Ostalpen: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:Ostalpen-Westalpen-Untergliederung.PNG|thumb|Ostalpen-Westalpen-Untergliederung]]
[[Datei:Ostalpen-Westalpen-Untergliederung.png|thumb|Ostalpen-Westalpen-Untergliederung]]


Die '''Ostalpen''' sind Teil der [[Alpen]]. Die Gebirgszüge, die  durch die [[Steiermark]] verlaufen, zählt  man zu den Ostalpen.
Die '''Ostalpen''' sind Teil der [[Alpen]]. Die Gebirgszüge, die  durch die [[Steiermark]] verlaufen, zählt  man zu den Ostalpen.
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Die Ostalpen unterteilen sich in:
Die Ostalpen unterteilen sich in:
* ddie Nordalpen: das ist jener Teil der Alpen, der sich als die [[swiki:Nördliche Kalkalpen|swiki:Nördlichen Kalkalpen]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> vom Raum Bodensee über die [[swiki:Salzburger Kalkalpen]], [[swiki:Salzburger Kalkhochalpen]] und den [[swiki:Berchtesgadener Alpen]], das [[Dachsteingebirge]] bis in den Wienerwald zieht
* die Nordalpen: das ist jener Teil der Alpen, der sich als die [[swiki:Nördliche Kalkalpen|swiki:Nördlichen Kalkalpen]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> vom Raum Bodensee über die [[swiki:Salzburger Kalkalpen]], [[swiki:Salzburger Kalkhochalpen]] und den [[swiki:Berchtesgadener Alpen]], das [[Dachsteingebirge]] bis in den Wienerwald zieht
* und die [[swiki:Zentralalpen]]: das ist jener Teil der Alpen, der sich aus der Schweiz (Rätische Alpen, Berninagruppe) und Norditalien (Ortlergruppe) durch Österreich am [[swiki:Alpenhauptkamm]] zieht mit den Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, [[swiki:Hohen Tauern]] und [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]] bis nach Süden zu den Lavanttaler oder Norischen Alpen.
* und die [[swiki:Zentralalpen]]: das ist jener Teil der Alpen, der sich aus der Schweiz (Rätische Alpen, Berninagruppe) und Norditalien (Ortlergruppe) durch Österreich am [[swiki:Alpenhauptkamm]] zieht mit den Ötztaler Alpen, [[swiki:Zillertaler Alpen]], [[swiki:Hohen Tauern]] und [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]] bis nach Süden zu den Lavanttaler oder Norischen Alpen.


== Die Ostalpen heben sich schneller als gedacht ==
== Die Ostalpen heben sich schneller als gedacht ==
Neue Studie zeigt: Der Großteil der heutigen Alpenhöhe entstand erst in den letzten fünf Millionen Jahren – internationale Höhlenforschung entschlüsselt überraschend schnellen Gebirgsaufstieg.
Neue Studie zeigt: Der Großteil der heutigen Alpenhöhe entstand erst in den letzten fünf Millionen Jahren – internationale Höhlenforschung entschlüsselt überraschend schnellen Gebirgsaufstieg.
[[File:Mittlere Ostalpen.png|thumb|Die Mittleren Ostalpen zwischen Reschenpass und Dachsteingebirge.]]


Bisher ging die Geologie davon aus, dass die Ostalpen ihre heutige Höhe über einen Zeitraum von etwa 30 Millionen Jahren sehr langsam erreicht haben. Doch ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universitäten Salzburg und Graz sowie Partnern vom Naturhistorischen Museum Wien, aus Großbritannien und Ungarn präsentiert nun Ergebnisse, die dieses Bild korrigieren. Neue Daten belegen: Ein Großteil der heutigen Gebirgshöhe entstand erst in den letzten drei bis fünf Millionen Jahren – mit einer weitaus höheren Geschwindigkeit als bislang angenommen.
Bisher ging die Geologie davon aus, dass die Ostalpen ihre heutige Höhe über einen Zeitraum von etwa 30 Millionen Jahren sehr langsam erreicht haben. Doch ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universitäten Salzburg und Graz sowie Partnern vom Naturhistorischen Museum Wien, aus Großbritannien und Ungarn präsentiert nun Ergebnisse, die dieses Bild korrigieren. Neue Daten belegen: Ein Großteil der heutigen Gebirgshöhe entstand erst in den letzten drei bis fünf Millionen Jahren – mit einer weitaus höheren Geschwindigkeit als bislang angenommen.
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Die Studie, die kürzlich im renommierten Fachmagazin ''Earth-Science Reviews''<ref>[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0012825225003356 sciencedirect.com], englischsprachiger Artikel</ref> veröffentlicht wurde, ist das Ergebnis des vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts ''ELEvATE''. Das Team nutzte eine außergewöhnliche Zeitkapsel, um die Geschichte der Alpen zu entschlüsseln: tief gelegene Höhlensysteme.
Die Studie, die kürzlich im renommierten Fachmagazin ''Earth-Science Reviews''<ref>[https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0012825225003356 sciencedirect.com], englischsprachiger Artikel</ref> veröffentlicht wurde, ist das Ergebnis des vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts ''ELEvATE''. Das Team nutzte eine außergewöhnliche Zeitkapsel, um die Geschichte der Alpen zu entschlüsseln: tief gelegene Höhlensysteme.


[[File:Alpen zwischen Salzkammergut und Neusiedler See.png|thumb|Mountain ranges of the Alps between Salzkammergut and Lake Neusiedl]].]]
[[Datei:Ostalpen_zwischen_Salzkammergut_und_Neusiedler_See.png|thumb|Gebirgszüge der Alpen zwischen Salzkammergut und Neusiedler See.]]  


=== Höhlensedimente als geologische Zeitzeugen ===
=== Höhlensedimente als geologische Zeitzeugen ===
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Die im Rahmen von ''ELEvATE'' gewonnenen Daten von über 60 Proben aus dem gesamten Ostalpenraum belegen eine deutliche höhere Geschwindigkeit der Hebung als bisher angenommen:
Die im Rahmen von ''ELEvATE'' gewonnenen Daten von über 60 Proben aus dem gesamten Ostalpenraum belegen eine deutliche höhere Geschwindigkeit der Hebung als bisher angenommen:
[[Datei:Rottenmann Rottenmanner Tauern 1957.jpg|thumb|Die [[Rottenmanner Tauern]] in einer Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1957.]]


* Rekordwerte im Westen: In den Gebirgszügen rund um das [[swiki:Salzachtal]] stiegen die Alpen mit über 400 Metern pro Million Jahre am schnellsten auf.
* Rekordwerte im Westen: In den Gebirgszügen rund um das [[swiki:Salzachtal]] stiegen die Alpen mit über 400 Metern pro Million Jahre am schnellsten auf.