Haptic: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Kunstprojekt Gloria Sedlak Jost.jpg|thumb|Silva Sedlak (links) und Günter Jost]] | [[Datei:Kunstprojekt Gloria Sedlak Jost.jpg|thumb|Silva Sedlak (links) und Günter Jost]] | ||
[[Datei:Kunstprojekt Gloria Sedlak Jost Annakapelle.jpg|thumb|Silva Sedlak (links) und Günter Jost vor der Annakapelle in Schladming]] | [[Datei:Kunstprojekt Gloria Sedlak Jost Annakapelle.jpg|thumb|Silva Sedlak (links) und Günter Jost vor der Annakapelle in Schladming]] | ||
Die Künstlergruppe '''haptic''' wurde im Jahr [[2006]] von [[Silva Sedlak|Günther Silva Sedlak]], gebürtiger Schladminger und [[Günter Jost]] aus Klagenfurt, Kärnten, gegründet. | Die Künstlergruppe '''haptic''' wurde im Jahr [[2006]] von [[Silva Sedlak|Günther Silva Sedlak]], gebürtiger Schladminger, und [[Günter Jost]] aus Klagenfurt, Kärnten, gegründet. | ||
== Künstlergruppe haptic - G.S. Sedlak | Günter Jost == | == Künstlergruppe haptic - G.S. Sedlak | Günter Jost == | ||
haptic versteht sich als Künstlergruppe, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln und Ansatzpunkten den formalen und gestalterischen Herausforderungen stellt. In einem dialogischen Prozess werden dabei nicht nur formal-künstlerische Aspekte berücksichtigt, sondern auch übergreifende konzeptionelle Sichtweisen entwickelt. Gestaltung wird als Ausdruck und Form (Essenz) des zugrundeliegenden Gedanken- und Empfindungskonzeptes verstanden. Voraussetzung dafür ist eine freie, unverstellte Sicht auf die konkreten Anforderungen des jeweiligen Projekts. Die entsprechenden Zugänge sind dabei sowohl der künstlerisch-gestalterische, als auch der konzeptionell- strategische. Das führt zu einem Cross-Over von Strategie, Architektur, Gestaltung und Kommunikation. | haptic versteht sich als Künstlergruppe, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln und Ansatzpunkten den formalen und gestalterischen Herausforderungen stellt. In einem dialogischen Prozess werden dabei nicht nur formal-künstlerische Aspekte berücksichtigt, sondern auch übergreifende konzeptionelle Sichtweisen entwickelt. Gestaltung wird als Ausdruck und Form (Essenz) des zugrundeliegenden Gedanken- und Empfindungskonzeptes verstanden. Voraussetzung dafür ist eine freie, unverstellte Sicht auf die konkreten Anforderungen des jeweiligen Projekts. Die entsprechenden Zugänge sind dabei sowohl der künstlerisch-gestalterische, als auch der konzeptionell-strategische. Das führt zu einem Cross-Over von Strategie, Architektur, Gestaltung und Kommunikation. | ||
Die Arbeiten der Gruppe haptic sind vielschichtig. Kompromisslos werden verschiedene technische Verfahren und Oberflächenstrukturen miteinander kombiniert. Durch den Einsatz medialer Techniken und fotografischer Materialien kommt es zu einer Auseinandersetzung mit der bildnerischen Tradition. In den künstlerischen Überlegungen beziehen Sedlak und Jost immer die Frage der Materialität unter ganz spezifischen Aspekten mit ein. In den neuen Arbeiten verabschiedet sich haptic komplett von der Idee der Unvereinbarkeit von Darstellungsgrund und der Darstellung selbst. Es gibt nicht länger einen Grund, auf dem Muster und Gestaltungen erscheinen. Die Grenzen zwischen Projektionsfläche und Darstellung werden aufgehoben, die Ebenen verschmelzen akribisch zu einem völlig neuen Geflecht. Ausgangspunkt bilden Fotografien und Texturen, die durch systematische Manipulation immer weiter verändert werden. Das ursprüngliche Bild, die glatte Oberfläche des Bildes, wird durch die Bearbeitungsschritte aufgebrochen, das vermeintlich glatte Ideal zerstört. Das erste Mal wurde dieser Ansatz der Vernähungen in neuen Arbeiten im Oktober 2006 im Museum der Modernen Kunst in Salzburg präsentiert. Die Gruppe haptic gewann den Kunstwettbewerb für die Gestaltung des Sakralraumes im Diakonissenkrankenhaus Schladming (Altarbild und Fenster). | Die Arbeiten der Gruppe haptic sind vielschichtig. Kompromisslos werden verschiedene technische Verfahren und Oberflächenstrukturen miteinander kombiniert. Durch den Einsatz medialer Techniken und fotografischer Materialien kommt es zu einer Auseinandersetzung mit der bildnerischen Tradition. In den künstlerischen Überlegungen beziehen Sedlak und Jost immer die Frage der Materialität unter ganz spezifischen Aspekten mit ein. In den neuen Arbeiten verabschiedet sich haptic komplett von der Idee der Unvereinbarkeit von Darstellungsgrund und der Darstellung selbst. Es gibt nicht länger einen Grund, auf dem Muster und Gestaltungen erscheinen. Die Grenzen zwischen Projektionsfläche und Darstellung werden aufgehoben, die Ebenen verschmelzen akribisch zu einem völlig neuen Geflecht. Ausgangspunkt bilden Fotografien und Texturen, die durch systematische Manipulation immer weiter verändert werden. Das ursprüngliche Bild, die glatte Oberfläche des Bildes, wird durch die Bearbeitungsschritte aufgebrochen, das vermeintlich glatte Ideal zerstört. Das erste Mal wurde dieser Ansatz der Vernähungen in neuen Arbeiten im Oktober 2006 im Museum der Modernen Kunst in Salzburg präsentiert. Die Gruppe haptic gewann den Kunstwettbewerb für die Gestaltung des Sakralraumes im Diakonissenkrankenhaus Schladming (Altarbild und Fenster). | ||