Conrad Fankhauser: Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „Franz Fankhauser“ durch „Franz Fankhauser“
Zeile 27: Zeile 27:


=== Ende eines Traditionsbetriebes ===
=== Ende eines Traditionsbetriebes ===
Conrad Fankhauser starb am 25. November 1976 im 89. Lebensjahr und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am [[Friedhof Admont|Friedhof von Admont]] beigesetzt. Erst zwei Jahre zuvor, nach dem Tod seiner Gattin Anna, übergab er den Betrieb seinem Sohn Konrad August. Der damals bereits 51-Jährige war zunächst im elterlichen Betrieb als fotografischer Gehilfe tätig, ehe er im Dezember [[1948]] aus jugoslawischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Über seine Jahre nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] ist wenig bekannt, erst [[1955]] absolvierte er die Meisterklasse für Photographie an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.
Conrad Fankhauser starb am 25. November 1976 im 89. Lebensjahr und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am [[Friedhof Admont|Friedhof von Admont]] beigesetzt. Erst zwei Jahre zuvor, nach dem Tod seiner Gattin Anna, übergab er den Betrieb seinem Sohn [[Konrad Fankhauser|Konrad August]]. Der damals bereits 51-Jährige war zunächst im elterlichen Betrieb als fotografischer Gehilfe tätig, ehe er im Dezember [[1948]] aus jugoslawischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Über seine Jahre nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] ist wenig bekannt, erst [[1955]] absolvierte er die Meisterklasse für Photographie an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.
   
   
Auch Konrad junior verfügte über fachliches Talent, doch gelang es ihm nicht, aus dem Schatten seines dominanten Vaters zu treten. Wohl führte er auch manche Hilfsarbeiten im Atelier durch, sein zugewiesener Aufgabenbereich bestand jedoch in der Führung des Kiosks am Kirchplatz. Über drei Jahrzehnte lang stand der allseits "Kuni" Genannte und immerzu hochprozentigen Getränken Zugeneigte in seinem Verkaufshäuschen und wurde damit zu einem originellen Inventar im Ortsbild von Admont. In den letzten Jahren lebte der zeitlebens unverheiratet gebliebene Konrad mehr schlecht als recht von den zunehmend spärlicher werdenden Einnahmen aus dem Kioskgeschäft und befand sich daher stets in Geldnöten. Dies führte mitunter dazu, dass er die Werke seiner Vorfahren in den Wirtshäusern von Admont verkaufte bzw. an kalten Wintertagen stapelweise deren Fotografien und Filmstreifen im Ofen verbrannte.  
Auch Konrad junior verfügte über fachliches Talent, doch gelang es ihm nicht, aus dem Schatten seines dominanten Vaters zu treten. Wohl führte er auch manche Hilfsarbeiten im Atelier durch, sein zugewiesener Aufgabenbereich bestand jedoch in der Führung des Kiosks am Kirchplatz. Über drei Jahrzehnte lang stand der allseits "Kuni" Genannte und immerzu hochprozentigen Getränken Zugeneigte in seinem Verkaufshäuschen und wurde damit zu einem originellen Inventar im Ortsbild von Admont. In den letzten Jahren lebte der zeitlebens unverheiratet gebliebene Konrad mehr schlecht als recht von den zunehmend spärlicher werdenden Einnahmen aus dem Kioskgeschäft und befand sich daher stets in Geldnöten. Dies führte mitunter dazu, dass er die Werke seiner Vorfahren in den Wirtshäusern von Admont verkaufte bzw. an kalten Wintertagen stapelweise deren Fotografien und Filmstreifen im Ofen verbrannte.