Erdbeben: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Beben im 19. Jahrhundert ===
=== Beben im 19. Jahrhundert ===
Am [[26. März]] [[1826]] findet sich im Tagebuch des Pater Urban folgender Eintrag: “ 1826, 26.  März (Ostersonntag) starker Erdstoß, um 3/4 auf 2 Uhr  nachmittag."<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/historische-erdbebenforschung/steiermark  www.zamg.ac.at]</ref>
Mehrere Quellen geben an, dass am [[18. Juli]] [[1810]]  ein Beben in [[Admont]] Gebäude beschädigt habe<ref name="Landesmuseum">Quelle [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MittNatVerSt_39_0157-0296.pdf Landesmuseum Steiermark, Seite 161]</ref>.


Am [[27. November]] [[1898]] wurde in der gesamten Obersteiermark ein Erdbeben um 01:30 Uhr registriert (die Zeitangaben schwankten je nach Ortsangaben). Insgesamt 32 Gemeinden meldeten davon. So meldete der Fachlehrer Victor Konsehegg aus [[Bad Aussee|Aussee]], er hätte um 01:20 Uhr ein ganz leichtes Beben verspürt. in [[Gaishorn am See|Gaishorn] wurde ein deutlich merkbares, einige Sekunden dauerndes Schaukeln von mehreren Personen registriert, dem ein donnerartiges Getöse voranging. In [[Haus im Ennstal]] wurde das Beben nur im ersten Stockwerk der dortigen Herrschaftstaferne zwischen l  Uhr und 2 Uhr als Gepolter und Klirren an den Fenstern wahrgenommen. Diese  Erscheinung war zweimal im Abstand von etwa fünf Minuten zu bemerken, wie Oberlehrer Franz Puchwein mitteilte. Aus [[Hieflau]] meldete Lehrer Valentin Brunner von einem paar Sekunden dauernden Beben um 01:25 Uhr, das keine Schäden anrichtete. Wirkungen auf bewegliche Gegenstände wurden in [[Johnsbach]] nicht wahrgenommen, doch war Quellwasser getrübt (Schulleiter W. H. Lux). Aus [[Sankt Gallen]] berichtete Oberlehrer Adolf Bischofberger, dass das Erdbeben um  0l:30 Uhr aber nur von Personen wahrgenommen wurde, die nicht schliefen. Das Beben wurde als wellenförmige, zweib is drei  Sekunden andauernde, von Ost nach West gerichtete Bewegung wahrgenommen.
Am [[26. März]] [[1826]] findet sich im  Tagebuch des Pater Urban folgender Eintrag: “ 1826, 26.  März (Ostersonntag) starker Erdstoß, um 3/4 auf 2 Uhr  nachmittag."<ref>Quelle  [http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/historische-erdbebenforschung/steiermark  www.zamg.ac.at]</ref>. Nachdem sich in Admont leichte Erschütterungen vom Dezember 1825 bis März 1826 sieben- bis achtmal wiederholt hatten, die stets von einem unterirdischen Getöse begleitet waren, erfolgte am Ostersonntag, dem 26. März, um 2h nachmittags ein so heftiger Erdstoß, daß die Mauern des Stiftsgebäudes wankten.  Die Erschütterung wurde auch in Oberösterreich, zu Kremsmünster, Vöcklabruck und Umgebung wahrgenommen. Am 18. April 1826 kam es abermals zu einer starken Erschütterung in Admont. Und  am [[15. Mai]] 1826 folgte „''Einige Minuten nach 02:45 Uhr morgens ein ziemlich heftiges
Erdbeben zu Admont, welchem schon seit Dezember zahlreiche leichtere Stöße vorangegangen waren. Die Erschütterung
kam von Osten, aus der Gegend des [[Gesäuse|Gsäus]] und dehnte sich über [[Rottenmann]] und Gallenstein aus.''"  Am 15. Mai ''war jedoch die Erschütterung noch viel heftiger als jene am Ostersonntag. Ein allmähliches dumpfes, näher und immer vernehmbarer rückendes unterirdisches Getöse machte den Anfang, darauf folgte ein heftiger Erdstoß von einem heftigen Knalle, dem eines großen Geschützes in einiger Entfernung nicht unähnlich, begleitet, worauf Schwingungen eintraten, die anfangs ziemlich heftig waren, endlich allmählich sich verloren. Der Knall, verbunden mit dem heftigen Stoße, setzte alle Bewohner in Schrecken und viele entflohen aus den Häusern in das Freie. Die Heftigkeit des Erdstoßes läßt sich aus dem ermessen, daß die Uhren anschlugen und die
Schlafenden aus den Betten gehoben wurden.''" (Sueß, Erdbeben N.-Ö. pag. 28 S. A. in Quelle<ref name="Landesmuseum">Seite 164 ff</ref>).
 
Gegen 05:30 Uhr morgens des [[4. Februar]] [[1830]] wird eine schwache Erderschütterung mit Brausen, dem eines Sturmwindes zu vergleichen, in [[Hieflau]] registiert. Eine Viertelstunde später folgt  eine heftige schaukelnde Bewegung mit einem gewaltigen Stoß und donnerähnlichem dumpfen Getöse. Die Dauer der schaukelnden Bewegung wurde mit fünf Sekunden, ihre Richtung mit Nordost - Südwest angegeben. Schlafende vermeinten aus den Betten geworfen zu werden, die Fenster klirrten, hölzerne Gebäude und Brücken krachten, lockeres Gemäuer fiel von den Decken<ref name="Landesmuseum">Seite 165</ref>.
 
Um 13:56 Uhr am [[6. August]] [[1841]] erschütterten drei schnell hintereinander folgende Stöße die Bezirken von [[Hieflau]] und Großlobming<ref name="Landesmuseum">Seite 171</ref>.
 
[[1847]] wurden zwei Erdbeben im [[Bezirk Liezen]] registriert. Das erste fand am [[10. Februar]] um 16:30 Uhr statt. Drei kurz nacheinanderfolgende, an Intensität abnehmende Erschütterungen, die sowohl im Innern des Ausseer Salzberges als über Tag verspürt wurden. Der erste Stoß wurde als ungemein heftig bezeichnet. Nach jeder der Erschütterung war ein von Nordost kommender, dumpfer
Knall hörbar. Die Erschütterung war ganz lokal, in [[Altaussee]] schwach,  [[Bad Aussee|Aussee]] gar nicht wahrnehmbar. Das zweite Beben erfolgt am [[2. Mai]]  um ungefähr um ein Uhr Früh in den Bezirken Ehrnau und Hieflau<ref name="Landesmuseum">Seite 172</ref>.
 
Am [[9. Februar]] [[1855]] wurde um 20:35 Uhr eine Erschütterung in Admont wahrgenommen<ref name="Landesmuseum">Seite 173</ref>.
 
Vom [[24. Dezember|24.]] und [[25. Dezember]] [[1857]] wurde folgende Erdstöße gemeldet. Am Nachmittag des 24. Dezember, und zwar meldete Admont um 13:45 Uhr, 16 Uhr, 22:10 Uhr und 23:45 Uhr heftige Erschütterungen, die in der gesamten Obersteiermark und auch in Oberösterreich, in Windischgarsten und Spital am Pyhrn wahrgenommen wurden. Weitere Wahrnehmungen dieses Bebens kamen aus
[[Frauenberg an der Enns]], [[Liezen]], [[Sankt Gallen]], [[Altenmarkt bei Sankt Gallen]] und [[Rottenmann]]. Der Stoß um 01:47 Uhr verursachte in Frauenberg, wo er mit 14 Uhr angegeben wurde, Risse in den Mauern und Bewegung der Gerätschaften in den Zimmern. Das wurde auch aus Admont und Lezen gemeldet. Die weiteren Erschütterungen waren schwächer, desgleichen eine Erschütterung, welche in den Morgenstunden des 25. Dezembers auftrat und von Admont gegen 4 Uhr, von Frauenberg gegen 3 Uhr, von Windischgarsten um 4 Uhr gemeldet wurde<ref name="Landesmuseum">Seite 175</ref>.
 
Am [[27. November]] [[1898]] wurde in der gesamten Obersteiermark ein Erdbeben um 01:30 Uhr registriert (die Zeitangaben schwankten je nach Ortsangaben). Insgesamt 32 Gemeinden meldeten davon. So meldete der Fachlehrer Victor Konsehegg aus [[Bad Aussee|Aussee]], er hätte um 01:20 Uhr ein ganz leichtes Beben verspürt. in [[Gaishorn am See|Gaishorn] wurde ein deutlich merkbares, einige Sekunden dauerndes Schaukeln von mehreren Personen registriert, dem ein donnerartiges Getöse voranging. In [[Haus im Ennstal]] wurde das Beben nur im ersten Stockwerk der dortigen Herrschaftstaferne zwischen l  Uhr und 2 Uhr als Gepolter und Klirren an den Fenstern wahrgenommen. Diese  Erscheinung war zweimal im Abstand von etwa fünf Minuten zu bemerken, wie Oberlehrer Franz Puchwein mitteilte. Aus [[Hieflau]] meldete Lehrer Valentin Brunner von einem paar Sekunden dauernden Beben um 01:25 Uhr, das keine Schäden anrichtete. Wirkungen auf bewegliche Gegenstände wurden in [[Johnsbach]] nicht wahrgenommen, doch war Quellwasser getrübt (Schulleiter W. H. Lux). Aus [[Sankt Gallen]] berichtete Oberlehrer Adolf Bischofberger, dass das Erdbeben um  0l:30 Uhr aber nur von Personen wahrgenommen wurde, die nicht schliefen. Das Beben wurde als wellenförmige, zwei bis  drei  Sekunden andauernde, von Ost nach West gerichtete Bewegung wahrgenommen.


Das Abendblatt der »Tagespost« vom Montag den 28. November meldet: »''Aus [[Trieben]] berichtet man uns: In der Nacht
Das Abendblatt der »Tagespost« vom Montag den 28. November meldet: »''Aus [[Trieben]] berichtet man uns: In der Nacht