Admonter Frauenkloster: Unterschied zwischen den Versionen
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Schon mit der Errichtung des Benediktinerstifts Admont gab es ''Inklusinnen''. Als ''Inklusinnen'' (vom Lateinischen ''inclusus, inclusa'' bzw. wurden Frauen (in der männlichen Form Männer) bezeichnet, die sich freiwillig in eine Zelle (Klause, inclusorium) einschließen ließen, um so komplett von der Außenwelt abgeschirmt meditieren und in christlicher Askese leben konnten. Nicht selten wurden sie richtig eingemauert, dazu musste aber die Genehmigung des Bischofs eingeholt werden. Wo diese Inklusinnen am Gelände des Benediktinerstifts Admont, ist heute nicht mehr bekannt. | Schon mit der Errichtung des Benediktinerstifts Admont gab es ''Inklusinnen''. Als ''Inklusinnen'' (vom Lateinischen ''inclusus, inclusa'' bzw. wurden Frauen (in der männlichen Form Männer) bezeichnet, die sich freiwillig in eine Zelle (Klause, inclusorium) einschließen ließen, um so komplett von der Außenwelt abgeschirmt meditieren und in christlicher Askese leben konnten. Nicht selten wurden sie richtig eingemauert, dazu musste aber die Genehmigung des Bischofs eingeholt werden. Wo diese Inklusinnen am Gelände des Benediktinerstifts Admont, ist heute nicht mehr bekannt. | ||
Abt Wolfhold (1115 - 1137) wollte hier eine neue Ordnung anfangen und konstituierte die Gemeinschaft der Inklusinnen als ein Frauenkloster. Aber es gab weiterhin es neben diesem Frauenkonvent noch ''sorores inclusae''. Dies schließen Historiker aus einem Eintrag im [[Admonter Nekrolog]] aus dem [[12. Jahrhundert]]: | Abt Wolfhold (1115 - 1137) wollte hier eine neue Ordnung anfangen und konstituierte die Gemeinschaft der Inklusinnen als ein Frauenkloster. Aber es gab weiterhin es neben diesem Frauenkonvent noch ''sorores inclusae''. Dies schließen Historiker aus einem Eintrag im [[Admonter Nekrolog]] aus dem [[12. Jahrhundert]]: "''[[16. Jänner]]: Inkluse Heilwich, Nonne unseres Konvents.''“ | ||
Nachdem das Benediktinerstift Admont eine Gründung des [[swiki:Benediktiner-Erzabtei St. Peter|swiki:Benediktinerstifts St. Peter]]<ref name="swiki">{{Salzburgwiki}}</ref> in Salzburg war, holte sich Wolfhold auch die erste Meisterin des Admonter Frauenkonvents aus Salzburg, aus dem dortigen [[swiki:Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]]<ref name="swiki"></ref>. | Nachdem das Benediktinerstift Admont eine Gründung des [[swiki:Benediktiner-Erzabtei St. Peter|swiki:Benediktinerstifts St. Peter]]<ref name="swiki">{{Salzburgwiki}}</ref> in Salzburg war, holte sich Wolfhold auch die erste Meisterin des Admonter Frauenkonvents aus Salzburg, aus dem dortigen [[swiki:Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]]<ref name="swiki"></ref>. | ||
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Unter den Admonter Äbten [[Amandus Huenerwolf]] (1536 - 1545) und [[Valentin Abel]] (1545 - 1568) fand das Luthertum weite Verbreitung im [[Ennstal]]. [[1570]] wurde das Frauenkloster als unbewohnbar bezeichnet, [[1582]] starb mit Benigna Zwickl die letzte Nonne. | Unter den Admonter Äbten [[Amandus Huenerwolf]] (1536 - 1545) und [[Valentin Abel]] (1545 - 1568) fand das Luthertum weite Verbreitung im [[Ennstal]]. [[1570]] wurde das Frauenkloster als unbewohnbar bezeichnet, [[1582]] starb mit Benigna Zwickl die letzte Nonne. | ||
Zwar standen noch die Gebäude der Frauengemeinschaft, jedoch wurde die mittelalterliche Nonnenkirche [[1686]] abgerissen. Sie war zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s ein geräumiges Gotteshaus mit Empore, Triumphbogen und Kolossalkruzifix. Geweiht war sie den Heiligen Rupert und Martin geweiht gewesen. Wo sie stand, wurde der Getreidekasten des Benediktinerstifts Admonter aufgebaut. Das eigentliche Gebäude des Frauenkloster war schon [[1451]] ein ruinenähnliches Gebäude. Zwar stand noch ein gemeinsam genutztes Refektorium, doch sollte nach dem Willen einer Reformkommission ([[1562]]) jede Nonne und jede Magd in einer eigenen Zelle schlafen. Nach dem Ende der Frauengemeinschaft war das Kloster ein Spital für mindestens 14 arme Leute. In der zweiten Hälfte des [[17. Jahrhundert]]s wurde der Großteil der Gebäude abgerissen. An der Stelle des Spitals wurde im [[19. Jahrhundert]] ein Geflügelhof ( | Zwar standen noch die Gebäude der Frauengemeinschaft, jedoch wurde die mittelalterliche Nonnenkirche [[1686]] abgerissen. Sie war zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s ein geräumiges Gotteshaus mit Empore, Triumphbogen und Kolossalkruzifix. Geweiht war sie den Heiligen Rupert und Martin geweiht gewesen. Wo sie stand, wurde der Getreidekasten des Benediktinerstifts Admonter aufgebaut. Das eigentliche Gebäude des Frauenkloster war schon [[1451]] ein ruinenähnliches Gebäude. Zwar stand noch ein gemeinsam genutztes Refektorium, doch sollte nach dem Willen einer Reformkommission ([[1562]]) jede Nonne und jede Magd in einer eigenen Zelle schlafen. Nach dem Ende der Frauengemeinschaft war das Kloster ein Spital für mindestens 14 arme Leute. In der zweiten Hälfte des [[17. Jahrhundert]]s wurde der Großteil der Gebäude abgerissen. An der Stelle des Spitals wurde im [[19. Jahrhundert]] ein Geflügelhof ("Hühnerspital“) errichtet. | ||
== Einkünfte des Frauenklosters == | == Einkünfte des Frauenklosters == | ||