Andreas Rodlauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Andreas Rodlauer wurde als Sohn des Holzknechtes Felix Rodlauer und Anna Maria Preißner am 23. Oktober 1830 in Großraming, Brunnbach 30 (OÖ.) geboren. [[1858]] kam er als Arbeiter am [[Hieflauer Ennsrechen|Gasteiger Rechen]] nach [[Hieflau]], zwei Jahre später, wechselte er als Holzknecht nach [[Gstatterboden]] zur [[Innerberger Hauptgewerkschaft]] (später [[Steiermärkische Landesforste]]). [[1875]] wurde Rodlauer zum " | Andreas Rodlauer wurde als Sohn des Holzknechtes Felix Rodlauer und Anna Maria Preißner am 23. Oktober 1830 in Großraming, Brunnbach 30 (OÖ.) geboren. [[1858]] kam er als Arbeiter am [[Hieflauer Ennsrechen|Gasteiger Rechen]] nach [[Hieflau]], zwei Jahre später, wechselte er als Holzknecht nach [[Gstatterboden]] zur [[Innerberger Hauptgewerkschaft]] (später [[Steiermärkische Landesforste]]). [[1875]] wurde Rodlauer zum "Schichtenmeister" befördert und mit diversen Großprojekten, darunter mit der Klausanlage durch den [[Bruckgraben]] (eine [[Holztrift|Trift]]<nowiki>strecke</nowiki> durch die Felsenklamm des Bruckgrabens entlang des [[Bruckgrabenbach]]es.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=19100120&query=%22Andreas+Rodlauer%22&ref=anno-search&seite=30 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 20. Jänner 1900, Seite 30, mit einer Portrait-Zeichnung von Rodlauer</ref>) und dem Bau der Rollbahn am [[Gstatterstein]] betraut. | ||
Als Wildschütz - Rodlauer war in der [[Wilderei im Ennstal]] als ''Schwarzer Peter'' bekannt - gelang im auf der Flucht vor der [[Johnsbach]]er Jägerschaft erstmalig ein Durchstieg durch die Nordwand der [[Hochtorgruppe]] - die Legende besagt, dass Rodlauer die Tat erst am Sterbebett gebeichtet habe. Der Fluchtweg wurde später als "[[Peternpfad]] | Als Wildschütz - Rodlauer war in der [[Wilderei im Ennstal]] als ''Schwarzer Peter'' bekannt - gelang im auf der Flucht vor der [[Johnsbach]]er Jägerschaft erstmalig ein Durchstieg durch die Nordwand der [[Hochtorgruppe]] - die Legende besagt, dass Rodlauer die Tat erst am Sterbebett gebeichtet habe. Der Fluchtweg wurde später als "[[Peternpfad]]" bekannt. | ||
Bei der ersten touristischen Begehung des " | Bei der ersten touristischen Begehung des "Peternpfades" auf die [[Peternscharte]] und über den [[Wasserfallweg]] auf das [[Hochtor (Ennstaler Alpen)|Hochtor]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19100204&query=%22Andreas+Rodlauer%22&ref=anno-search&seite=20 ANNO], Neues Wiener Tagblatt, Ausgabe vom 4. Februar 1910, Seite 20</ref> am [[11. Juni]] [[1877]] durch [[Heinrich Heß]], den "Vater des [[Gesäuse]]s", fungierte Rodlauer ebenso als Führer wie am [[5. Juli]] 1877 bei der Erstbegehung des Wasserfallweges (mit Heinrich Heß, Karl Sperl und Theodor Hansen) sowie am [[29. August]] 1877 bei der ersten Besteigung des [[Kleiner Buchstein|Kleinen Buchsteins]] (mit Heinrich Heß und Eduard Gerstenberg). Letzteren hat Rodlauer bereits im Jahre 1862 "inoffiziell" bestiegen. | ||
Obwohl Rodlauer nie staatlich authorisierter Bergführer war, diente er als solcher zahlreichen Besuchern als Bergführer, darunter Prof. Johann Frischauf und Prof. v. Jurascheck,<ref>Prof. Franz Ritter von Jurascheck</ref> den bekannten Alpinisten Dr. [[Emil Zsigmondy]] sowie dem [[Dachstein]]forscher Hofrat [[Friedrich Simony]]. Ebenso gefragt war er bei dem in [[Hall (Gemeinde)|Hall]] bei Admont ansässigen Kartografen [[Gustav Freytag]], an dessen Kartenwerk ("[[Gesäuse]] und [[Ennstaler Alpen]] mit ihren erlaubten | Obwohl Rodlauer nie staatlich authorisierter Bergführer war, diente er als solcher zahlreichen Besuchern als Bergführer, darunter Prof. Johann Frischauf und Prof. v. Jurascheck,<ref>Prof. Franz Ritter von Jurascheck</ref> den bekannten Alpinisten Dr. [[Emil Zsigmondy]] sowie dem [[Dachstein]]forscher Hofrat [[Friedrich Simony]]. Ebenso gefragt war er bei dem in [[Hall (Gemeinde)|Hall]] bei Admont ansässigen Kartografen [[Gustav Freytag]], an dessen Kartenwerk ("[[Gesäuse]] und [[Ennstaler Alpen]] mit ihren erlaubten Touristensteigen", [[1891]]) er als profunder Gebietskenner beteiligt war. | ||
Andreas Rodlauer war dreimal verheiratet, aus deren Ehen zwölf Kinder entstanden. Zuletzt ehelichte er im August [[1894]] die 40 Jahre jüngere Christine Schnedhuber, mit der er zwei weitere Töchter bekam. [[1890]] erwarb er im Admonter Ortsteil Moorwirtschaft das Anwesen vulgo Steinerhäusl, in welchem Rodlauer am 6. April 1914 verstarb. Seine Beerdigung fand am [[8. April]] 1914 statt.<ref name="GT">Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19140415&query=%22Andreas+Rodlauer%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe 15. April 1914, Seite 2</ref> | Andreas Rodlauer war dreimal verheiratet, aus deren Ehen zwölf Kinder entstanden. Zuletzt ehelichte er im August [[1894]] die 40 Jahre jüngere Christine Schnedhuber, mit der er zwei weitere Töchter bekam. [[1890]] erwarb er im Admonter Ortsteil Moorwirtschaft das Anwesen vulgo Steinerhäusl, in welchem Rodlauer am 6. April 1914 verstarb. Seine Beerdigung fand am [[8. April]] 1914 statt.<ref name="GT">Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19140415&query=%22Andreas+Rodlauer%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe 15. April 1914, Seite 2</ref> | ||