Margarete Aigner: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
Ihre Eltern waren Emma Aigner (* 16. April 1862 in [[Liezen]]; † 1945 ebenda), geborene Herbst, wohnhaft in Liezen und [[Franz Aigner]], Kaufmann (* [[6. Jänner]] [[1860]] in Liezen; † [[1911]] in Kammern). Sie hatte noch zwei Brüuder, die Liezener Kaufleute[[Franz Aigner junior|Franz Aigner]] (* [[1891]]) und [[Fritz Aigner]].
Ihre Eltern waren Emma Aigner (* 16. April 1862 in [[Liezen]]; † 1945 ebenda), geborene Herbst, wohnhaft in Liezen und [[Franz Aigner]] (* [[6. Jänner]] [[1860]] in Liezen; † [[1911]] in Kammern, Kaufmann. Sie hatte noch zwei Brüder, die Liezener Kaufleute[[Franz Aigner junior|Franz]] (* [[1891]]) und [[Fritz Aigner]].


Sie besuchte zunächst in Kammern die Volksschule, dann, vom [[20. Februar]] [[1912]] bis zum Ende des Schuljahres 1912/13 die [[Volksschule Liezen|Volksschule]] in Liezen. Anschließend besuchte sie die Bürgerschule in Bruck an der Mur.  
Sie besuchte zunächst in Kammern die Volksschule, dann, vom [[20. Februar]] [[1912]] bis zum Ende des Schuljahres 1912/13 die [[Volksschule Liezen|Volksschule]] in Liezen. Anschließend besuchte sie die Bürgerschule in Bruck an der Mur.  
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=== Erinnerungen an die letzten Kriegstage ===
=== Erinnerungen an die letzten Kriegstage ===
[[Todesmarsch 1945: von Liezen auf den Pyhrnpass]]: Die langjährige Oberlehrerin Margarete Aigner erinnerte sich an die letzten Kriegstage. Ihre schriftlichen Aufzeichnungen sind im Landesarchiv verwahrt.<br />
[[Todesmarsch 1945: von Liezen auf den Pyhrnpass]]: Die langjährige Oberlehrerin Margarete Aigner erinnerte sich an die letzten Kriegstage. Ihre schriftlichen Aufzeichnungen sind im Landesarchiv verwahrt.  
 
„''15. April: Vormittags ein Zug Kazettler durch den Ort geführt worden. Diesem Zuge folgte ein Zug von circa 1&nbsp;000 Juden, ein Bild des Elends. Matt, gebeugt, die Füße mit Fetzen umwickelt, schlichen sie in der Kolonne dahin, Reihe um Reihe. Sie wurden von der ungarischen Grenze dahergeführt und über den Pyhrn nach Oberösterreich. Bei der Ennsbrücke haben sie auf einer Wiese übernachtet. Vor Hunger aßen sie Gras und Schnecken. Ein Hiesiger wollte ihnen ein Brot geben. Er wurde von der Wache mit dem Erschießen bedroht. Einer Frau im Ort, die zufällig mit einer Schüssel Erdäpfelschalen aus einem Haus kam, wollten Juden solche Schalen aus der Schüssel nehmen und sie gierig essen. Der Wächter war sofort da und wies die Frau energisch in das Haus zurück.''“
„''15. April: Vormittags ein Zug Kazettler durch den Ort geführt worden. Diesem Zuge folgte ein Zug von circa 1&nbsp;000 Juden, ein Bild des Elends. Matt, gebeugt, die Füße mit Fetzen umwickelt, schlichen sie in der Kolonne dahin, Reihe um Reihe. Sie wurden von der ungarischen Grenze dahergeführt und über den Pyhrn nach Oberösterreich. Bei der Ennsbrücke haben sie auf einer Wiese übernachtet. Vor Hunger aßen sie Gras und Schnecken. Ein Hiesiger wollte ihnen ein Brot geben. Er wurde von der Wache mit dem Erschießen bedroht. Einer Frau im Ort, die zufällig mit einer Schüssel Erdäpfelschalen aus einem Haus kam, wollten Juden solche Schalen aus der Schüssel nehmen und sie gierig essen. Der Wächter war sofort da und wies die Frau energisch in das Haus zurück.''“


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[[Kategorie:Töchter und Söhne des Ennstals]]
[[Kategorie:Töchter und Söhne des Ennstals]]
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Bildung]]
[[Kategorie:Bildung]]