Flecklmoos: Unterschied zwischen den Versionen
K Textersetzung - „Kategorie:Wissenschaft Kategorie:Geografie“ durch „Kategorie:Geografie“ |
ergänzt |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Flecklmoos-0246-2021-09-07.jpg |thumb|das Flecklmoos]] | [[Datei:Flecklmoos-0246-2021-09-07.jpg |thumb|das Flecklmoos]] | ||
[[Datei:Flecklmoos-0260-2021-09-07.jpg |thumb|Forstweg zur [[Ödernalm]]]] | [[Datei:Flecklmoos-0260-2021-09-07.jpg |thumb|Forstweg zur [[Ödernalm]]]] | ||
Das '''Flecklmoos''' ist ein [[Moore im Öderntal|Moorkomplex im Öderntal]]. | Das '''Flecklmoos''' ist ein [[Moore im Öderntal|Moorkomplex im Öderntal]] und gehört zu den [[Feucht- und Moorflächen im Steirischen Salzkammergut]]. | ||
== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Am Fuße der [[Flecklwand]] ist auf einer Länge von ca. 600 m und Breite von ca. 150 m das Tal entlang des [[Salzabach]]es weitestgehend eben. Im jüngeren Subboreal, das heißt etwa 1350 bis 450 vor Christus, setzten hier die ersten [[Moor]]<nowiki>bildungen</nowiki> ein. Heute liegt ein Komplex aus Regen-, Übergangs- und Niedermooren vor. Einen wesentlichen Beitrag zu deren Bildung stellte auch die Gründung der [[Ödernalm]] vor etwa 600 bis 800 Jahren dar. Damit verbunden waren Waldrodungen nötig und so stieg der Grundwasserzufluss an und die Verdunstung nahm ab. | Am Fuße der [[Flecklwand]] ist auf einer Länge von ca. 600 m und Breite von ca. 150 m das Tal entlang des [[Salzabach]]es weitestgehend eben. Im jüngeren Subboreal, das heißt etwa 1350 bis 450 vor Christus, setzten hier die ersten [[Moor]]<nowiki>bildungen</nowiki> ein. Heute liegt ein Komplex aus Regen-, Übergangs- und Niedermooren vor. Einen wesentlichen Beitrag zu deren Bildung stellte auch die Gründung der [[Ödernalm]] vor etwa 600 bis 800 Jahren dar. Damit verbunden waren Waldrodungen nötig und so stieg der Grundwasserzufluss an und die Verdunstung nahm ab. | ||
Die Moore des Flecklmooses erhielten den Namen nach einer alten [[Tauplitz]]er Familie und sind Mittelgebirgsmoore in ca. 1 160 bis 1 190 [[M ü. A.|m Seehöhe]]. Drei der Moore sind Regenmoore (Hochmoore). Sie weisen eine bis zu drei Meter mächtige Torfschicht auf und zählen deshalb zu den ältesten Moorbildungen hier im [[Öderntal]]. Das Größte der drei Hochmoore befindet sich im Westen. Es ist ca. 140 m lang und max. 90 m breit. | Die Moore des Flecklmooses erhielten den Namen nach einer alten [[Tauplitz]]er Familie und sind Mittelgebirgsmoore in ca. 1 160 bis 1 190 [[M ü. A.|m Seehöhe]]. Drei der Moore sind Regenmoore (Hochmoore). Sie weisen eine bis zu drei Meter mächtige Torfschicht auf und zählen deshalb zu den ältesten Moorbildungen hier im [[Öderntal]]. Das Größte der drei Hochmoore befindet sich im Westen. Es ist ca. 140 m lang und max. 90 m breit. | ||
Eine Sonderstellung im Flecklmoos nimmt das ''Quellmoor'' ein. Dies besteht nämlich aus zwei artesisch<ref name="artesisch">eine artesische Quelle ist ein natürlicher Austritt von gespannten Grundwasser an der Erdoberfläche</ref> gespeisten Quelltöpfen. | Eine Sonderstellung im Flecklmoos nimmt das ''Quellmoor'' ein. Dies besteht nämlich aus zwei artesisch<ref name="artesisch">eine artesische Quelle ist ein natürlicher Austritt von gespannten Grundwasser an der Erdoberfläche</ref> gespeisten Quelltöpfen. | ||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
== Name == | == Name == | ||
Nach [[Josef Hasitschka]] geht der Name Flecklmoos auf einen ehemaligen Grundbesitzer aus [[Tauplitz]] zurück, der Fleckl hieß. Jedoch finden sich in Tauplitz keine Vulgo-Namen dieses Begriffs. | Nach [[Josef Hasitschka]] geht der Name Flecklmoos auf einen ehemaligen Grundbesitzer aus [[Tauplitz]] zurück, der Fleckl hieß. Jedoch finden sich in Tauplitz keine Vulgo-Namen dieses Begriffs. | ||
==Bilder== | ==Bilder== | ||
{{Bildkat}} | {{Bildkat}} | ||
| Zeile 24: | Zeile 25: | ||
== Quellen== | == Quellen== | ||
{{Quelle Geo}} | {{Quelle Geo}} | ||
* Matz, H.: ''Moore im Öderntal.'' in: ''[[Da schau her]]'', 37. Jg., 2/2016, S 12 [[-]] 16, [[Trautenfels]], [[Verein Schloss Trautenfels]], 2016 | * Matz, H.: ''Moore im Öderntal.'' in: ''[[Da schau her]]'', 37. Jg., 2/2016, S 12 [[-]] 16, [[Trautenfels]], [[Verein Schloss Trautenfels]], 2016 | ||
=== Einzelnachweise === | |||
<references/> | <references/> | ||
| Zeile 33: | Zeile 33: | ||
[[Kategorie:Landschaft]] | [[Kategorie:Landschaft]] | ||
[[Kategorie:Moor]] | [[Kategorie:Moor]] | ||
[[Kategorie:Ramsar-Gebiet]] | |||
[[Kategorie:Ostalpen]] | [[Kategorie:Ostalpen]] | ||
[[Kategorie:Kalkalpen]] | [[Kategorie:Kalkalpen]] | ||
| Zeile 40: | Zeile 40: | ||
[[Kategorie:Ausseerland]] | [[Kategorie:Ausseerland]] | ||
[[Kategorie:Grundlsee]] | [[Kategorie:Grundlsee]] | ||