Springer-Villa: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Springer-Villa, die heute mit dem Namen Flussbahnhof<ref>[http://www.flussbahnhof.at www.flussbahnhof.at]</ref> ein Ort gelebter österreichischer Geschichtsaufarbeitung ist, steht mit ihrer Geschichte ''pars-pro-toto'' für verabsäumte Restitutionshandlungen durch die Verantwortlichen nach 1955 sowie dem damit verbundenen konsequent andauernden Bruch des formulierten Staatsvertrages für Österreich. | Die Springer-Villa, die heute mit dem Namen Flussbahnhof<ref>[http://www.flussbahnhof.at www.flussbahnhof.at]</ref> ein Ort gelebter österreichischer Geschichtsaufarbeitung ist, steht mit ihrer Geschichte ''pars-pro-toto'' für verabsäumte Restitutionshandlungen durch die Verantwortlichen nach 1955 sowie dem damit verbundenen konsequent andauernden Bruch des formulierten Staatsvertrages für Österreich. | ||
Die 1938 durch die damalige Reichsforstverwaltung, welche sich nach 1955 in [[Österreichische Bundesforste AG|Österreichische Bundesforste]] umbenannte, enteignete die Jüdin Valentine Noemi Springer, welche das Anwesen [[1928]] erworben hatte, blieb trotz nicht gelungener Restitution bis [[2017]] Namensgeberin für die Springer-Villa. Valentine Noemi Springer gehörte mit Sicherheit zu einer der materiell am meist geschädigten Jüdinnen Österreichs aufgrund von Neid, Missgunst, Hass und Antisemitismus, welcher den Zweiten Weltkrieg in seiner gesamten Grausamkeit ideologisch geprägt hat. Als einzige Tochter des als "reichsten Mann Europas" (vgl. Sandgruber) betitelten Albert Salomon Rothschild und der sehr jung verstorbenen Bettina Rothschild, einer "Frau von ungewöhnlicher Bildung" (Sandgruber, S. 264) besaß Valentine Noemi neben einer umfassenden Kunstsammlung, welche vermutlich in Schloss Sitzenberg aufbewahrt wurde noch das Palais Springer in Wien III, Metternichgasse 8, das Schloss Sitzenberg bei Tulln in [[Niederösterreich]], die Villa Springer in Wildalpen, sowie ein Areal in Seehof, Lunz in Niederösterreich. | Die 1938 durch die damalige Reichsforstverwaltung, welche sich nach 1955 in [[Österreichische Bundesforste AG|Österreichische Bundesforste]] umbenannte, enteignete die Jüdin Valentine Noemi Springer<ref>https://family.rothschildarchive.org/people/100-valentine-noemi-valli-von-rothschild-1886-1968</ref>, welche das Anwesen [[1928]] erworben hatte, blieb trotz nicht gelungener Restitution bis [[2017]] Namensgeberin für die Springer-Villa. Valentine Noemi Springer gehörte mit Sicherheit zu einer der materiell am meist geschädigten Jüdinnen Österreichs aufgrund von Neid, Missgunst, Hass und Antisemitismus, welcher den Zweiten Weltkrieg in seiner gesamten Grausamkeit ideologisch geprägt hat. Als einzige Tochter des als "reichsten Mann Europas" (vgl. Sandgruber) betitelten Albert Salomon Rothschild und der sehr jung verstorbenen Bettina Rothschild, einer "Frau von ungewöhnlicher Bildung" (Sandgruber, S. 264) besaß Valentine Noemi neben einer umfassenden Kunstsammlung, welche vermutlich in Schloss Sitzenberg aufbewahrt wurde noch das Palais Springer in Wien III, Metternichgasse 8, das Schloss Sitzenberg<ref>https://schloss-sitzenberg.at/sommer/schloss-sitzenberg/</ref> bei Tulln in [[Niederösterreich]], die Villa Springer in Wildalpen, sowie ein Areal in Seehof, Lunz in Niederösterreich. | ||
Mittels Verwehrung der Einsichtnahme sowie Dokumentenfälschungen behalf man sich bis heute, um die Anträge der zahlreichen Restitutionsgesuche - wie auch im Falle von Frau Springer - nicht bearbeiten zu müssen, wodurch sich die österreichische Nachkriegsgesellschaft nicht nur konsequent aus der Verantwortung schlich, sondern daneben noch große weitere Schäden zugunsten von Korruption und Nepotismus anrichtete. | Mittels Verwehrung der Einsichtnahme sowie Dokumentenfälschungen behalf man sich bis heute, um die Anträge der zahlreichen Restitutionsgesuche - wie auch im Falle von Frau Springer - nicht bearbeiten zu müssen, wodurch sich die österreichische Nachkriegsgesellschaft nicht nur konsequent aus der Verantwortung schlich, sondern daneben noch große weitere Schäden zugunsten von Korruption und Nepotismus anrichtete. | ||