August Böhm: Unterschied zwischen den Versionen

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Dieses Jahr wurde für Böhm auch deshalb für seine wissenschaftliche Arbeit von Bedeutung, weil die Sektion Breslau des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]] ein Preisausschreibung für die beste Arbeit zum Thema „Die Vergletscherung der österreichischen Alpenländer“ ausschrieb.  Böhm tat sich mit dem deutschen Gletscherforscher Albrecht Penck zusammen, der damals Professor der Geografie an der Wiener Universität war und mit Eduard Brückner, ebenfalls ein deutscher Geograf und Klimatologe, damals Professor in Bern in der Schweiz. Sie reichten unter dem Kennwort „Die Tatsachen reden“ einen gemeinsamen Beitrag ein und erhielten den Preis von 3.000 Mark zuerkannt.  Später kam Böhm mit Plenck wegen dessen Biografie über Simony in Konflikt, die zahlreiche Irrtümer enthielt.
Dieses Jahr wurde für Böhm auch deshalb für seine wissenschaftliche Arbeit von Bedeutung, weil die Sektion Breslau des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]] ein Preisausschreibung für die beste Arbeit zum Thema „Die Vergletscherung der österreichischen Alpenländer“ ausschrieb.  Böhm tat sich mit dem deutschen Gletscherforscher Albrecht Penck zusammen, der damals Professor der Geografie an der Wiener Universität war und mit Eduard Brückner, ebenfalls ein deutscher Geograf und Klimatologe, damals Professor in Bern in der Schweiz. Sie reichten unter dem Kennwort „Die Tatsachen reden“ einen gemeinsamen Beitrag ein und erhielten den Preis von 3.000 Mark zuerkannt.  Später kam Böhm mit Plenck wegen dessen Biografie über Simony in Konflikt, die zahlreiche Irrtümer enthielt.


Von 1898 bis 1907 redigierte Böhm die „Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft“. 1908 wurde er an die Czernowitzer Universität berufen, deren Professorenkollegium er bis 1920 angehörte. Da war er noch zwei Jahre als Honorardozent an der Universität Graz tätig, bevor er in Pension ging.  
Von [[1898]] bis [[1907]] redigierte Böhm die „Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft“. 1908 wurde er an die Czernowitzer Universität berufen, deren Professorenkollegium er bis 1920 angehörte. Da war er noch zwei Jahre als Honorardozent an der Universität Graz tätig, bevor er in Pension ging.  


Er starb an den Folgen einer Lungenentzündung.
Er starb an den Folgen einer Lungenentzündung.


=== Der Alpinist Böhm ===
=== Der Alpinist Böhm ===
Schon als Neunjährige war Böhm in den Alpen mit „einem ungewöhnlich langen Bergstock“ unterwegs, was er auch noch später als gereifter Alpinist zu tun pflegte. Er war auch ein außergewöhnlich guter Kletterer. Zusammen mit den Brüdern Otto und Emil Zsigmondy bestieg er ab 1878 eine Reihe von österreichischen Gipfeln. 1881 stieß noch der österreichische Bergsteiger Ludwig Purtscheller zu diesem Trio. Ziele waren damals vorwiegend Berge der Zillertaler Alpen und die Südtiroler Dolomiten.
Schon als Neunjährige war Böhm in den Alpen mit „einem ungewöhnlich langen Bergstock“ unterwegs, was er auch noch später als gereifter Alpinist zu tun pflegte. Er war auch ein außergewöhnlich guter Kletterer. Zusammen mit den Brüdern Otto und [[Emil Zsigmondy]] bestieg er ab [[1878]] eine Reihe von österreichischen Gipfeln. [[1881]] stieß noch der österreichische Bergsteiger Ludwig Purtscheller zu diesem Trio. Ziele waren damals vorwiegend Berge der Zillertaler Alpen und die Südtiroler Dolomiten.
Im September [[1881]] glückte ihm dann die zweite Besteigung des „Turms“ in der [[Hochschwabgruppe]].  Bereits im Juni 1881 hatte er  mit Karl Diener und Hermann Eißler einen Versuch unternommen, der allerdings wegen Neuschnee abgebrochen werden musste. Acht Tage später gelang die Erstbesteigung dann [[swiki:Markgraf Alfred Pallavicini]] mit dem [[Dachstein]]führer Auhäusler ([[Johann Schrempf]] vulgo Auhäusler) aus der [[Ramsau]].  
Im September [[1881]] glückte ihm dann die zweite Besteigung des „Turms“ in der [[Hochschwabgruppe]].  Bereits im Juni 1881 hatte er  mit Karl Diener und Hermann Eißler einen Versuch unternommen, der allerdings wegen Neuschnee abgebrochen werden musste. Acht Tage später gelang die Erstbesteigung dann [[swiki:Markgraf Alfred Pallavicini]] mit dem [[Dachstein]]führer Auhäusler ([[Johann Schrempf]] vulgo Auhäusler) aus der [[Ramsau]].