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Helmut Zeitlinger und Heinz Diemel aus Gmunden verstiegen sich auf dem Steinerweg durch die Dachstein-Südwand. Der Sepp sah die beiden von der Südwandhütte im schwierigen Gelände klettern, ehe sie von dunklen Wolken verschluckt worden waren, die einen Wettersturz einleiteten. Er sollte die beiden als Letzer noch lebend gesehen haben ... Helmut Zeitlinger wurde vierzehn Tage später am Fuße der Wand und zwar am 29. Juni 1947 von Sepp und Richard Perner geborgen. Doch wo war sein Seilgefährte Heinz Diemel?
Helmut Zeitlinger und Heinz Diemel aus Gmunden verstiegen sich auf dem Steinerweg durch die Dachstein-Südwand. Der Sepp sah die beiden von der Südwandhütte im schwierigen Gelände klettern, ehe sie von dunklen Wolken verschluckt worden waren, die einen Wettersturz einleiteten. Er sollte die beiden als Letzer noch lebend gesehen haben ... Helmut Zeitlinger wurde vierzehn Tage später am Fuße der Wand und zwar am 29. Juni 1947 von Sepp und Richard Perner geborgen. Doch wo war sein Seilgefährte Heinz Diemel?
Schon am darauf folgenden Morgen weckte der Richard den Sepp, der auf der Schlitzenalm nächtigte. Der Sepp war erstens noch todmüde von der Rettungsaktion am Vortag und zweitens war es ihm noch hundsübel, nachdem er Rührmilch von der Walcher Elli mit einem Honigschnapserl kombinierte, welches ihm die Gsenger Vroni auf die Alm gebracht hatte. Doch der Richard meinte barsch: „Bist du nun bei der Bergrettung oder bist du es nicht!?!" So stiegen die beiden am 30. Juni in den Steinerweg ein, um nach dem in der Wand Verbliebenen zu suchen und kletterten dann den direkten Ausstieg (Kutroff-Häntschel, Schwierigkeitsgrad V+), wo sie den Verunglückten vermuteten. Der Sepp konnte als Seilerster das „rettende Band" gerade nicht erreichen, musste mangels einer Seilschlinge einen Haken auslassen und stürzte 20 Meter ins Seil! Richard hielt, der Sepp blieb „ganz" und versuchte es, obwohl er alle Knochen spürte, nochmals und gelangte auf das Band. Ein frisch geschlagener Haken bewies, dass die Gmundener Bergsteiger dieses Band noch betreten hatten. Er suchte nach beiden Seiten, vermutete rechts vor ihm den Verunglückten - jedoch reichte das Seil nicht. Da sich aber nichts regte und bewegte, wurde es dringend notwendig den Rückzug anzutreten. Man hätte ja nur noch einen Toten zu bergen gehabt....
Schon am darauf folgenden Morgen weckte der Richard den Sepp, der auf der [[unteren Schlitzenalm]] nächtigte. Der Sepp war erstens noch todmüde von der Rettungsaktion am Vortag und zweitens war es ihm noch hundsübel, nachdem er Rührmilch von der Walcher Elli mit einem Honigschnapserl kombinierte, welches ihm die Gsenger Vroni auf die Alm gebracht hatte. Doch der Richard meinte barsch: „Bist du nun bei der Bergrettung oder bist du es nicht!?!" So stiegen die beiden am 30. Juni in den Steinerweg ein, um nach dem in der Wand Verbliebenen zu suchen und kletterten dann den direkten Ausstieg (Kutroff-Häntschel, Schwierigkeitsgrad V+), wo sie den Verunglückten vermuteten. Der Sepp konnte als Seilerster das „rettende Band" gerade nicht erreichen, musste mangels einer Seilschlinge einen Haken auslassen und stürzte 20 Meter ins Seil! Richard hielt, der Sepp blieb „ganz" und versuchte es, obwohl er alle Knochen spürte, nochmals und gelangte auf das Band. Ein frisch geschlagener Haken bewies, dass die Gmundener Bergsteiger dieses Band noch betreten hatten. Er suchte nach beiden Seiten, vermutete rechts vor ihm den Verunglückten - jedoch reichte das Seil nicht. Da sich aber nichts regte und bewegte, wurde es dringend notwendig den Rückzug anzutreten. Man hätte ja nur noch einen Toten zu bergen gehabt....
... und es war jenes Band, das sieben Jahre später, am 14.8.1954, [[Bernhard Stücklschweiger]], Bergführer u. Bergrettungsdienstmann aus der Ramsau, mit Bergführer [[Sepp Moosbrugger]]  auf dieser selten begangenen Route erreichten. Durch einen Zufall entdeckten sie den vermissten Bergsteiger in einer Nische hockend, nach welchem übrigens auch der Steiner Irg, der die Wand wie kein anderer kannte, jahrelang suchte und Ausschau hielt.<br />
... und es war jenes Band, das sieben Jahre später, am 14.8.1954, [[Bernhard Stücklschweiger]], Bergführer u. Bergrettungsdienstmann aus der Ramsau, mit Bergführer [[Sepp Moosbrugger]]  auf dieser selten begangenen Route erreichten. Durch einen Zufall entdeckten sie den vermissten Bergsteiger in einer Nische hockend, nach welchem übrigens auch der Steiner Irg, der die Wand wie kein anderer kannte, jahrelang suchte und Ausschau hielt.<br />