Almwirtschaft: Unterschied zwischen den Versionen
Djete (Diskussion | Beiträge) |
Djete (Diskussion | Beiträge) Kat |
||
| Zeile 28: | Zeile 28: | ||
Aus Mangel an Rentabilität ging Mitte des [[20. Jahrhundert]] die Almwirtschaft zurück. Um den Negativtrend zu stoppen, wurden öffentliche Förderungen für die erschwerten Arbeitsbedingungen eingeführt. | Aus Mangel an Rentabilität ging Mitte des [[20. Jahrhundert]] die Almwirtschaft zurück. Um den Negativtrend zu stoppen, wurden öffentliche Förderungen für die erschwerten Arbeitsbedingungen eingeführt. | ||
== Funktionen der Almwirtschaft == | |||
Ein zentraler Vorteil der Almwirtschaft ist die Ersparnis von Futter und Arbeit während der Sommermonate. Die Almwirtschaft kann außerdem Flächen nutzen, deren einzige profitable Nutzung die Beweidung ist. Für die Nutztiere bieten die Almflächen eine gesunde Ernährung, die sich in erhöhter Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Fruchtbarkeit und Lebenserwartung bemerkbar macht. Ganz wesentlich ist die Funktion der Landschaftserhaltung. Viele alpine Pflanzen werden nur durch die Almwirtschaft erhalten. Durch das Abweiden entsteht auch für den Menschen ein Vorteil im Sinne einer ästhetisch empfundenen Landschaft. In jüngerer Vergangenheit hat man vermehrt den touristischen Nutzen und den Erholungsfaktor entdeckt. Die Lage oberhalb des Dauersiedlungsraums und damit eine beinahe unberührte Landschaft und keine störende Lärmeinwirkung bewirken einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Neben der Landschaft ist vor allem auch der kulturelle Aspekt in Form der Almkultur sehr wertvoll. Die Almwirtschaft trägt wesentlich zum Tourismus in Österreich bei und prägt auch dessen Identität ungemein. Auf der [http://www.almwirtschaft.com/Wir-ueber-uns/funktionen-der-almwirtschaft.html Website] der Almexperten in Österreich sind zahlreiche weitere Funktionen angeführt.<ref>EIBL Jutta / KREMER Daniela (Hg.), Almwirtschaft im Alpenraum. deutsch französisch italienisch. Innsbruck 2009, S. 8-9.</ref> | |||
== Almtypen == | |||
Eingeteilt werden die Almen nach Lage, Nutzung und Besitzverhältnissen. | |||
=== Lage === | |||
Bezüglich der Lage wird in Nieder-, Mittel- und Hochalm untergliedert. | |||
=== Nutzung === | |||
Bei der Nutzung bzw. dem Besatz wird wie folgt vorgegangen. | |||
# Kuhalmen | |||
Auf diesen Almen wird Milch gewonnen und zu Butter und Käse weiterverarbeitet. Die Milchviehalpung ist besonders arbeitsintensiv und ist somit die teuerste Nutzform. | |||
# Gemischte Almen | |||
Ziel ist hier ein hoher Milchertrag als auch Fleischzuwachs bei Jungtieren. | |||
# Galtviehalmen | |||
Auf den Galtviehalmen findet man überwiegend trockenstehende Kühe bzw. Jungvieh. Die Bewirtschaftung ist dementsprechend günstig. | |||
# Kleintieralmen | |||
Hier weiden Schafe und/oder Ziegen, die sich auch noch in steilem und felsigem Gelände bewegen. Deshalb sind diese Almen meist sehr hoch. | |||
=== Eigentumsformen === | |||
Unterschieden werden Almen im Einzelbesitz, im Gemeinschaftsbesitz und öffentliche Almen. Zurückzuführen sind die Eigentumsformen auf die spezifischen historischen Persistenzen.<ref>EIBL Jutta / KREMER Daniela (Hg.), Almwirtschaft im Alpenraum. deutsch französisch italienisch. Innsbruck 2009, S. 10-11.</ref> | |||
== Naturräumliche Bedingungen der Almwirtschaft im Ennstal== | == Naturräumliche Bedingungen der Almwirtschaft im Ennstal== | ||