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[[1910]] gab es in Liezen u. a. folgende Unternehmen: Hotel Post, das auch das Klubhotel des Steiermärkischen Automobil-Clubs war, Hotel Fuchs, die Mechaniker C. Wimler und Anton Hasner junior, den Kaufmann [[Josef Wulz]]; Liezen hatte damals 1&nbsp;900 Einwohner.<ref>{{Quelle OEAC1910}}</ref>
[[1910]] gab es in Liezen u. a. folgende Unternehmen: Hotel Post, das auch das Klubhotel des Steiermärkischen Automobil-Clubs war, Hotel Fuchs, die Mechaniker C. Wimler und Anton Hasner junior, den Kaufmann [[Josef Wulz]]; Liezen hatte damals 1&nbsp;900 Einwohner.<ref>{{Quelle OEAC1910}}</ref>


Liezen wurde mit [[1. Juni]] [[1947]] zur Stadt erhoben. Die Stadterhebungsfeier im September 1947 statt. Am [[13. September]] 1947 hatte Landeshauptmann-Stellvertreter DI Tobias Udier die Urkunde über die Stadterhebung und das Stadtwappen überreicht. Den Höhepunkt der Feier bildete einen Tag später der Besuch des Bundespräsidenten Dr. [[Karl Renner]]. Die Stadterhebungsfeier bildete auch den Auftakt zu der in diesem Zusammenhang abgehaltenen Veranstaltung "''Ennstaler Heimattage und Leistungsschau''". Anlässlich der Stadterhebung schreibt der ''Arbeiterwille'':<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19470403&query=%22Schmidh%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Arbeiterwille, Ausgabe vom 3. April 1947, Seite 3</ref><blockquote>''Liezen — jüngste Stadt Oesterreichs. Der Gemeinde- und Verfassungsausschuß des Steiermärkischen Landtages hat über Antrag des Abg. Esterl ([[SPÖ]]) beschlossen,  iezen ab 1. Juni zur Stadt zu erheben. Die Geschichte Liezens reicht bis in die [[Römer]]zeit zurück. Damals bestand am heutigen „Brunnenfeld“ in Liezen eine römische Siedlung. Der Ort Liezen scheint in der Ortschronik um [[1080]] n. Chr. als „Luotzen“ und um [[1010]] n. Ch. als „Lune“ (soviel wie Sumpfgegend) auf. [[1843]] zählte Liezen bereits 1&nbsp;767 Einwohner.
Liezen wurde mit [[1. Juni]] [[1947]] zur Stadt erhoben. Die Stadterhebungsfeier im September 1947 statt. Am [[13. September]] 1947 hatte Landeshauptmann-Stellvertreter DI Tobias Udier die Urkunde über die Stadterhebung und das Stadtwappen überreicht. Den Höhepunkt der Feier bildete einen Tag später der Besuch des Bundespräsidenten Dr. [[Karl Renner]]. Die Stadterhebungsfeier bildete auch den Auftakt zu der in diesem Zusammenhang abgehaltenen Veranstaltung "''Ennstaler Heimattage und Leistungsschau''". Anlässlich der Stadterhebung schreibt der ''Arbeiterwille'':<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=awi&datum=19470403&query=%22Schmidh%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Arbeiterwille, Ausgabe vom 3. April 1947, Seite 3</ref><blockquote>''Liezen — jüngste Stadt Oesterreichs. Der Gemeinde- und Verfassungsausschuß des Steiermärkischen Landtages hat über Antrag des Abg. Esterl ([[SPÖ]]) beschlossen,  iezen ab 1. Juni zur Stadt zu erheben. Die Geschichte Liezens reicht bis in die [[Römer]]zeit zurück. Damals bestand am heutigen "Brunnenfeld“ in Liezen eine römische Siedlung. Der Ort Liezen scheint in der Ortschronik um [[1080]] n. Chr. als "Luotzen“ und um [[1010]] n. Ch. als "Lune“ (soviel wie Sumpfgegend) auf. [[1843]] zählte Liezen bereits 1&nbsp;767 Einwohner.


''Ganz besonders brachte aber das Zeitalter der Motorisierung reges Leben in den alten Ort und steigerte seine bisherige verkehrstechnische Bedeutung wesentlich. Während Liezen [[1936]] noch 2&nbsp;429 Einwohner zählte, weist es heute eine Einwohnerzahl von rund 4&nbsp;500 auf. Durch die Erbauung der „[[Schmidhütte]]“, die derzeit rund 700 Arbeiter beschäftigt, weiters durch eine Schafwollspinnerei und die auch im Ausland bekannte „Liezener Keramik“ ist Liezen ein Industrieort geworden, der einen bedeutenden Faktor im wirtschaftlichen Leben der Steiermark, besonders aber des Ennstales, darstellt. Liezen, die 23. Stadt Steiermarks und jüngste Stadt Österreichs, hat eine sozialistische Mehrheit in der Gemeinde.''</blockquote>Bei der Nationalratswahl am [[18. November]] [[1962]] erreichte die Liezener [[SPÖ]] 1&nbsp;851 Stimmen (+ 157), die [[FPÖ]] legte um 67 Stimmen auf 392 zu und der [[KPÖ]] gelang es, ihre Stimmen (96) mehr als zu verdoppeln. Nur die [[ÖVP]] blieb mit 1&nbsp;072 Stimmen (+ 5) fast gleich.
''Ganz besonders brachte aber das Zeitalter der Motorisierung reges Leben in den alten Ort und steigerte seine bisherige verkehrstechnische Bedeutung wesentlich. Während Liezen [[1936]] noch 2&nbsp;429 Einwohner zählte, weist es heute eine Einwohnerzahl von rund 4&nbsp;500 auf. Durch die Erbauung der "[[Schmidhütte]]“, die derzeit rund 700 Arbeiter beschäftigt, weiters durch eine Schafwollspinnerei und die auch im Ausland bekannte "Liezener Keramik“ ist Liezen ein Industrieort geworden, der einen bedeutenden Faktor im wirtschaftlichen Leben der Steiermark, besonders aber des Ennstales, darstellt. Liezen, die 23. Stadt Steiermarks und jüngste Stadt Österreichs, hat eine sozialistische Mehrheit in der Gemeinde.''</blockquote>Bei der Nationalratswahl am [[18. November]] [[1962]] erreichte die Liezener [[SPÖ]] 1&nbsp;851 Stimmen (+ 157), die [[FPÖ]] legte um 67 Stimmen auf 392 zu und der [[KPÖ]] gelang es, ihre Stimmen (96) mehr als zu verdoppeln. Nur die [[ÖVP]] blieb mit 1&nbsp;072 Stimmen (+ 5) fast gleich.


Kurz vor der Nationalratswahl war der damalige Außenminister Dr. Bruno Kreisky bei einer Wahlveranstaltung der SPÖ Liezen aufgetreten. Die SPÖ führte ihren Erfolg auf diesen Auftritt zurück.
Kurz vor der Nationalratswahl war der damalige Außenminister Dr. Bruno Kreisky bei einer Wahlveranstaltung der SPÖ Liezen aufgetreten. Die SPÖ führte ihren Erfolg auf diesen Auftritt zurück.