Admonter Abtwahlstreit: Unterschied zwischen den Versionen

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Abt Michael konnte den Befehl Kaiser Maximilians jedoch nicht befolgen, weil der Seckauer Bischof diesen unrechtmäßig erlangte. Trotzdem sandte Abt Michael seine Vertreter ein zweites  Mal nach Leoben, wo sie jedoch nur den Fürsten von Anhalt antrafen. Da  sie trotz Nachweis der einstimmigen Wahl, Bestätigung und Einsetzung Abt  Michaels keinen Glauben fanden, legte Dr. Stefan Sonderdorfer,  Erzpriester der Obersteiermark, im Namen Abt Michaels Berufung ein und  appellierte an Kaiser Maximilian. Ein diesbezügliches Notariatsinstrument wurde ihm vom  Fürsten jedoch verweigert, der die Berufung Abt Michaels ablehnte und die  Durchführung von Kaiser Maximilians Befehl ankündigte.  
Abt Michael konnte den Befehl Kaiser Maximilians jedoch nicht befolgen, weil der Seckauer Bischof diesen unrechtmäßig erlangte. Trotzdem sandte Abt Michael seine Vertreter ein zweites  Mal nach Leoben, wo sie jedoch nur den Fürsten von Anhalt antrafen. Da  sie trotz Nachweis der einstimmigen Wahl, Bestätigung und Einsetzung Abt  Michaels keinen Glauben fanden, legte Dr. Stefan Sonderdorfer,  Erzpriester der Obersteiermark, im Namen Abt Michaels Berufung ein und  appellierte an Kaiser Maximilian. Ein diesbezügliches Notariatsinstrument wurde ihm vom  Fürsten jedoch verweigert, der die Berufung Abt Michaels ablehnte und die  Durchführung von Kaiser Maximilians Befehl ankündigte.  


Weil am 22.  Juli ein Landtag in Graz stattfand, bat Abt Michael die (steirische)  Landschaft um Fürsprache bei Kaiser Maximilians Kommissaren, um angesichts der päpstl.  Inhibition sowie der Admonter Freiheiten und Privilegien nicht  widerrechtlich abgesetzt zu werden. Weil der von der Gegenpartei  in Rom angestrengte geistliche Prozess noch nicht entschieden ist, der  Seckauer Bischof Kaiser Maximilian unwahr informierte, der Papst allen Geistlichen und  Weltlichen Stillstand befahl, Abt Michael an Kaiser Maximilian appellierte und sich  stets als gehorsamer Landstand verhielt, mögen auch Polheim und das  Regiment sich bei Kaiser Maximilian dafür einsetzen, dass Abt Michael nicht abgesetzt  wird.  
Weil am [[22.  Juli]] ein Landtag in Graz stattfand, bat Abt Michael die (steirische)  Landschaft um Fürsprache bei Kaiser Maximilians Kommissaren, um angesichts der päpstl.  Inhibition sowie der Admonter Freiheiten und Privilegien nicht  widerrechtlich abgesetzt zu werden. Weil der von der Gegenpartei  in Rom angestrengte geistliche Prozess noch nicht entschieden ist, der  Seckauer Bischof Kaiser Maximilian unwahr informierte, der Papst allen Geistlichen und  Weltlichen Stillstand befahl, Abt Michael an Kaiser Maximilian appellierte und sich  stets als gehorsamer Landstand verhielt, mögen auch Polheim und das  Regiment sich bei Kaiser Maximilian dafür einsetzen, dass Abt Michael nicht abgesetzt  wird.  


In diesem Sinn schickte Abt Michael Gesandte zu Kaiser Maximilian und schrieb  auch an Fürsterzbischof [[swiki:Leonhard von Keutschach]] von Salzburg. Für ihre Fürsprache werden  Polheim und die Regenten Gottes Lohn erhalten: ''Admund Erichtag st.  Jacobs des hl. Zweliffpotten tag im schnit 1503. - E. gunst vnd  frewntschafft williger MICHAEL von Gots gnaden abbt zu Admund.'' Unter der Adresse folgende Vermerke: Erhalten am Freitag nach Jacobj 1503  (28. Juli). Weil der Abt um Förderung bei Kaiser Maximilian bat, wird diesem obiges  Schreiben übersandt. Kaiser Maximilian wird als gnädigster Herr und Landesfürst in der  Sache so zu handeln wissen, dass das Kloster vor Verderben bewahrt bleibt.
In diesem Sinn schickte Abt Michael Gesandte zu Kaiser Maximilian und schrieb  auch an Fürsterzbischof [[swiki:Leonhard von Keutschach]] von Salzburg. Für ihre Fürsprache werden  Polheim und die Regenten Gottes Lohn erhalten: ''Admund Erichtag st.  Jacobs des hl. Zweliffpotten tag im schnit 1503. - E. gunst vnd  frewntschafft williger MICHAEL von Gots gnaden abbt zu Admund.'' Unter der Adresse folgende Vermerke: Erhalten am Freitag nach Jacobj 1503  (28. Juli). Weil der Abt um Förderung bei Kaiser Maximilian bat, wird diesem obiges  Schreiben übersandt. Kaiser Maximilian wird als gnädigster Herr und Landesfürst in der  Sache so zu handeln wissen, dass das Kloster vor Verderben bewahrt bleibt.