Admont: Unterschied zwischen den Versionen
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* Mit der ersten Erwähnung Admonts aus dem Jahr [[859]] als ''Ademundi vallis'' ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark. | * Mit der ersten Erwähnung Admonts aus dem Jahr [[859]] als ''Ademundi vallis'' ist eine der ältesten Siedlungen der Steiermark. | ||
* Am [[7. Dezember]] [[1005]] schenkte König Heinrich II. dem Salzburger Erzbischof [[swiki:Hartwig]] das Gut Admont im Ennstal, das nach dessen Tod dem Salzburger [[swiki:Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] zufallen soll.<ref> | * Am [[7. Dezember]] [[1005]] schenkte König Heinrich II. dem Salzburger Erzbischof [[swiki:Hartwig]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> das Gut Admont im Ennstal, das nach dessen Tod dem Salzburger [[swiki:Erzabtei St. Peter|swiki:Stift St. Peter]] zufallen soll.<ref>[https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASP/Urkunden/fond?block=1 monasterium.net, Bestand: St. Peter, Archiv der Erzabtei (1005–1981)]</ref> | ||
* Das [[Benediktinerstift Admont]] wurde [[1074]] von Benediktinern des Salzburger | * Das [[Benediktinerstift Admont]] wurde [[1074]] von Benediktinern des Salzburger Stifts St. Peter]] gegründet. | ||
* | * [[1443]] erhielt das Stift als damaliger Sitz des Hofgerichts das Marktrecht. Doch es kam zu einer Trennung der geistlichen und weltliche Gewalt, wodurch das Marktrecht und vermutlich auch das Wappen des Stifts an die Marktgemeinde Admont überging. 1443 erhielt [[Äbte von Admont|Abt]] [[Andreas von Stettheim]] von Kaiser [[Friedrich IV.]] das Privileg eines Wochenmarktes in Admont. Der erste [[Märkte zur Zeit der österreichischen Kaiser|Markt zur Zeit der österreichischen Kaiser]] fand alljährlich am [[3. Februar]], der zweite am Montag nach [[Fronleichman]], der dritte am ersten Montag im [[Oktober]] mit Viehmarkt statt. | ||
* Am [[27. April]] [[1865]] zerstörte ein [[Admonter Großbrand 1865|Großbrand]] 22 Häuser des Marktes und forderte sieben Menschenleben. Vom Brand wurde auch das | * Am [[27. April]] [[1865]] zerstörte ein [[Admonter Großbrand 1865|Großbrand]] 22 Häuser des Marktes und forderte sieben Menschenleben. Vom Brand wurde auch das [[barock]]e Stift stark betroffen, von dem nur die [[Stiftsbibliothek Admont|Bibliothek]] erhalten blieb. So musste es auf den Grundmauern neu aufgebaut werden und erhielt mit dem heutigen [[Blasius-Münster]] den ersten großen neugotischen Sakralbau Österreichs (Auszug über den Brand siehe auch "[[Der Tourist in Admont]]"). | ||
* Am [[20. August]] [[1872]] wurde das von Weyer nach [[Rottenmann]] führende Teilstück der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] eröffnet und brachte für Admont eine schlagartige Zunahme des [[Fremdenverkehr]]s. Dazu entstand mit dem Telegraphennetz ein neues Kommunikationsmittel im [[Ennstal]].<ref> | * Am [[20. August]] [[1872]] wurde das von Weyer nach [[Rottenmann]] führende Teilstück der [[Kronprinz-Rudolf-Bahn]] eröffnet und brachte für Admont eine schlagartige Zunahme des [[Fremdenverkehr]]s. Dazu entstand mit dem Telegraphennetz ein neues Kommunikationsmittel im [[Ennstal]].<ref name="Jubiläumsbuch">[[100 Jahre Energieversorgung im Benediktinerstift Admont: vom ersten Elektrizitätswerk 1911 bis zur ENVESTA 2011]]</ref> | ||
* Im Jahr [[1900]] zählt man in der Marktgemeinde Admont (damals noch ohne Aigen und Krumau) | * Am [[10. November]] [[1894]] wurde eine (die?) [[Eröffnung einer Wasserleitung in Admont|neue Wasserleitung]] feierlich eröffnet. | ||
* Im Jahr [[1900]] zählt man in der Marktgemeinde Admont (damals noch ohne [[Aigen (Admont)|Aigen]] und [[Krumau]]) 1151 Häuser und 1 167 Einwohner; in Aigen gab es 1101 Häuser mit 4071 Bewohnern, in Krumau 961 Häuser mit 4111 Bewohnern.<ref name="Jubiläumsbuch" /> | |||
* [[1906]] besuchte Kaiser [[Franz Joseph I.]] Admont und Hall. | * [[1906]] besuchte Kaiser [[Franz Joseph I.]] Admont und Hall. | ||
* [[1910]] gab es u. a. den [[Gasthof zur Post (Admont)|Gasthof zur Post]] (Besitzer | * [[1910]] gab es u. a. den [[Gasthof zur Post (Admont)|Gasthof zur Post]] (Besitzer [[Ludwig Großauer]]) sowie die Unterkunft "Zum Buchbinder". J. Ertl, Schlosser, bot Reparaturarbeiten an Automobilen an und der Kaufmann G. Gumpelmeier verkauft ''Autosolin'' (Treibstoff) und Öle.<ref>{{Quelle OEAC1910}}</ref> | ||
* Am [[15. Mai]] [[1927]] fand in Admont eine Arbeiterdemonstration statt. Es ging darum, dass 150 Forstarbeiter des | * Am [[15. Mai]] [[1927]] fand in Admont eine Arbeiterdemonstration statt. Es ging darum, dass 150 Forstarbeiter des Stiftes Admont gemäß L.G.Blatt Nr.120/1921, an diesem Tage auf eine außerordentliche Entlohnung in der Höhe von 25 % des Jahreslohnes Anspruch hatten, da sie fünf Jahre ununterbrochen beim Stifte gearbeitet hatten. Doch das Stift hatte diese 150 Forstarbeiter gekündigt, um die Auszahlung dieser Prämie nicht leisten zu müssen. Die Kündigung erfolgte einige Tage vor der Vollendung der fünf-Jahres-Frist. An der am 15. Mai stattgefundenen Demonstration nahmen etwa 1 000 Arbeitern und deren Frauen teil. 56 Männer des republikanischen Schutzbunds in Uniform aus [[Hieflau]] und [[Rottenmann]] nahmen ebenfalls an der Demonstration teil<ref>[http://korso.at/content/view/2842/186/ korso.at] abgefragt am 13. Mai 2013</ref>. | ||
* [[1940]] gabt es in Admont und Hall 67 Telefonanschlüsse, davon vier im Zuständigkeitsbereich der "Treuhand-Verwaltung Stift Admont". Das Elektrizitätswerk war unter der Nr. 4, die Kanzlei des Treuhandverwalters unter der Nr. 12 und das Waldamt unter der Nr. 37 erreichbar; die Sägeverwaltung und das Schafferamt teilten sich den Anschluss Nr. 15. <ref | * [[1940]] gabt es in Admont und Hall 67 Telefonanschlüsse, davon vier im Zuständigkeitsbereich der "Treuhand-Verwaltung Stift Admont". Das Elektrizitätswerk war unter der Nr. 4, die Kanzlei des Treuhandverwalters unter der Nr. 12 und das Waldamt unter der Nr. 37 erreichbar; die Sägeverwaltung und das Schafferamt teilten sich den Anschluss Nr. 15.<ref name="Jubiläumsbuch" />. | ||
* Am Samstag, den [[1. Juni]] [[1946]] gastierten mit einer Sondervorstellung " | * Im [[Zweiten Weltkrieg]] war Admont durch die Stationierung des Verbands 802 der Spezialeinheit 800 "Brandenburg" ein kleines militärisches Zentrum, das nach dem Ende des Krieges zur britischen Besatzungszone gehörte. Die britische Militärverwaltung errichtete auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein Lager für bis zu 2 000 jüdische [[siwki:Displaced Persons]] (DP) eingerichtet. Während des Krieges gab es das [[NS-Arbeitslager Frauenberg]]. | ||
* Am Samstag, den [[1. Juni]] [[1946]] gastierten mit einer Sondervorstellung "Elsa Balster und Fred Raul, das Buffopaar, von dem man spricht. Alfred Friedrich plaudert am Flügel, Toni Baiton, der unerreichte Hexer, und weitere prominente Künstler. Von diesem Programm werden Sie restlos begeistert sein." hieß es in der Ankündigung der Veranstaltung, die in der Turnhalle stattfand.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19460601&query=%22Schmidh%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], "Arbeiterwille", Ausgabe vom 1. Juni 1946, Seite 8</ref> | |||
* Am [[26. Oktober]] [[2003]] wurde Admont eine Nationalparkgemeinde des [[Nationalpark Gesäuse|Nationalparks Gesäuse]].<noinclude> | * Am [[26. Oktober]] [[2003]] wurde Admont eine Nationalparkgemeinde des [[Nationalpark Gesäuse|Nationalparks Gesäuse]].<noinclude> | ||