Dachsteingebirge: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:@1901StoderSU9-11EW.jpg|thumb|Abend über dem dem Dachsteingebirge]] | [[Datei:@1901StoderSU9-11EW.jpg|thumb|Abend über dem dem Dachsteingebirge]] | ||
[[Datei:Ramsau Dachstein und Herbsthimmel.jpg|thumb|Die [[Ramsau]], das [[Dachsteinmassiv]] und der Herbsthimmel]] | [[Datei:Ramsau Dachstein und Herbsthimmel.jpg|thumb|Die [[Ramsau]], das [[Dachsteinmassiv]] und der Herbsthimmel]] | ||
Das '''Dachsteingebirge''' ist ein Gebirge in den [[Ostalpen]] in der nordwestlichen [[Steiermark]]. | Das '''Dachsteingebirge''' ist ein Gebirge in den [[Ostalpen]] in der nordwestlichen [[Steiermark]] und im südwestlichen [[Oberösterreich]]. | ||
==Geografie == | ==Geografie == | ||
Das Dachsteingebirge befindet im Norden der | Das Dachsteingebirge befindet im Norden der Steiermark, nördlich des [[Ennstal]]s. Zu diesem Gebirge gehören zunächst einmal das [[Dachsteinmassiv]] mit dem [[Hoher Dachstein|Hohen Dachstein]] (2 995 [[m ü. A.]]), dann aber auch östlich davon das [[Kemetgebirge]], anschließend der [[Grimmingstock]] (2 351 m ü. A. höchster Gipfel der [[Hoher Grimming|Hohe Grimming]]) und nördlich der [[Sarstein (Berg)|Sarstein]] (1 975 m ü. A.) in Bad Aussee. | ||
Die Fläche des Dachsteingebirges beträgt 600 bis 1 000 Quadratkilometer, eine genauere Einteilung ist nicht möglich. Der Dachstein beherbergt einige [[Gletscher]], die jedoch vom | Die Fläche des Dachsteingebirges beträgt 600 bis 1 000 Quadratkilometer, eine genauere Einteilung ist nicht möglich. Der Dachstein beherbergt einige [[Gletscher]], die jedoch vom Ennstal aus nicht gesehen werden können und sich in Oberösterreich befinden. Eine Besonderheit sind die extremen Wetterumschwünge, die nicht überschätzt werden dürfen. Gründe dafür sind die Höhe und die exponierte Lage. Der [[Kalkstein]] bildet die Landschaftsform Karst, welcher ober- und unterirdische Formen wie die Rieseneishöhle oder die Mammuthöhle formt.<ref>Pürcher Alois: ''Erlebnis Ennstal Schladminger Tauern'', Graz 2000, S. 60-61.</ref> | ||
=== Umgrenzung === | === Umgrenzung === | ||
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** [[Grimming]], 2 351 m ü. A. | ** [[Grimming]], 2 351 m ü. A. | ||
** [[Schartenspitze]], 2 328 m ü. A. | ** [[Schartenspitze]], 2 328 m ü. A. | ||
=== Höhlen === | |||
* [[Höhlen im Dachsteingebirge]] | |||
=== Schutzhütten === | === Schutzhütten === | ||
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** [[Stoderalm]], 1 737 m ü. A. | ** [[Stoderalm]], 1 737 m ü. A. | ||
* | * Grimmingstock: | ||
** [[Grimminghütte]], 966 m ü. A. | ** [[Grimminghütte]], 966 m ü. A. | ||
=== Biwak === | === Biwak === | ||
* | * Grimmingstock: | ||
** [[Dr. Obersteiner-Biwak|Toni Adam Dr. Obersteiner Biwak]] | ** [[Dr. Obersteiner-Biwak|Toni Adam Dr. Obersteiner Biwak]] | ||
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== Geologie == | == Geologie == | ||
[[Datei:Schichtfolge der Dachstein-Gruppe.jpg|thumb|Die geologische Schichtfolge der Dachstein-Gruppe]] | [[Datei:Schichtfolge der Dachstein-Gruppe.jpg|thumb|Die geologische Schichtfolge der Dachstein-Gruppe]] | ||
An den Südwänden des Dachsteinmassivs ist die gesamte Schichtenfolge der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] aus den Perioden des Perms und der Trias aufgeschlossen. | An den Südwänden des Dachsteinmassivs ist die gesamte Schichtenfolge der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] aus den Perioden des Perms und der Trias aufgeschlossen. | ||
Die tiefste Einheit, das [[Haselgebirge]] ist im Karlsgraben östlich der [[Austriahütte]] gut ersichtlich. Die [[Gipsstein]]-Lagen zwischen verschiedenen [[Schiefer]]n zeugen von einem Bildungsmilieu in flachem, vom offenen Meer abgetrennten Lagunenbereich, in dem das Meerwasser im trockenen und heißen Wüstenklima verdampfte und die [[Evaporitmineral|Evaporite]] sich bildeten. | |||
Die tiefste Einheit, das [[Haselgebirge]] ist im Karlsgraben östlich der [[Austriahütte]] gut ersichtlich. Die [[Gipsstein]]-Lagen zwischen verschiedenen [[Schiefer]]n zeugen von einem Bildungsmilieu in flachem, vom offenen Meer abgetrennten Lagunenbereich, in dem das Meerwasser im trockenen und heißen Wüstenklima verdampfte und die [[Evaporitmineral|Evaporite]] sich bildeten. | |||
Die Basis der Türlspitz-Gruppe - [[Hinterer Türlspitz]], [[Vorderer Türlspitz]], [[Niederer Türlspitz]] - bildet die älteste kalkalpine Formation der Trias-Zeit: die [[Werfener Schichten]]. Darüber folgen die karbonatischen Gesteinsschichten, wie [[Gutensteiner Dolomit]], [[Steinalm Kalk]], [[Wettersteinkalk]], [[Hallstätter Kalk]], [[Wettersteindolomit]] und der [[Dachsteinkalk]]. Das Hochplateau des Dachsteinmassivs besteht ausschließlich aus dem Dachsteinkalk. | Die Basis der Türlspitz-Gruppe - [[Hinterer Türlspitz]], [[Vorderer Türlspitz]], [[Niederer Türlspitz]] - bildet die älteste kalkalpine Formation der Trias-Zeit: die [[Werfener Schichten]]. Darüber folgen die karbonatischen Gesteinsschichten, wie [[Gutensteiner Dolomit]], [[Steinalm Kalk]], [[Wettersteinkalk]], [[Hallstätter Kalk]], [[Wettersteindolomit]] und der [[Dachsteinkalk]]. Das Hochplateau des Dachsteinmassivs besteht ausschließlich aus dem Dachsteinkalk. | ||
== | == Geschichte == | ||
Als [[Dachsteinpionier und Wissenschaftler – Friedrich Simony zum 200. Geburtstag|Dachsteinpionier und Wissenschaftler]] gilt Prof. [[Friedrich Simony]], der [[1840]] erstmals auf das Dachsteinplateau kam und mit der Erforschung der Geomorphologie und der acht [[Dachsteingletscher]] des Dachsteingebirges begann. | |||
Am [[5. März]] [[1910]] fand die [[erste Dachsteinquerung mit Ski]] von Ost nach West statt. | |||
Im Februar 1921 ereignete sich das [[Dachsteinunglück 1921]], beim [[Heilbronner Dachsteinunglück 1954]] erfroren bei einem Schneesturm in der Karwoche auf dem [[Dachsteinmassiv|Dachstein]] drei Lehrer und zehn Schüler aus Heilbronn, Bundesrepublik Deutschland. | |||
Anfang November [[2020]] ereignete sich ein [[Felssturz 2020 an den Südwänden des Dachsteinmassivs|Felssturz an den Südwänden des Dachsteinmassivs]]. | Anfang November [[2020]] ereignete sich ein [[Felssturz 2020 an den Südwänden des Dachsteinmassivs|Felssturz an den Südwänden des Dachsteinmassivs]]. | ||