Silbererzbergbau: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Schladminger Silbererzbergbau dürfte schon zu Ende des [[13. Jahrhundert]]s in Blüte gestanden sein. Im Bereich der heutigen Altstadt entstand ein Markt; an der Mündung des [[Talbach]]es in die [[Enns]] wurden sukzessive Schmelzhütten, [[Kohlstatt (Hopfriesen)|Kohlstätten]] und [[Knappenhäuser in Schladming|Knappenhäuser]] gebaut. [[1304]] erhielt das Dorf Schladming Rechte, die seine ''Bewohner den Bürgern anderer Märkte gleichstellten''. Dieser [[Freibrief]] gilt als eine der wichtigsten Grundlagen für die weitere Entwicklung Schladmings; schon [[1322]] hatte der ''Silberort'' das Stadtrecht inne. | Der Schladminger Silbererzbergbau dürfte schon zu Ende des [[13. Jahrhundert]]s in Blüte gestanden sein. Im Bereich der heutigen Altstadt entstand ein Markt; an der Mündung des [[Talbach]]es in die [[Enns]] wurden sukzessive Schmelzhütten, [[Kohlstatt (Hopfriesen)|Kohlstätten]] und [[Knappenhäuser in Schladming|Knappenhäuser]] gebaut. [[1304]] erhielt das Dorf Schladming Rechte, die seine ''Bewohner den Bürgern anderer Märkte gleichstellten''. Dieser [[Freibrief]] gilt als eine der wichtigsten Grundlagen für die weitere Entwicklung Schladmings; schon [[1322]] hatte der ''Silberort'' das Stadtrecht inne. | ||
Der Abbau von Silber fand in den heute noch bekannten Gruben bei den [[Giglachseen]] (Giglerbaue), im [[Eiskar]], im [[Vetternspitzen|Vetterngebirge]] und in der [[Zinkwand]] auf 1 800 bis über 2 200 [[m ü. A.]] statt, stets unter großen Mühen und Gefahren und über fünf Stunden von der nächsten Behausung entfernt. | Der Abbau von Silber fand in den heute noch bekannten Gruben bei den [[Giglachseen]] (Giglerbaue), im [[Eiskar (Obertal)|Eiskar]], im [[Vetternspitzen|Vetterngebirge]] und in der [[Zinkwand]] auf 1 800 bis über 2 200 [[m ü. A.]] statt, stets unter großen Mühen und Gefahren und über fünf Stunden von der nächsten Behausung entfernt. | ||
Der [[1408]] vom [[Bergrichter]] [[Leonhard Eggelzain]] erlassene [[Schladminger Bergbrief]] gilt als Meilenstein des Schladminger Montanwesens. Dieses von Eggelzain notierte ''Gewohnheitsrecht'' behandelte bergrechtliche und bergbauliche Fragen aber auch soziale Komponenten. Aufgrund seines teils allgemeingültigen Inhaltes beeinflusste der Schladminger Bergbrief mehrere Bergordnungen in anderen Gebieten Mitteleuropas. | Der [[1408]] vom [[Bergrichter]] [[Leonhard Eggelzain]] erlassene [[Schladminger Bergbrief]] gilt als Meilenstein des Schladminger Montanwesens. Dieses von Eggelzain notierte ''Gewohnheitsrecht'' behandelte bergrechtliche und bergbauliche Fragen aber auch soziale Komponenten. Aufgrund seines teils allgemeingültigen Inhaltes beeinflusste der Schladminger Bergbrief mehrere Bergordnungen in anderen Gebieten Mitteleuropas. | ||