Pest: Unterschied zwischen den Versionen
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Eysalar, Georg von Rottenmann, Magister und Senior, P. Johann Pellifex, P. Johann, Priester und Lehrer der Jungherren, Johann Metz, Unterpfarrer, der Subdialcon Augustin, die beiden Akolithen Kaspar und Philipp, der Novize Leonhard und die beiden Laienbrüder Ulrich und Rudolf. Auch die Admonter Nonne Margaretha Walkassin wurde Opfer der Pest in diesem Jahr. Die Admonter Totenbücher schreiben daher zu diesem Jahr: "''O tempus lugubrissimum''" — "O traurigste Zeit" | Eysalar, Georg von Rottenmann, Magister und Senior, P. Johann Pellifex, P. Johann, Priester und Lehrer der Jungherren, Johann Metz, Unterpfarrer, der Subdialcon Augustin, die beiden Akolithen Kaspar und Philipp, der Novize Leonhard und die beiden Laienbrüder Ulrich und Rudolf. Auch die Admonter Nonne Margaretha Walkassin wurde Opfer der Pest in diesem Jahr. Die Admonter Totenbücher schreiben daher zu diesem Jahr: "''O tempus lugubrissimum''" — "O traurigste Zeit" | ||
Nicht einmal 100 Jahre später forderte die Pest im November [[1570]] im benachbarten [[ | Nicht einmal 100 Jahre später forderte die Pest im November [[1570]] im benachbarten [[Sankt Gallen]], [[1585]] in der Stiftspfarre Landl und [[1625]] abermals im [[Admonttal]] weitere Opfer. [[1634]] bis [[1636]] erfolgte neuerlich der Ausbruch der Pest in St. Gallen. Auch zwischen [[1679]] und [[1736]] gab es zahlreiche Pest-Opfer. Im Oktober 1679 trat die Seuche erstmals in [[Stainach]] auf. 26 Menschen fanden bis [[14. Oktober]] den Tod. Der Ort wurde vollkommen von der Außenwelt abgeriegelt. Einer Stainacher Bittprozession zur [[Katholische Pfarrkirche zum hl. Georg|Pürgger Kirche]], die damals auch die Pfarrkirche der Stainacher war, wurde von den Pürggern der Einlass in den Ort verweigert, weil sie die Ansteckung fürchten. Einer Sage Sage nach soll ein Vöglein einer betenden Mutter mit zwei kleinen Kindern auf dem Rückweg von Pürgg »Enzian und Pimpinell (= Bibernelle)« zugezwitschert haben. Die Anwendung dieser »Pestkräuter« soll die »Pestdämonen« vertrieben und somit dieser Gottesgeißel ein Ende gesetzt haben<ref>Quelle [http://www.dekanat.at/dekanat/ennstal/stainach/Kapellen.php www.dekanat.at]</ref>. | ||
1679/[[1680]] wütete die Pest im ganzen Ennstal und forderte eine Unzahl von Todesopfern in diesem Gebiet. Brücken wurden abgerissen, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu verhindern und auf allen Wegen wurden bewaffnete Flurwachen postiert, um herumziehendes, krankheitsverdächtiges Volk unter Kontumaz<ref>ein Begriff aus dem 19. Jahrhundert für Quarantäne</ref> zu bringen, und schließlich wurden herumstreunende Hunde sogleich erschossen. Im [[Ennstal]] waren die Gemeinden [[Aich]], [[Haus]] und [[Gröbming]] besonders betroffen. In der Steiermark fallen von Mai bis Dezember 4 000 Personen der Seuche zum Opfer: vom [[23. Juli]] bis [[4. November]] sind es in [[Aich]] 131 Tote (von etwa 300 Einwohnern), [[Assach]] zählt in diesem Jahr 19 Tote am [[Vorberg (Ramsau am Dachstein)|Vorberg]] der [[Ramsau]] 52 und in der gesamten [[Katholische Pfarre Haus|katholischen Pfarre Haus]] sind es 267 Personen; | 1679/[[1680]] wütete die Pest im ganzen Ennstal und forderte eine Unzahl von Todesopfern in diesem Gebiet. Brücken wurden abgerissen, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu verhindern und auf allen Wegen wurden bewaffnete Flurwachen postiert, um herumziehendes, krankheitsverdächtiges Volk unter Kontumaz<ref>ein Begriff aus dem 19. Jahrhundert für Quarantäne</ref> zu bringen, und schließlich wurden herumstreunende Hunde sogleich erschossen. Im [[Ennstal]] waren die Gemeinden [[Aich]], [[Haus]] und [[Gröbming]] besonders betroffen. In der Steiermark fallen von Mai bis Dezember 4 000 Personen der Seuche zum Opfer: vom [[23. Juli]] bis [[4. November]] sind es in [[Aich]] 131 Tote (von etwa 300 Einwohnern), [[Assach]] zählt in diesem Jahr 19 Tote am [[Vorberg (Ramsau am Dachstein)|Vorberg]] der [[Ramsau]] 52 und in der gesamten [[Katholische Pfarre Haus|katholischen Pfarre Haus]] sind es 267 Personen; | ||