Annastollen Bromriesen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. März 2026, 20:43 Uhr

Annastollen Bromriesen

Der Annastollen Bromriesen ist ein stillgelegtes Bergwerk in der ehemaligen Gemeinde Rohrmoos-Untertal, heute Schladming. Er zählt zu den denkmalgeschützten Objekten.

Allgemeines

Der Annastollen Bromriesen befindet sich im Ortsteil Obertal in Rohrmoos-Untertal im Gebiet von Hopfriesen unweit des Nickelmuseums. Der Annastollen stellt dabei den Hauptzugang zum Stollensystem Bromriesen dar und liegt auf einer Seehöhe von 1 226 m ü. A.[1]. Beim Stolleneingang befindet sich der Bildstock beim Annastollen.

Geschichte

Die Geschichte des Bergbaues im Bereich Bromriesen geht ins 16. Jahrhundert zurück, wo im Bereich des Annastollens abgebaut wurde. Der Abbau erfolge zu Beginn mittels der Technik des Feuersetzens und im 17. und 18. Jahrhundert mittels Sprengarbeit. Des weiteren zeigen die Spuren des Abbaus, dass Lagerstätten mit Hilfe von Schläger und Eisen und der Keilhaue gewonnen wurden. Aus dem 19. Jahrhundert sind außerdem Spuren von Untersuchungsarbeiten zu erkennen.[1]. Johann Rudolf Ritter von Gersdorff und dessen Enkel setzten den Abbau von Nickel bis zur Schließung 1876 fort. Aufgrund der Entdeckung großer Nickelvorkommen in Neukaledonien und dem folgenden Preisverfall war der Bergbau in der Bromriesen in der Folge nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben[2].

Touristische Nutzung

Heute wird der Annastollen touristisch genutzt und ist im Sommer durch Führungen des Tourismusverbandes Schladming erlebbar. Die ÖAV Höhlengruppe Schladming hat dieses ehemalige, mittelalterliche Silbererzbergwerk montanrechtlich als Schaustollen adaptiert.

Jeweils Mittwoch und Freitag werden Führungen angeboten. Hierfür ist eine Anmeldung beim Tourismusverband notwendig. Für Gruppen gibt es auch die Möglichkeit eine gesonderte Führung zu machen.

Bilder

Weblink

  • Position auf AMap (korrigierter neuer Link, Datenstand, 22.07.2024)

Quellen

  • Quellen für diesen Artikel können u. a. sein:
  • Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
  • OpenStreetMap (OSM) ist ein freies Projekt, das frei nutzbare Geodaten sammelt, strukturiert und für die Nutzung durch jedermann in einer Datenbank vorhält (Open Data).

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 www.igmc.tu-clausthal.de/fileadmin/homes/Markscheidewesen/PDF/Altbergaukolloquium/7.Kolloquium/V31_WEIss_DOLSAK.pdf - der Link war bei einer Kontrolle am 18. November 2022 nicht mehr abrufbar
  2. ↑ "Bergbau im Obertal", Tourismusverband Schladming-Rohrmoos