Konrad Mautner: Unterschied zwischen den Versionen
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== Leben == | == Leben == | ||
Er leitete zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Stephan das väterliche Textilunternehmen. Aber die meiste Zeit war er im [[Steirisches Salzkammergut|Salzkammergut]], wo er in [[Gößl]] eine Villa besaß und vor allem volkskundliche Studien betrieb. | Er leitete zusammen mit seinem Vater Isidor und seinem Bruder Stephan das väterliche Textilunternehmen. Aber die meiste Zeit war er im [[Steirisches Salzkammergut|Salzkammergut]], wo er seit [[1894]] in [[Gößl]], [[Archkogl (Grundlsee)|Archkogl]] 14, eine Villa besaß und vor allem volkskundliche Studien betrieb. Eine [[Gedenktafel Konrad Mautner|Gedenktafel]] befindet sich in Gößl. Sein Vater ließ sich ein Blockhaus auf der [[Schweiberalm]] errichten. | ||
befindet sich in [[ | |||
Konrad Mautner passte sich den Einheimischen in Sprache und Kleidung an und beschäftigte sich mit ihrer Kultur und ihren Gewohnheiten. Er sammelt alle Daten über Kleidung, Musik, Bräuche und anderes. | |||
Zwischen [[1895]] und [[1919]], also fast 25 Jahre lang, schrieb er der Gastwirttochter aus Gößl, Bertha Köberl vulgo Veit. 96 dieser Karte hob sich Bertha Köberl ihr Leben lang auf. Diese besondere Ansichtskartensammlung ist noch heute in Privatbesitz erhalten. Köberl hatte Mautner im Alter von 15 Jahren kennengelernt. Sie war damals acht Jahre alt. Später entspann sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte. Doch Mautner heiratete seine Cousine Anna. Köberl sammelt auf die Bitte Mautners hin weiter für ihn Liedertexte und Faschingsbriefe. Für Bertha Köberl war Konrad Mautner wohl die große Liebe ihres Lebens. Sie heiratete auch erst zwei Jahre nach seinem Tod. | Zwischen [[1895]] und [[1919]], also fast 25 Jahre lang, schrieb er der Gastwirttochter aus Gößl, Bertha Köberl vulgo Veit. 96 dieser Karte hob sich Bertha Köberl ihr Leben lang auf. Diese besondere Ansichtskartensammlung ist noch heute in Privatbesitz erhalten. Köberl hatte Mautner im Alter von 15 Jahren kennengelernt. Sie war damals acht Jahre alt. Später entspann sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte. Doch Mautner heiratete seine Cousine Anna. Köberl sammelt auf die Bitte Mautners hin weiter für ihn Liedertexte und Faschingsbriefe. Für Bertha Köberl war Konrad Mautner wohl die große Liebe ihres Lebens. Sie heiratete auch erst zwei Jahre nach seinem Tod. | ||
== Mautner als Schriftsteller == | ==== Mautner als Schriftsteller ==== | ||
Er war unter dem Pseudonym | Er war unter dem Pseudonym „Adam Konturner“ Herausgeber „Alte Lieder fürs Landvolk“. Weiters schrieb er das „Steirisches Trachtenbuch“ (1939, Leuschner & Lubensky, Graz), das nach Mautners Tod von [[Viktor Geramb|Viktor von Geramb]] fertiggestellt wurde. Er verfasste das „Steyerische Rasplwerk“, Vierzeiler, Lieder und Gasslreime aus Gößl, erschienen [[1910]] in Wien. | ||
== Literatur == | == Literatur == | ||
* [[Marie-Theres Arnbom]]: | * [[Marie-Theres Arnbom]]: „[[Die Villen vom Ausseerland]]“, in „Volkskunst von der Mur für den Broadway. Familie Mautner.“ Kapitel 22 | ||
== Quellen== | == Quellen== | ||
* [[Da schau her 2018 Ausgabe 3]], | * [[Da schau her 2018 Ausgabe 3]], „Liebes Bertchen“. Die Ansichtskarten Konrad Mautners an Bertha Köberl vulgo Veit; ein Beitrag von Eva Kunze | ||
* [http://www.grundlsee.at/landleute/beruehmte.htm www.grundlsee.at Konrad Mautner] | * [http://www.grundlsee.at/landleute/beruehmte.htm www.grundlsee.at Konrad Mautner] | ||
* {{wikipedia-de}} | * {{wikipedia-de}} | ||