Klimanotstand: Unterschied zwischen den Versionen
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Am [[24. Mai]] 2019 hatte [[Ernst Walter Schrempf]] in seiner Eigenschaft als kommunaler Klimaschutzbeauftragter den Antrag auf Ausrufung des ''' | Am [[24. Mai]] 2019 hatte [[Ernst Walter Schrempf]] in seiner Eigenschaft als kommunaler Klimaschutzbeauftragter den Antrag auf Ausrufung des '''Klimanotstandes''' bei den Gemeinden [[Michaelerberg-Pruggern]], [[Sölk]] und [[Öblarn]] gestellt. | ||
Bericht in der Regionaltzeitung "Der Ennstaler" vom 21. 6. 2019 ungekürzt: | |||
== „Klimanotstand“ lässt die Wogen hochgehen == | |||
[[Hannes Huber]], [[Bürgermeister der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern|Bürgermeister]] von Michaelerberg-Pruggern hatte Schrempf im Zuge seines EU-Wahl-Besuches bei der Gemeinde zugesagt, den Antrag bei der nächsten GR-Sitzung zu behandeln. | [[Hannes Huber]], [[Bürgermeister der Gemeinde Michaelerberg-Pruggern|Bürgermeister]] von Michaelerberg-Pruggern hatte Schrempf im Zuge seines EU-Wahl-Besuches bei der Gemeinde zugesagt, den Antrag bei der nächsten GR-Sitzung zu behandeln. | ||
Als erste Gemeinde in Österreich hat Michaelerberg-Pruggern am [[13. Juni]] 2019 den | Als erste Gemeinde in Österreich hat Michaelerberg-Pruggern am [[13. Juni]] 2019 den „Klimanotstand“ ausgerufen. Der Beschluss, der im 15-köpfigen Gemeinderat einstimmig gefasst wurde, ließ in den Tagen darauf die Wogen hochgehen. Befürworter und Kritiker halten sich die Waage – während die einen eine Signalwirkung darin sehen, sprechen die anderen von einem Marketing-Gag. | ||
Neben dem Antrag von | Neben dem Antrag von Schrempf lieferte der Bürgermeister in der ORF Sendung „Im Zentrum“ am Sonntagabend, den [[16. Juni]] eine weitere Begründung zum medienwirksamen Schritt: „''Wir sind der Meinung, dass es nicht fünf, sondern zwei vor Zwölf ist.''“ Gefragt nach künftigen Maßnahmen sagte Huber: „''Konkrete Maßnahmen anzubieten wäre jetzt noch zu früh.''“ Weiter arbeiten will man laut Bürgermeister aber am Ausbau der Bioenergie. | ||
Dazu merkte er an, dass in [[Pruggern]] vor über zehn Jahren ein Bioheizwerk errichtet wurde, das die örtliche [[Volksschule Pruggern|Schule]], den [[Kindergarten Pruggern|Kindergarten]] und Vereine mit Strom versorgt. Die Gemeinde ist auch in verschiedenen Verbänden engagiert, etwa um den Wald „klimafitter“ zu machen, so Huber. | Dazu merkte er an, dass in [[Pruggern]] vor über zehn Jahren ein Bioheizwerk errichtet wurde, das die örtliche [[Volksschule Pruggern|Schule]], den [[Kindergarten Pruggern|Kindergarten]] und Vereine mit Strom versorgt. Die Gemeinde ist auch in verschiedenen Verbänden engagiert, etwa um den Wald „klimafitter“ zu machen, so Huber. | ||
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Großen Einfluss auf das Klima dürfte, darin sind sich wiederum alle Experten beinahe einig, zum einen der extreme Flugverkehr – im vergangenen Jahr verzeichnete die Luftfahrt weltweit knapp 3,8 Milliarden Passagiere, dazu waren Schätzungen zufolge knapp 23 600 Passagier- und Frachtmaschinen registriert – und zum anderen der boomende Kreuzfahrtschiff-Tourismus haben. | Großen Einfluss auf das Klima dürfte, darin sind sich wiederum alle Experten beinahe einig, zum einen der extreme Flugverkehr – im vergangenen Jahr verzeichnete die Luftfahrt weltweit knapp 3,8 Milliarden Passagiere, dazu waren Schätzungen zufolge knapp 23 600 Passagier- und Frachtmaschinen registriert – und zum anderen der boomende Kreuzfahrtschiff-Tourismus haben. | ||
Beides sind heiße Eisen, die von der Politik so gut wie nicht angegriffen werden. Eine Vorbildrolle nimmt in diesem Zusammenhang die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ein, die zumindest innerhalb Europas mit dem Zug in Großstädte fährt, um für eine konsequente Klimapolitik zu werben. Und trotzdem gibt es auch hier eine Kehrseite: die von ihr ausgelösten „''Schulstreiks für das Klima''“, die inzwischen zur globalen Bewegung „''Fridays for Future''“ gewachsen sind, erwecken immer mehr den Anschein, dass sie von Links-Aktivisten als politische Bühne missbraucht werden. | Beides sind heiße Eisen, die von der Politik so gut wie nicht angegriffen werden. Eine Vorbildrolle nimmt in diesem Zusammenhang die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ein, die zumindest innerhalb Europas mit dem Zug in Großstädte fährt, um für eine konsequente Klimapolitik zu werben. Und trotzdem gibt es auch hier eine Kehrseite: die von ihr ausgelösten „''Schulstreiks für das Klima''“, die inzwischen zur globalen Bewegung „''Fridays for Future''“ gewachsen sind, erwecken immer mehr den Anschein, dass sie von Links-Aktivisten als politische Bühne missbraucht werden. | ||
Anmerkung zum letzten Satz dieses Zeitungsberichtes: Diese von der Redaktion des Ennstalers formulierte Vermutung des Missbrauches durch Links-Aktivisten ist nicht die Meinung von Ernst Walter Schrempf, die Tatsache Klimaerhitzung entspricht einem globalen Notfall. | |||
== Quelle == | == Quelle == | ||