Erdbeben: Unterschied zwischen den Versionen
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== Im Ennstal == | == Im Ennstal == | ||
Seit 1900 gab es in Österreich nur acht Erdbeben, deren Magnitude größer als fünf war, die Gefahr solch großer Beben ist für das Obere Ennstal gering, aber auch die kleineren können Rutschungen in einem geologisch instabilen Gebiet wie dem hiesigen auslösen. | |||
Seismische Aktivität kennzeichnet die großen Störungszonen in den Ostalpen, unter anderen auch die Salzach-Enns Störung als Segment der SEMP (Salzach-Enns-Mariazell-Puchberg Störung). Im Oberen Ennstal ist die Seismizität nicht besonders intensiv, aber sie existiert. Seit 1897 wurden 137 Erdbeben innerhalb des Rasters Ennstal (N 47.30 – O 13.20; N 47.30 – O 14.20; N 47.60 – O 14.20; N 47.60 – O 13.20) registriert, Magnituden lagen zwischen 0.7 und 4.1. Die meisten dieser Ereignisse werden von der Bevölkerung kaum wahrgenommen. | |||
[[1348]] war ein Erdbebenjahr im Ennstal<ref>Quelle [http://www.feuerwehr-aigen.at/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=64 www.feuerwehr-aigen.at]</ref>. [[1714]] erschütterte ein schweres Erdbeben [[Schloss Donnersbach]] und beschädigte auch die damals oberhalb des Ortes Donnersbach noch bestehende Ägydikirche, heute als [[Kirchenruine St. Ägydius]] bekannt. [[1907]] gab es in der Region um [[Irdning]] ein schweres Erdbeben. | [[1348]] war ein Erdbebenjahr im Ennstal<ref>Quelle [http://www.feuerwehr-aigen.at/index.php?option=com_content&view=article&id=55&Itemid=64 www.feuerwehr-aigen.at]</ref>. [[1714]] erschütterte ein schweres Erdbeben [[Schloss Donnersbach]] und beschädigte auch die damals oberhalb des Ortes Donnersbach noch bestehende Ägydikirche, heute als [[Kirchenruine St. Ägydius]] bekannt. [[1907]] gab es in der Region um [[Irdning]] ein schweres Erdbeben. | ||
=== Beben im 19. Jahrhundert === | |||
Am [[26. März]] [[1826]] findet sich im Tagebuch des Pater Urban folgender Eintrag: “ 1826, 26. März (Ostersonntag) starker Erdstoß, um 3/4 auf 2 Uhr nachmittag."<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/historische-erdbebenforschung/steiermark www.zamg.ac.at]</ref> | Am [[26. März]] [[1826]] findet sich im Tagebuch des Pater Urban folgender Eintrag: “ 1826, 26. März (Ostersonntag) starker Erdstoß, um 3/4 auf 2 Uhr nachmittag."<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/forschung/geophysik/historische-erdbebenforschung/steiermark www.zamg.ac.at]</ref> | ||
Am [[27. November]] [[1898]] wurde in der gesamten Obersteiermark ein Erdbeben um 01:30 Uhr registriert (die Zeitangaben schwankten je nach Ortsangaben). Insgesamt 32 Gemeinden meldeten davon. So meldete der Fachlehrer Victor Konsehegg aus [[Bad Aussee|Aussee]], er hätte um 01:20 Uhr ein ganz leichtes Beben verspürt. in [[Gaishorn am See|Gaishorn] wurde ein deutlich merkbares, einige Sekunden dauerndes Schaukeln von mehreren Personen registriert, dem ein donnerartiges Getöse voranging. In [[Haus im Ennstal]] wurde das Beben nur im ersten Stockwerk der dortigen Herrschaftstaferne zwischen l Uhr und 2 Uhr als Gepolter und Klirren an den Fenstern wahrgenommen. Diese Erscheinung war zweimal im Abstand von etwa fünf Minuten zu bemerken, wie Oberlehrer Franz Puchwein mitteilte. Aus [[Hieflau]] meldete Lehrer Valentin Brunner von einem paar Sekunden dauernden Beben um 01:25 Uhr, das keine Schäden anrichtete. Wirkungen auf bewegliche Gegenstände wurden in [[Johnsbach]] nicht wahrgenommen, doch war Quellwasser getrübt (Schulleiter W. H. Lux). Aus [[Sankt Gallen]] berichtete Oberlehrer Adolf Bischofberger, dass das Erdbeben um 0l:30 Uhr aber nur von Personen wahrgenommen wurde, die nicht schliefen. Das Beben wurde als wellenförmige, zweib is drei Sekunden andauernde, von Ost nach West gerichtete Bewegung wahrgenommen. | |||
Das Abendblatt der »Tagespost« vom Montag den 28. November meldet: »''Aus [[Trieben]] berichtet man uns: In der Nacht | |||
von Samstag auf Sonntag, um 1 /22h Früh, wurde hier in der Richtung von E nach W eine überaus starke, 3—4 S andauernde, mit tosendem Geräusche verbundene Erderschütterung verspürt''«. Ebendieselbe Mitteilung brachte auch die Abendausgabe des »Grazer Tagblatt« vom 28. November 1898. | |||
In [[Weißenbach bei Liezen]] wurde es von einzelnen Personen im ersten Stockwerk des Hauses Nr. 1, ungefähr um 01:30 Uhr wahrgenommen. Die Bewegung wird als Rollen bezeichnet, ihre Dauer mit drei Sekunden angegeben (Schulleiter Karl Reiterer). | |||
=== Beben im 21. Jahrhundert === | |||
Am Samstag, [[19. Juli]] [[2008]], bebte e um 00:54, ca. zehn Kilometer nordöstlich von Schladming und erreichte eine Magnitude von 3,8. | |||
Am [[20. Jänner]] [[2013]] bebte um 04:08 Uhr in der Früh die Erde im Raum [[Admont]]. Laut ZAMG<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-jaenner-2013 Erdbeben im Jänner 2013]</ref> war es eines von zwölf Beben, die man im Jänner 2013 in Österreich registrierte. Es wies eine Magnitude von 2,1 auf. Das Epizentrum lag acht Kilometer östlich von Admont. | Am [[20. Jänner]] [[2013]] bebte um 04:08 Uhr in der Früh die Erde im Raum [[Admont]]. Laut ZAMG<ref>Quelle [http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/news/erdbeben-im-jaenner-2013 Erdbeben im Jänner 2013]</ref> war es eines von zwölf Beben, die man im Jänner 2013 in Österreich registrierte. Es wies eine Magnitude von 2,1 auf. Das Epizentrum lag acht Kilometer östlich von Admont. | ||
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* Lenhardt et al. (2007) | * Lenhardt et al. (2007) | ||
* Keil (2008) | * Keil (2008) | ||
* [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/SBAWW_108_0443-0470.pdf Quelle Beben 27. November 1898] | |||
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