Hotel zur Post (Admont): Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Unter dem Namen ''Spießmacher-Haus'', später ''Bader Wirth'' wurde das Haus bekannt.  
Unter dem Namen ''Spießmacher-Haus'', später ''Bader Wirth'' wurde das Haus bekannt.  
 
Im [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#U|Urbar]] von 1448 wird diese Realität als „Pad-Haus“ ohne Besitzernamen erstmals erwähnt. [[1524]] findet man hier „Meistam Erhard Pader“, womit auch die Berufsbezeichnung Chirurg gegeben ist. [[1537]] scheint auf demselben Areal ein zweites, bis [[1544]] einem Wernhard Hühnerwolf gehörenden Haus auf, das danach von Jörg Spießmacher bewohnt wurde, weshalb die Liegenschaft nahezu 290 Jahre lang als „Spießmacher-Haus“ bezeichnet wurde. Es folgten zahlreiche Besitzübergaben, ehe [[1591]] der Bader Christoph Raininger die beiden Häuser samt Stallungen, Nebengebäuden und Gründen zu einem Besitz vereinte. Laut Kaufbrief, ausgefertigt an Maria Hack aus dem Jahre [[1834]], wurde der Besitz in den vorangegangenen 200 Jahren durch Zukauf und Heirat erheblich erweitert. Erstmalig wird mit diesem Datum auch ein Wirtshaus beim Bader erwähnt.


Das Gebäude entstand [[1448]] und wurde [[1545]] von Jörg Spießmacher erworben, von dem es seinen Hausnamen erhielt. Als ''Bader Wirth'' erhielt es [[1788]] die Tafernengerechtigkeit<ref>siehe [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Gerechtsame]]</ref> und wurde erstmals erwähnt.  
[[1849]] richtete man in Admont eine eigene „k.k. Briefsammlung“ als Filiale der Poststation [[Rottenmann]] ein. Das daraus resultierende Postmeister-Amt wurde im Gasthaus von Franz Draxler, dem damaligen „Bader-Wirt“, untergebracht bzw. dessen Sohn Josef, seit [[1851]] Besitzer des Hauses zum „Postmeister“, bestellt. [[Josef Draxler]] war von [[1867]] bis [[1871]] auch [[Bürgermeister der Marktgemeinde Admont|Bürgermeister]] von Admont. Die Nachkommen verkauften den „Gasthof zur Post“ [[1885]] an den aus Steyr stammenden Restaurateur [[Ludwig Großauer]].  


[[1849]] wurde dann auch das Postmeister-Amt in diesem Gebäude eingerichtet und es wurde fortan „Gasthof zur Post“ genannt. [[1900]], im Besitz der Familie Großauer, erhielt das Gebäude ein weitere Stockwerk und wurde bis [[1992]] als Hotel geführt.
Im nachbarlichen Trakt mit dem Stufengiebel waren die Post- und Umspannpferde untergebracht, später wurde das Postamt hierhin verlegt. [[1900]] versah Großauer das Gasthaus mit einem zweiten Stock und erhob es zum „Hotel Post“, das ab [[1922]] schon mit Telefon, elektrischer Beleuchtung, Dampf-Zentralheizung und – pro Etage – mit Dusche und Wannenbad ausgestattet war. Dem Haus war zur Eigenversorgung eine große Landwirtschaft angeschlossen. Sohn Ludwig-Franz und Enkel Ludwig III. absolvierten Hoteliers-Ausbildungen, übernahmen jeweils den Betrieb und bauten das Hotel weiter aus. [[1951]] erfolgte eine größere Renovierung, im Zuge dessen wurde auch das Fassaden-Emblem der Postillone angebracht. [[1953]] vermählte sich Ludwig III. mit Auguste Plappert vom Gasthaus zur Traube, die das Haus [[1963]] übernahmen. [[1971]] erfolgte eine weitere Generalsanierung. Nachdem Ludwig III. 58-jährig verstarb, wurde das Hotel als Witwenbetrieb weitergeführt, in Folge mangelnder Frequenz kam es jedoch zu Wintersperren und [[1992]] zur endgültigen Schließung des traditionsreichen „Hotel zur Post“. Zwei Jahre später wurde das Haus über eine Gesellschaft zu Wohnzwecken umgebaut und die Geschäftsräume im Parterre vermietet.


=== Beschreibung 1914 ===
=== Beschreibung 1914 ===
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* Eintrag in der Facebook-Gruppe ''Historische Runde Admont'' von [[Ernst Kren]] im Oktober 2018
* Eintrag in der Facebook-Gruppe ''Historische Runde Admont'' von [[Ernst Kren]] im Oktober 2018
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wcs&datum=1914&page=931&size=45&qid=MRHL2UEKV245IJD3WSM4WD8UIL549T ANNO], Illustrierter Wegweiser durch die österreichischen Kurorte, Sommerfrischen und Winterstationen, 1914, Seite 63
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=wcs&datum=1914&page=931&size=45&qid=MRHL2UEKV245IJD3WSM4WD8UIL549T ANNO], Illustrierter Wegweiser durch die österreichischen Kurorte, Sommerfrischen und Winterstationen, 1914, Seite 63
==== Einzelnachweise ====
{{Quelle Ernst Kren}}
==== Einzelnachweis ====
<references/>
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[[Kategorie:Admont]]
[[Kategorie:Admont]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
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[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]
[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]