Karl Reiterer: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Karl Reiterer''' (* [[1860]] in Graz; † [[6. Mai]] [[1934]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19340507&query=%22Karl+Reiterer%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 7. Mai 1934, Seite 3</ref> ebenda) war Volksschullehrer, Volkskundler und Volksschriftsteller. | '''Karl Reiterer''', Pseudonym Karl von Wald (* [[17. September]] [[1860]] in Graz; † [[6. Mai]] [[1934]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gtb&datum=19340507&query=%22Karl+Reiterer%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Grazer Tagblatt, Ausgabe vom 7. Mai 1934, Seite 3</ref> ebenda), war Volksschullehrer, Volkskundler und Volksschriftsteller. | ||
== Leben == | |||
Karl Reiterer, Sohn eines Lehrers, war nach seiner Ausbildung an der Grazer Lehrerbildungsanstalt ([[1875]] bis [[1879]]) in verschiedenen Orten der [[Steiermark]] als Lehrer bzw. Direktor an Volksschulen tätig: in St. Peter im Sulmtal (1879 bis [[1885]]), [[Donnersbachwald]] ([[1886]] bis [[1896]]), [[Weißenbach bei Liezen]] ([[1897]] bis [[1907]]), [[Trieben]] (1907 bis [[1911]]), darauf in Wettmannstätten, zuletzt in Graz. [[1921]] ging er in Pension. | |||
Angeregt von J. Krainz und Ferk begann Reiterer, von seiner Frau unterstützt, volkskundlich wichtiges Material zu sammeln. Im Bewusstsein, dass die Erschließung der Täler durch Verkehr und [[Fremdenverkehr]] einen raschen Verfall des geschlossenen, überlieferungsreichen Volkslebens bewirken werde, war er um die Bewahrung, Erklärung und Überlieferung von Wörtern und Redensarten, die Rettung von Sagen, Sprüchen, Liedern, Gedichten und Bauernspielen, von Sitten und Bräuchen bemüht. | |||
So verfasste Reiterer, der von [[Peter Rosegger]], A. Schlossar, [[Viktor Geramb|Viktor von Geramb]] und anderen hoch geschätzt wurde, gegen 1 200 Aufsätze mit reicher Dokumentation auch im Bereich der Sachkunde, u. a. für die Zeitschriften und Zeitungen „Heimgarten“, „Steirer Seppl“, „Pädagogische Zeitschrift“, „Zeitschrift für österreichische Volkskunde“, „Zeitschrift für Volkskunde“ (Berlin), „Obersteirerblatt“ und „Tagespost“ (Graz). Aus eigenen Kenntnissen und Erfahrungen schöpfte er den Stoff für seine landeskundlich wichtigen Führer, für die nach Sachgebieten oder nach dem Jahrlauf gegliederten volkskundlichen Arbeiten und für seine Dichtungen. Als Erzähler bekennt er sich zu dem Vorbild von Rosegger, Ganghofer, M. Schmied und Stieler. Wehmut und Liebe sind tragende Stimmungen seiner erbaulichen und lehrhaften Erz. | |||
Das [[Donnersbacher Spiel]], ein [[Obersteirische Nikolausspiele|Obersteirisches Nikolausspiel]], wurde nach Angaben von Karl Reiterer niedergeschrieben. | Das [[Donnersbacher Spiel]], ein [[Obersteirische Nikolausspiele|Obersteirisches Nikolausspiel]], wurde nach Angaben von Karl Reiterer niedergeschrieben. | ||
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* ''Steirischer Volkskundler und Schriftsteller'', aus: „Ennstalerisch. Volkstümliches aus der nordwestlichen Steiermark“, Graz, 1913, Seite 40 | * ''Steirischer Volkskundler und Schriftsteller'', aus: „Ennstalerisch. Volkstümliches aus der nordwestlichen Steiermark“, Graz, 1913, Seite 40 | ||
== | == Quellen == | ||
* [[EnnstalWiki]]-Einträge | * [[EnnstalWiki]]-Einträge | ||
* [https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_R/Reiterer_Karl_1860_1934.xml www.biographien.ac.at] ÖBL 1815-1950, Bd. 9 (Lfg. 41, 1984), S. 66f. | |||
==== | ==== Einzelnachweise ==== | ||
<references/> | <references/> | ||