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Das '''Koppental''' ist ein Engtal im [[Salzkammergut]] an der [[oberösterreich]]isch-[[Steiermark|steirischen]] Grenze und zwischen Obertraun und [[Bad Aussee]]. | Das '''Koppental''' ist ein Engtal im [[Salzkammergut]] an der [[oberösterreich]]isch-[[Steiermark|steirischen]] Grenze und zwischen [[Obertraun]] und [[Bad Aussee]]. | ||
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Durch das von der [[Koppentraun]] gebildete tiefe Tal | Durch das von der [[Koppentraun]] gebildete tiefe Tal führen die [[Salzkammergutbahn]] und die [[L 701 Koppentalstraße]] über den [[Koppenpass]]. Im Jahr [[2011]] wurde zwischen Bad Aussee und Obertraun ein eigener Radweg entlang der Koppentraun gebaut. Der [[R 19 Salzkammergut-Radweg]] führt entlang der Koppentalstraße. | ||
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* [[Koppentraunstrecke vom Austeg flussabwärts bis zur Landesgrenze]] | |||
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[[Datei:Koppentraun-3100-2021-06-08.jpg|thumb|An der Koppentraun]] | |||
Das Koppental wurde vermutlich bereits vor der Eiszeit von der [[Traun]] eingeschnitten. Entlang einer tektonischen Störungszone innerhalb des [[Dachsteinkalk]]s und dessen [[Liegendes|Liegendschichten]] aus [[Hauptdolomit|Haupt-]] und [[Wettersteindolomit]], bildete sich ursprünglich ein enges Kerbtal. Da das Tal während der Eiszeit meist durch Unmengen an Gletschermassen verstopft war, kam es zu keiner Umformung in ein Trogtal. Das Tal behielt seinen V-förmigen Querschnitt bis heute. Die Eisströme aus dem [[Ausseer Becken]] flossen in Richtung Westen in das Becken von Bad Goisern und jene direkt vom [[Dachsteinplateau]] über den Hallstätter See. Der stärkste Eiszustrom war immer schon der [[Hallstätter Gletscher]]. Grund dafür ist, dass das Dachsteinplateau in seinem Nährgebiet ca. 500 m höher liegt als im restlichen Plateaubereich. Auch die meteorologische Staulage begünstigte die Situation. Als die Eismassen vom [[Toten Gebirge]] bereits abschmolzen, bestanden jene im Koppental und um den Hallstätter See noch immer. Deshalb flossen die Schmelzwässer in Richtung [[Mitterndorfer Becken]] ab. | |||
Die [[Ausseer Nagelfluh]] ist ein Relikt der Eiszeit. Im Bereich des [[Bahnhof Bad Aussee|Bahnhofes Bad Aussee]] und an der Kläranlage sind diese [[Konglomerat]]e am rechten Prallhang der Koppentraun bis zu 40 m mächtig aufgeschlossen. | |||
== Archäologie == | |||
Im Sommer [[2006]] wurde ein [[Bronzezeitlicher Siedlungsplatz im Koppental|bronzezeitlicher Siedlungsplatz]] im Koppental entdeckt. | |||
==Wanderweg durch das Koppental== | ==Wanderweg durch das Koppental== | ||
Höhenunterschied: 100 m; Distanz: 12,5 km. | |||
[[Datei:Salzkammerweg-3101-2021-06-08.jpg|thumb|Am [[Salzkammerweg]] im Koppental.]] | |||
Der Weg ist ein Teilstück des [[Salzkammerweg]]es und beginnt am Bahnhof Bad Aussee. Von dort überqueren wir die Koppentraun über den [[Austeg (Bad Aussee)|Austeg]] und wandern auf einer [[Forststraße]] bergauf in und durch die Ortschaft [[Sarstein (Bad Aussee)|Sarstein]]. | |||
Der Weg | Der Weg führt an der [[Schutzhütte Koppental]] vorbei, die eine Unterstandsmöglichkeit bietet. Weiter geht es über eine [[Hängebrücke Koppental]] in Richtung Obertraun, durch das Koppental, durch einen alten ehemaligen [[Salzkammergutbahn|Eisenbahntunnel]] von dort bis zum Eingang der Koppenbrüller Höhle, eine aktive Wasserhöhle mit einer großen [[Karst]]<nowiki>quelle</nowiki>. | ||
==Sehenswertes== | ==Sehenswertes== | ||
[[Bahnbau-Kapelle]] | [[Bahnbau-Kapelle]] und [[Hängebrücke Koppental]], | ||
==Weblink== | ==Weblink== | ||
* Position auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.7332,47.5781/zoom/14.1/basis/karte/compare/epo_1 AMap] (03.03.2025 ) | * Position auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.7332,47.5781/zoom/14.1/basis/karte/compare/epo_1 AMap] (03.03.2025 ) | ||
== Quellen== | == Quellen== | ||
* Lobitzer, H.: "Geologische Spaziergänge. Ausseerland – Salzkammergut", Wien, Geologische Bundesanstalt, 2011 | |||
* [http://www.wandern-dachstein.at/wanderroute/detail/koppental-wanderweg/ Salzkammergut-Wandern] | |||
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Version vom 11. März 2025, 18:47 Uhr


Das Koppental ist ein Engtal im Salzkammergut an der oberösterreichisch-steirischen Grenze und zwischen Obertraun und Bad Aussee.
Geografie
Durch das von der Koppentraun gebildete tiefe Tal führen die Salzkammergutbahn und die L 701 Koppentalstraße über den Koppenpass. Im Jahr 2011 wurde zwischen Bad Aussee und Obertraun ein eigener Radweg entlang der Koppentraun gebaut. Der R 19 Salzkammergut-Radweg führt entlang der Koppentalstraße.
Geschützter Landschaftsteil
Geologie

Das Koppental wurde vermutlich bereits vor der Eiszeit von der Traun eingeschnitten. Entlang einer tektonischen Störungszone innerhalb des Dachsteinkalks und dessen Liegendschichten aus Haupt- und Wettersteindolomit, bildete sich ursprünglich ein enges Kerbtal. Da das Tal während der Eiszeit meist durch Unmengen an Gletschermassen verstopft war, kam es zu keiner Umformung in ein Trogtal. Das Tal behielt seinen V-förmigen Querschnitt bis heute. Die Eisströme aus dem Ausseer Becken flossen in Richtung Westen in das Becken von Bad Goisern und jene direkt vom Dachsteinplateau über den Hallstätter See. Der stärkste Eiszustrom war immer schon der Hallstätter Gletscher. Grund dafür ist, dass das Dachsteinplateau in seinem Nährgebiet ca. 500 m höher liegt als im restlichen Plateaubereich. Auch die meteorologische Staulage begünstigte die Situation. Als die Eismassen vom Toten Gebirge bereits abschmolzen, bestanden jene im Koppental und um den Hallstätter See noch immer. Deshalb flossen die Schmelzwässer in Richtung Mitterndorfer Becken ab.
Die Ausseer Nagelfluh ist ein Relikt der Eiszeit. Im Bereich des Bahnhofes Bad Aussee und an der Kläranlage sind diese Konglomerate am rechten Prallhang der Koppentraun bis zu 40 m mächtig aufgeschlossen.
Archäologie
Im Sommer 2006 wurde ein bronzezeitlicher Siedlungsplatz im Koppental entdeckt.
Wanderweg durch das Koppental
Höhenunterschied: 100 m; Distanz: 12,5 km.

Der Weg ist ein Teilstück des Salzkammerweges und beginnt am Bahnhof Bad Aussee. Von dort überqueren wir die Koppentraun über den Austeg und wandern auf einer Forststraße bergauf in und durch die Ortschaft Sarstein.
Der Weg führt an der Schutzhütte Koppental vorbei, die eine Unterstandsmöglichkeit bietet. Weiter geht es über eine Hängebrücke Koppental in Richtung Obertraun, durch das Koppental, durch einen alten ehemaligen Eisenbahntunnel von dort bis zum Eingang der Koppenbrüller Höhle, eine aktive Wasserhöhle mit einer großen Karstquelle.
Sehenswertes
Bahnbau-Kapelle und Hängebrücke Koppental,
Weblink
- Position auf AMap (03.03.2025 )
Quellen
- Lobitzer, H.: "Geologische Spaziergänge. Ausseerland – Salzkammergut", Wien, Geologische Bundesanstalt, 2011
- Salzkammergut-Wandern
- Austrian Map, Teil der Österreichischen Karte des Bundesamts für Eich- Vermessungswesen (BEV), im Internet unter maps.bev.gv.at abrufbar.
- GIS (gis.stmk.gv.at Grenzen - Regionale Gliederung)