Max Gerstle: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Kaiserlicher Rat, Oberschützenmeister Max Gerstle.jpg|mini|Kaiserlicher Rat, Oberschützenmeister Max Gerstle]] | {{Quellenangabe}}[[Datei:Kaiserlicher Rat, Oberschützenmeister Max Gerstle.jpg|mini|Kaiserlicher Rat, Oberschützenmeister Max Gerstle]] | ||
Kaiserlicher Rat, Oberschützenmeister '''Max Gerstle''' senior (* [[12. Mai]] [[1843]] in Wien; † [[23. April]] [[1923]] ebenda) war ein österreichischer Industrieller und einer der bedeutendsten Persönlichkeiten im österreichischen Schützenwesen. | |||
== Familie == | |||
Max Gerstle kam als Kind von Ignaz Isak Gerstle (* [[4. Juli]] [[1809]] in Fellheim, Schwaben; † [[4. Februar]] [[1896]] in Wien), Bezirksvorsteher vom Alsergrund, Wien, und Therese Gerstle (* [[22. September]] [[1808]]; † [4. August]] [[1894]] in [[Admont]]) zur Welt. Im Jahr [[1865]] verlobt er sich mit Leopoldine von Flesch-Brunningen, Tochter von Isidor Vincenz Flesch. Die beiden hatten zwei Kinder, Max Isidor und Adele. | |||
== Familie == | == Bezug der Familie Gerstle zu Admont == | ||
Gerstle kam [[1873]] nach Admont und gründete die [[Dampfsäge Admont]]. [[1892]] erfolgte der Bau des [[Leopoldinenbrunnen (Admont)|Leopoldinenbrunnes]] vor seinem Haus am heutigen [[Dr. Genger-Platz (Admont)|Dr. Genger-Platz]]. Das villenartige Gebäude kaufte er im Jahr [[1873]] vom späteren Admonter [[Bürgermeister der Marktgemeinde Admont|Bürgermeister]] [[Mathias Wilfinger]]. Er verkaufte sein Haus [[1907]] an den Gemeindearzt Dr. [[Josef Genger senior]]. | |||
Im Jahr | |||
[[Datei:Img20250628 16241225.jpg|mini|Die Villa Gerstle (heute: Dr.-Genger-Villa)]] | |||
Im Jahr [[1878]] kaufte Max Gerstle das Sorger-Haus (heute Penny-Markt) für seine Eltern. [[1893]] erfolgt ein Neubau des [[Historische Gebäude in Admont|Sorger-Hauses]], welches nach dem Tod seiner Eltern seinem Sohn [[Max Gerstle junior]] und dessen Frau Helene als Unterkunft diente. Der junge Max Gerstle war Direktor der Dampfsäge und gründete [[1896]] die [[I. Steiermärkische Torfstrei und Torfmull-Fabrik in Admont]] ("Krumauer Moor"), welche er jedoch [[1899]] an Karl a. Zschörner & Comp verkaufen musste. | |||
Im Jahr [[1900]] baute Max Gerstle senior die erste elektrische Beleuchtungsanlage in Admont. Das "Grazer Volksblatt" schreibt dazu im Mai 1900: | |||
Gerstle | <blockquote>''Seit Beginn dieses Monats ist Admont so glücklich, elektrische Beleuchtung zu besitzen. Die zentrale für Kraft und Licht befindet sich in der Dampfsägefabrik des Herrn Gerstle, dessen Rührigkeit und Unternehmungsgeist wir diesen Fortschritt zu verdanken haben. Besonders wohlthätig für die vielen Fremden dürften die ganznächtigen Lampen auf den Straßen und Plätzen mit Rücksicht auf die nächtlichen Eilzüge sein. Das [[Stift Admont|Stift]] hat die elektrische Beleuchtung auf dem Musikchor, in der Kirche und in den sonstigen größeren Lokalitäten eingeführt.</blockquote> | ||
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Nach dem Tod seiner Frau Leopoldine im Jahr [[1903]] und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkaufte er die Dampfsäge im Jahr 1904 an Karl Fürst Schwarzenberg. | |||
Die Familie Gerstle ist in der Familiengruft am [[Friedhof Admont|Admonter Friedhof]] beerdigt. | |||
Die | |||
Gerstle war nicht nur wirtschaftlich sehr bedeutend, er gründete nach seiner Ankunft in Admont auch den [[Leseverein Admont]] sowie den [[Schützenverein Admont]]. Status quo die ältesten bekannten Vereine in Admont. | Gerstle war nicht nur wirtschaftlich sehr bedeutend, er gründete nach seiner Ankunft in Admont auch den [[Leseverein Admont]] sowie den [[Schützenverein Admont]]. Status quo die ältesten bekannten Vereine in Admont. | ||
1906 empfing Gerstle [[Franz Josef I. | [[1906]] empfing Gerstle Kaiser [[Franz Josef I.]] am Bahnhof in Admont. Die Zeitung "Die Zeit" schreibt dazu 1906: | ||
Konversation des Kaisers mit kais. Rat Gerstle am [[Bahnhof Admont|Admonter Bahnhof]] - Der Kaiser wandte sich an Gerstle, gab seinem Vergnügen Ausdruck, ihn wiederzusehen, und sagte, dass es ihm zu besonderer Befriedigung gereiche, dass das Schießen in München so gut ausgefallen sei und so schön geendet habe. Kais. Rat Gerstle erwiderte: | <blockquote>''Konversation des Kaisers mit kais. Rat Gerstle am [[Bahnhof Admont|Admonter Bahnhof]] - Der Kaiser wandte sich an Gerstle, gab seinem Vergnügen Ausdruck, ihn wiederzusehen, und sagte, dass es ihm zu besonderer Befriedigung gereiche, dass das Schießen in München so gut ausgefallen sei und so schön geendet habe. Kais. Rat Gerstle erwiderte: "Wir haben an München schon im Vorhinein große Erwartungen geknüpft, aber alle unsere Voraussichten wurden durch die Tatsachen weitaus übertroffen." - "Ja, Sie haben aber auch Ihre Sache sehr gut gemacht", bemerkte der Kaiser. | ||
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Auszeichnungen | == Auszeichnungen == | ||
1885 - Wahl zum Union Baugesellschaft Präsident. <br> | 1885 - Wahl zum Union Baugesellschaft Präsident. <br> | ||
1886 - Verleihung Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens. <br> | 1886 - Verleihung Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens. <br> | ||
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1909 – Die französische Regierung hat dem Oberschützenmeister, kaiserlichen Rat Max Gerstle, das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion verliehen.<br> | 1909 – Die französische Regierung hat dem Oberschützenmeister, kaiserlichen Rat Max Gerstle, das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion verliehen.<br> | ||
1912 – Verleihung des Ordens der Eisernen Krone durch Kaiser Franz Joseph.<br> | 1912 – Verleihung des Ordens der Eisernen Krone durch Kaiser Franz Joseph.<br> | ||
1921 - Gerstle wird Oberschützenmeister des Wiener Schützenvereins als Nachfolger von [[Karl Trautmansdorff]]. | 1921 - Gerstle wird Oberschützenmeister des Wiener Schützenvereins als Nachfolger von [[Karl Trautmansdorff]]. | ||
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[[Kategorie:Person]] | |||
[[Kategorie:Person (Geschichte)]] | |||
[[Kategorie:Unternehmer]] | |||
[[Kategorie:Admont]] | |||
[[Kategorie:Geboren 1843]] | |||
[[Kategorie:Gestorben 1923]] | |||