenmarkt. Um diese Zeit hatte sich die Lehre Luthers in der Region schon stark verwurzelt. Die Gegenreformation versuchte dem  entgegenzuwirken. [[1600]] kam die Reformationskommission  nach Sankt Gallen. [[1626]] erreichte der oberösterreichische Bauernaufstand die obersteirischen Landesgrenze. Am [[10. April]] [[1773]] kam es zu einer neuerlichen Brandkatastrophe, bei der wiederum die Kirche samt dem Turm sowie andere Gebäude ein  Raub der Flammen wurden.
[[1646]] übernachtete Erzherzog Ferdinand,  Sohn des Kaisers Ferdinand III. und später römischer König, auf seiner  Durchreise in Altenmarkt. Um diese Zeit hatte sich die Lehre Luthers in der Region schon stark verwurzelt. Die Gegenreformation versuchte dem  entgegenzuwirken. [[1600]] kam die Reformationskommission  nach Sankt Gallen. [[1626]] erreichte der oberösterreichische Bauernaufstand die obersteirischen Landesgrenze. Am [[10. April]] [[1773]] kam es zu einer neuerlichen Brandkatastrophe, bei der wiederum die Kirche samt dem Turm sowie andere Gebäude ein  Raub der Flammen wurden.