Josef Strasser: Unterschied zwischen den Versionen
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„Vier im Steinerweg", Diese Meldung erreichte die Männer des [[Bergrettung Ortsstelle Ramsau am Dachstein|Bergrettungsdienstes Ramsau]] nach einem Wettersturz am [[21. Juli]] [[1947]]. Zehn Mann machten sich auf den Weg. Knöcheltiefen Schnee gab es schon beim Anstieg, der bis zum sogenannten „Dachl" bereits hüfttief wurde. Der Sepp wurde als Seilerster von [[Richard Perner]] gesichert. Vier weitere Seilschaften folgten ihnen. Am "[[Salzburger Band]]" entdeckten die beiden zwei der Vermissten, die Bischofshofener Gustav Stangl und Johann Lamer. Ihnen konnte leider nicht mehr geholfen werden und wegen des anhaltenden Schneesturms war an eine Bergung an diesem Tag nicht zu denken. Doch wer waren die beiden anderen Bergsteiger? Lautes Rufen - jedoch keine Antwort. Gegen sieben Uhr abends erreichten Sepp und Richard nach 13-stündiger härtester Kletterei im verschneiten und vereisten Fels das Schneefeld am Einstieg des Steinerweges. Nebel und Wolken verzogen sich für einen kurzen Augenblick. Da vernahmen sie plötzlich verzweifelte Hilferufe, die allerdings aus der Pichlroute kamen. Erschöpft und durchnässt erreichten die Männer die [[Dachstein-Südwand-Hütte|Südwandhütte]]. Nur kurze Rast war ihnen dort gegönnt. Es wurde wiederum eine Rettungsmannschaft zusammengestellt, die am darauf folgenden Tag, dem 22. Juli, in den Pichlweg einstieg. Da sich das Wetter etwas besserte, kamen die Retter rasch vorwärts. [[Hubert Vierthaler]] fand die Verunglückten, mit ihm als Seilgeführte der Zoas Jok (Jakob Walcher, vlg. Zeiser), doch leider gewann wiederum der Tod den Wettlauf mit der Zeit. Margarete Kain aus Wien hing tot im Seil, deren Bruder Herbert Mahr starb in den Armen der Retter, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Die Rekonstruktion des Unfallherganges ergab, dass der Bruder den Sturz seiner Schwester wohl halten konnte, die Verunglückte jedoch nicht mehr auf den Standplatz zurückbringen konnte. Übrigens kamen damals die Brüder Steiner, der [[Franz Steiner|Franz]] und der [[Georg Steiner|Irg]], den Rettern von der Dachsteinschulter her entgegen, um Hilfe zu leisten. Doch alle Bemühungen waren vergeblich geblieben. | „Vier im Steinerweg", Diese Meldung erreichte die Männer des [[Bergrettung Ortsstelle Ramsau am Dachstein|Bergrettungsdienstes Ramsau]] nach einem Wettersturz am [[21. Juli]] [[1947]]. Zehn Mann machten sich auf den Weg. Knöcheltiefen Schnee gab es schon beim Anstieg, der bis zum sogenannten „Dachl" bereits hüfttief wurde. Der Sepp wurde als Seilerster von [[Richard Perner]] gesichert. Vier weitere Seilschaften folgten ihnen. Am "[[Salzburger Band]]" entdeckten die beiden zwei der Vermissten, die Bischofshofener Gustav Stangl und Johann Lamer. Ihnen konnte leider nicht mehr geholfen werden und wegen des anhaltenden Schneesturms war an eine Bergung an diesem Tag nicht zu denken. Doch wer waren die beiden anderen Bergsteiger? Lautes Rufen - jedoch keine Antwort. Gegen sieben Uhr abends erreichten Sepp und Richard nach 13-stündiger härtester Kletterei im verschneiten und vereisten Fels das Schneefeld am Einstieg des Steinerweges. Nebel und Wolken verzogen sich für einen kurzen Augenblick. Da vernahmen sie plötzlich verzweifelte Hilferufe, die allerdings aus der Pichlroute kamen. Erschöpft und durchnässt erreichten die Männer die [[Dachstein-Südwand-Hütte|Südwandhütte]]. Nur kurze Rast war ihnen dort gegönnt. Es wurde wiederum eine Rettungsmannschaft zusammengestellt, die am darauf folgenden Tag, dem 22. Juli, in den Pichlweg einstieg. Da sich das Wetter etwas besserte, kamen die Retter rasch vorwärts. [[Hubert Vierthaler]] fand die Verunglückten, mit ihm als Seilgeführte der Zoas Jok (Jakob Walcher, vlg. Zeiser), doch leider gewann wiederum der Tod den Wettlauf mit der Zeit. Margarete Kain aus Wien hing tot im Seil, deren Bruder Herbert Mahr starb in den Armen der Retter, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Die Rekonstruktion des Unfallherganges ergab, dass der Bruder den Sturz seiner Schwester wohl halten konnte, die Verunglückte jedoch nicht mehr auf den Standplatz zurückbringen konnte. Übrigens kamen damals die Brüder Steiner, der [[Franz Steiner|Franz]] und der [[Georg Steiner (Alpinist)|Irg]], den Rettern von der Dachsteinschulter her entgegen, um Hilfe zu leisten. Doch alle Bemühungen waren vergeblich geblieben. | ||
Tragisches Detail am Rande dieser Einsätze: Ing. Hermann Huber, Mitglied des Bergrettungsdienstes Bischofshofen, verunglückte am [[24. Juli]] 1947 bei der Bergung der beiden Toten aus seinem Heimatort. | Tragisches Detail am Rande dieser Einsätze: Ing. Hermann Huber, Mitglied des Bergrettungsdienstes Bischofshofen, verunglückte am [[24. Juli]] 1947 bei der Bergung der beiden Toten aus seinem Heimatort. | ||