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→Geschichte: die Information, ob der Grimming der höchste Berggipfel der Steiermark war, zum neuen Artikel über den Hauptgipfel - um den es wohl bei dieser Frage geht
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
=== Hat Piccolomini den Grimming für den höchsten Berg der Steiermark gehalten? ===
=== Hat Piccolomini den Grimming für den höchsten Berg der Steiermark gehalten? ===
Bis in jüngste Zeit konnte man in diversen Publikationen die Behauptung finden, dass die ehrenvolle (wenn auch unzutreffende) Bezeichnung des Grimming als ''Mons Styriae maximus et altissimus'' (größter und höchster Berg der Steiermark) von Enea Silvio Piccolomini – dem späteren Papst Pius II. – geprägt worden sei. Piccolomini war vom Jänner [[1455]] bis zum August [[1458]], damals schon Bischof von Siena, auch Pfründeninhaber (''Commendator'') der [[Katholische Pfarre Irdning|Pfarre Irdning]]; daran knüpfte sich die Vorstellung, dass er einmal höchstpersönlich hier gewesen sei und dass ihn die majestätische Erscheinung des Grimming tief beeindruckt habe.
Siehe dazu im Artikel über den [[Grimming (Hauptgipfel)|Hauptgipfel]], eben ''den höchsten Berg''[gipfel].
 
Hierfür gibt es allerdings keinen wie immer gearteten Beleg: In den zahlreichen Briefen und in der ausführlichen Autobiographie des Kirchenfürsten ist nicht der geringste Hinweis auf einen Aufenthalt im Ennstal zu finden, und der Grimming wird in keiner von Piccolominis Schriften an irgendeiner Stelle auch nur andeutungsweise erwähnt.
 
Zu diesem an und für sich schon eindeutigen Befund kommen noch zwei aussagekräftige Textstellen, die es vollends als ausgeschlossen erscheinen lassen, dass sich Piccolomini jemals selbst im [[Ennstal]] aufgehalten und den Grimming mit eigenen Augen gesehen hätte.
 
In seiner detaillierten geografisch-historischen Beschreibung von Europa, die er 1458 (also in jenem Jahr, in dem er zum Papst gewählt wurde) fertig gestellt hat, ist auch der Steiermark ein eigener Abschnitt gewidmet. Dort werden als deren "bedeutendere" Flüsse nur die Mur und (als wichtigstes Gewässer des Unterlandes) die Drau genannt. Die Enns kommt hingegen an einer ganz anderen Stelle in Verbindung mit der (für den Autor offenbar unbeantwortbaren) Frage vor, ob sie oder der Inn als Grenzfluss zwischen Österreich und Bayern anzusehen sei. Wäre Piccolomini jemals im Ennstal gewesen, so hätte sich eine solche Frage entweder für ihn erst gar nicht gestellt oder er hätte sie klar und deutlich beantwortet.
 
In dem erwähnten Kapitel über die Steiermark wird auf einen einzigen Berg ausdrücklich Bezug genommen, aber nicht etwa auf einen der alpinen Riesen des Oberlandes, sondern auf den Grazer Schlossberg, den Piccolomini durch seinen Aufenthalt am Kaiserhof recht gut gekannt und mit folgenden Worten gewürdigt hat: "Mitten aus der Ebene der Felder steigt ein ungeheurer Hügel empor, auf allen Seiten frei stehend, dessen Gipfel eine Burg trägt, die durch die Natur des Platzes befestigt und zu königlicher Großartigkeit erhoben ist."
 
Das also war das singuläre "Berg-Erlebnis" des prominenten Südländers in der Steiermark; den Grimming kann er demnach nie gesehen haben. Dessen klangvolle Bezeichnung als größter und höchster Berg des Landes stammt natürlich auch nicht von Piccolomini: Sie ist erstmals auf der Steiermark-Karte des Topographen [[Georg Matthäus Vischer]] von [[1678]] zu finden.<ref>Autor Dr. [[Johann Tomaschek]], [[Stiftsarchiv Admont|Stiftsarchivar]] des [[Benediktinerstift Admont|Benediktinerstifts Admont]], in einem E-Mail am 17. September 2012 an Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]]</ref>   


=== Erstbesteigungen ===
=== Erstbesteigungen ===