Wilde Wasser: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[1996]]: erste Geländeerkundung durch [[Herbert Schütter]] und [[Josef Schweiger|Sepp Schweiger]] und Skizzen-Erstellung;
* [[1996]]: erste Geländeerkundung durch [[Herbert Schütter]] und [[Josef Schweiger|Sepp Schweiger]] und Skizzen-Erstellung;
* [[2003]]: Jänner - Februar: Besprechung mit dem Bezirksnaturschutzbeauftragten und Kontaktaufnahme mit einem Planungsbüro; Projektierung und Erstellung von Einreichunterlagen für die naturschutzrechtliche Bewilligung; Abklärung etwaiger Fördermöglichkeiten;         
* [[2003]]: Jänner - Februar: Besprechung mit dem Bezirksnaturschutzbeauftragten und Kontaktaufnahme mit einem Planungsbüro; Projektierung und Erstellung von Einreichunterlagen für die naturschutzrechtliche Bewilligung; Abklärung etwaiger Fördermöglichkeiten;         
* [[2004]]: April - Juni: Begehungen durch die [[Höll]], Erkundigung und Festlegung einer Trasse Juni: Ansuchen der naturschutzrechtlichen Bewilligung; September: Begehung mit den Naturschutz-Verantwortlichen des Landes und Gründung der [[ARGE Alpine Wasser Untertal|ARGE „Alpine Wasser Untertal"]]; Installierung einer Projektgruppe (Planer, Tourismus- und Gemeindevertreter) zwecks Betreuung und Realisierung des Vorhabens, mit der Bauleitung wird Herbert Schütter betraut; Dezember: Erteilung der naturschutzrechtlichen Bewilligung für die Alpinsteiganlage mit Bescheid der Bezirksverwaltungsbehörde.
* [[2004]]: April - Juni: Begehungen durch die [[Höll]], Erkundigung und Festlegung einer Trasse Juni: Ansuchen der naturschutzrechtlichen Bewilligung; September: Begehung mit den Naturschutz-Verantwortlichen des Landes und Gründung der [[ARGE Alpine Wasser Untertal|ARGE "Alpine Wasser Untertal"]]; Installierung einer Projektgruppe (Planer, Tourismus- und Gemeindevertreter) zwecks Betreuung und Realisierung des Vorhabens, mit der Bauleitung wird Herbert Schütter betraut; Dezember: Erteilung der naturschutzrechtlichen Bewilligung für die Alpinsteiganlage mit Bescheid der Bezirksverwaltungsbehörde.
* [[2005]]: Detailplanung und Baubeginn am [[22. Juni]], Fertigstellung Anfang Oktober, baubehördliche Abnahme am 5. Oktober;
* [[2005]]: Detailplanung und Baubeginn am [[22. Juni]], Fertigstellung Anfang Oktober, baubehördliche Abnahme am 5. Oktober;
* [[2006]]: [[29. Juni]] offizielle Eröffnung;
* [[2006]]: [[29. Juni]] offizielle Eröffnung;
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'''Der Kreisverkehr in Schladming'''<br />
'''Der Kreisverkehr in Schladming'''<br />
Der [[Kreisverkehr Lend]] in Schladming Richtung Rohrmoos wurde als erster Hinweis auf die Wasserwelt mit dem „Wilde Wasser"-Logo als Brunnen gestaltet.
Der [[Kreisverkehr Lend]] in Schladming Richtung Rohrmoos wurde als erster Hinweis auf die Wasserwelt mit dem "Wilde Wasser"-Logo als Brunnen gestaltet.


== Die Philosophie ==
== Die Philosophie ==
'''„Wilde Wasser" – ausgezeichnet, ungezähmt und sicher!'''<br />
'''"Wilde Wasser" – ausgezeichnet, ungezähmt und sicher!'''<br />
Von Schladming bis tief ins Rohrmooser Untertal hinauf auf 2&nbsp;600 [[m ü. A.]] zieht sich einer der außergewöhnlichsten Wanderwege der Welt. 14,5 km „Wilde Wasser" zeigen wertvollstes Gut in all seinen Facetten – ruhig glitzernd kristallklar bis tosend schäumend in freiem Fall über die Felsen der [[Schladminger Tauern]]. Ein einzigartiges Naturerlebnis, das 2009 sogar mit dem Titel des ersten „National Geographic Wanderweges" international ausgezeichnet wurde.
Von Schladming bis tief ins Rohrmooser Untertal hinauf auf 2&nbsp;600 [[m ü. A.]] zieht sich einer der außergewöhnlichsten Wanderwege der Welt. 14,5 km "Wilde Wasser" zeigen wertvollstes Gut in all seinen Facetten – ruhig glitzernd kristallklar bis tosend schäumend in freiem Fall über die Felsen der [[Schladminger Tauern]]. Ein einzigartiges Naturerlebnis, das 2009 sogar mit dem Titel des ersten "National Geographic Wanderweges" international ausgezeichnet wurde.


In mehreren Etappen oder gleich in einem Stück (Gehzeit ca. sechs Stunden) begleitet man den Talbach auf seinem abenteuerlichen Weg ins Tal. Der Weg führt von Schladming (Kraiterparkplatz) durch die Talbachklamm, vorbei an der alten Mühle, den Naturschutzgebieten [[Toteisboden]] und [[Tettermoor]], [[Waldhäuslalm]], [[Sondlalm]] und zum [[Gasthaus Weiße Wand]] bis zum Parkplatz Riesachfall. Hautnah - streckenweise direkt darüber - spürt man die Kraft, die Vitalität, diese unbändige Faszination jedes einzelnen Tropfens.  
In mehreren Etappen oder gleich in einem Stück (Gehzeit ca. sechs Stunden) begleitet man den Talbach auf seinem abenteuerlichen Weg ins Tal. Der Weg führt von Schladming (Kraiterparkplatz) durch die Talbachklamm, vorbei an der alten Mühle, den Naturschutzgebieten [[Toteisboden]] und [[Tettermoor]], [[Waldhäuslalm]], [[Sondlalm]] und zum [[Gasthaus Weiße Wand]] bis zum Parkplatz Riesachfall. Hautnah - streckenweise direkt darüber - spürt man die Kraft, die Vitalität, diese unbändige Faszination jedes einzelnen Tropfens.  
[[Datei:11.JPG|thumb|Wilde Wasser - Die Talbachklamm]]
[[Datei:11.JPG|thumb|Wilde Wasser - Die Talbachklamm]]
Den absoluten „Kick" holt man sich in Etappe 4 (siehe unten) – die 50 m lange Seilbrücke „durch die Höll’" verlangt auch den Mutigsten ein wenig Überwindung ab (Forstweg als Alternative vorhanden).
Den absoluten "Kick" holt man sich in Etappe 4 (siehe unten) – die 50 m lange Seilbrücke "durch die Höll’" verlangt auch den Mutigsten ein wenig Überwindung ab (Forstweg als Alternative vorhanden).


Insbesondere im Frühling nach der Schneeschmelze bietet sich hier ein großartiges Naturschauspiel. Besonders beliebt bei Kindern: Der Steig ist auch für Kinder mit Begleitung geeignet und besonders beliebt aufgrund der 50 Meter langen Hängebrücke. Entlang des Wanderweges gibt es viele Einkehrmöglichkeiten.
Insbesondere im Frühling nach der Schneeschmelze bietet sich hier ein großartiges Naturschauspiel. Besonders beliebt bei Kindern: Der Steig ist auch für Kinder mit Begleitung geeignet und besonders beliebt aufgrund der 50 Meter langen Hängebrücke. Entlang des Wanderweges gibt es viele Einkehrmöglichkeiten.


== Die „Wilden Wasser" im Einzelnen ==
== Die "Wilden Wasser" im Einzelnen ==
An 14 Stationen erfährt der Wanderer vieles über die Vergangenheit des  Tales, vom harten Leben der Talbewohner von den geheimnisvollen  Plätzen entlang des Weges. Umrahmt von den steil abfallenden Bergflanken  beiderseits des Tales erlebt man die Landschaft des  Untertals mit seinen „wilden Wassern". In der Sommersaison verkehren Busse zwischen Schladming-Rohrmoos und Parkplatz Riesachfall.
An 14 Stationen erfährt der Wanderer vieles über die Vergangenheit des  Tales, vom harten Leben der Talbewohner von den geheimnisvollen  Plätzen entlang des Weges. Umrahmt von den steil abfallenden Bergflanken  beiderseits des Tales erlebt man die Landschaft des  Untertals mit seinen "wilden Wassern". In der Sommersaison verkehren Busse zwischen Schladming-Rohrmoos und Parkplatz Riesachfall.


* Etappe 1: [[Talbachklamm]]
* Etappe 1: [[Talbachklamm]]
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* Etappe 2: Mühlenwanderung
* Etappe 2: Mühlenwanderung
Start Feuerwehrdepot Rohrmoos – gemütliche Wasserwanderung für sportliche Eltern sogar Kinderwagen-tauglich, mit interessanten Informationen zu Fauna, Flora und über „alte Zeiten" – als Streckenwanderung Gehzeit 1,5 Stunden; als Rundweg „Untertaler Aussichtsrunde" drei bis vier Stunden;
Start Feuerwehrdepot Rohrmoos – gemütliche Wasserwanderung für sportliche Eltern sogar Kinderwagen-tauglich, mit interessanten Informationen zu Fauna, Flora und über "alte Zeiten" – als Streckenwanderung Gehzeit 1,5 Stunden; als Rundweg "Untertaler Aussichtsrunde" drei bis vier Stunden;


* Etappe 3: Familienwanderung
* Etappe 3: Familienwanderung
Start Parkplatz Hinkerbrücke – leichte, Kinderwagen-taugliche Wanderung für Jung und Alt entlang des [[Untertalbach]]es und über Almböden mit Stationen zum Thema „Wilde Wasser" – Gehzeit ca. 2,5 Stunden;
Start Parkplatz Hinkerbrücke – leichte, Kinderwagen-taugliche Wanderung für Jung und Alt entlang des [[Untertalbach]]es und über Almböden mit Stationen zum Thema "Wilde Wasser" – Gehzeit ca. 2,5 Stunden;


* Etappe 4: Alpinsteig „durch die Höll"
* Etappe 4: Alpinsteig "durch die Höll"
Start [[Seeleiten-Parkplatz|Seeleiten-Parkplatz]] – mittelsteiler Waldweg an den Gischt sprühenden [[Riesachfälle]]n entlang und als Höhepunkt für trittsichere Wanderer der abenteuerliche Alpinsteig „durch die Höll" zum [[Riesachsee]] – Gehzeit: 2,5 Stunden zum See und retour;
Start [[Seeleiten-Parkplatz|Seeleiten-Parkplatz]] – mittelsteiler Waldweg an den Gischt sprühenden [[Riesachfälle]]n entlang und als Höhepunkt für trittsichere Wanderer der abenteuerliche Alpinsteig "durch die Höll" zum [[Riesachsee]] – Gehzeit: 2,5 Stunden zum See und retour;


* Etappe 5: [[Klafferkessel]] „Auf den Spuren der Eiszeit"
* Etappe 5: [[Klafferkessel]] "Auf den Spuren der Eiszeit"
Start  Seeleiten-Parkplatz – alpine Steige und [[Alm]]<nowiki>wege</nowiki>, hochalpine Tour mit großem Höhenunterschied, inklusive Gipfelanstieg zum [[Greifenberg]], beeindruckende Landschaftseindrücke, steile An- und Abstiege – Vorsicht im Frühsommer bei Schneefeldern! Gehzeit je nach Tour bis zu fünf Stunden.
Start  Seeleiten-Parkplatz – alpine Steige und [[Alm]]<nowiki>wege</nowiki>, hochalpine Tour mit großem Höhenunterschied, inklusive Gipfelanstieg zum [[Greifenberg]], beeindruckende Landschaftseindrücke, steile An- und Abstiege – Vorsicht im Frühsommer bei Schneefeldern! Gehzeit je nach Tour bis zu fünf Stunden.


== Auszeichnungen ==
== Auszeichnungen ==
=== National Geographic Wanderweg ===
=== National Geographic Wanderweg ===
Seit August 2009 darf der Wanderweg „Wilde Wasser" in Schladming-Rohrmoos  den Titel des ersten offiziellen [[National Geografic Wanderweg|National Geografic Wanderwegs]] tragen.
Seit August 2009 darf der Wanderweg "Wilde Wasser" in Schladming-Rohrmoos  den Titel des ersten offiziellen [[National Geografic Wanderweg|National Geografic Wanderwegs]] tragen.


=== Österreichische Wandergütesiegel ===
=== Österreichische Wandergütesiegel ===