Friedrich Simony: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Simony Krackowizer.jpg|thumb|Das Ehepaar Simony um 1851]]
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Univ.-Prof. Dr. '''Johann Oskar Friedrich Simony''' (* [[30. November]] [[1813]] in Hrochow-Teinitz; † [[20. Juli]] [[1896]] in [[Sankt Gallen]], [[Steiermark]]) war Professor der Geografie und Vorstand des Geografischen Instituts der Universität Wien und Erforscher des [[Dachsteinmassiv]]s.
Univ.-Prof. Dr. '''Friedrich Adolph Simony''' (* [[1. Dezember]] [[1813]] getauft in Hrochow-Teinitz; † [[20. Juli]] [[1896]] in [[Sankt Gallen]], [[Steiermark]]) war Professor der Geografie und Vorstand des Geografischen Instituts der Universität Wien und Erforscher des [[Dachsteinmassiv]]s.


==Leben==
==Leben==
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Forscher konnte nur aufgrund finanzieller Unterstützung von [[swiki:Erzherzog Ludwig Viktor|Erzherzog Ludwig Viktor]] seine wissenschaftlichen Arbeiten durchführen. [[1840]] kam Friedrich Simony erstmals auf das Dachsteinplateau und begann mit der Erforschung der Geomorphologie und der acht [[Dachsteingletscher]] des [[Dachsteingebirge]]s. Besonders beeindruckt war er vom [[Hallstätter Gletscher|Karlseisfeld]], auf dem er dann auch [[1846]] mit den ersten exakten Eisbewegungsmessungen begann. [[1843]] erreichte er nach zweitägigem Aufstieg  mit zwei Begleitern den Gipfel des Dachsteins. Er verbrachte die Nacht  am Gipfel, bevor er wieder abstieg. Diese Feldforschungen führte er bis [[1890]] durch und bestieg damals 77-jährig zum letzten Mal den Dachsteingipfel. Die Krönung seiner Arbeit war schließlich sein Buch ''Das Dachsteingebiet'', das [[1895]] erschien. Simony dokumentierte den [[Schladminger Gletscher]], der als [[Kar]]-Karstgletscher bezeichnet wird, mehrfach − sowohl mit Bleistiftskizzen als auch mit Aquarellen und Fotografien.
Bekannt ist nur sein Taufdatum, sein Geburtsdatum wird nicht erwähnt. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Forscher konnte nur aufgrund finanzieller Unterstützung von [[swiki:Erzherzog Ludwig Viktor]]<ref>{{salzburgwiki}}</ref> seine wissenschaftlichen Arbeiten durchführen. [[1840]] kam Friedrich Simony erstmals auf das Dachsteinplateau und begann mit der Erforschung der Geomorphologie und der acht [[Dachsteingletscher]] des [[Dachsteingebirge]]s. Besonders beeindruckt war er vom [[Hallstätter Gletscher|Karlseisfeld]], auf dem er dann auch [[1846]] mit den ersten exakten Eisbewegungsmessungen begann. [[1843]] erreichte er nach zweitägigem Aufstieg  mit zwei Begleitern den Gipfel des Dachsteins. Er verbrachte die Nacht  am Gipfel, bevor er wieder abstieg. Diese Feldforschungen führte er bis [[1890]] durch und bestieg damals 77-jährig zum letzten Mal den Dachsteingipfel. Die Krönung seiner Arbeit war schließlich sein Buch ''Das Dachsteingebiet'', das [[1895]] erschien. Simony dokumentierte den [[Schladminger Gletscher]], der als [[Kar]]-Karstgletscher bezeichnet wird, mehrfach − sowohl mit Bleistiftskizzen als auch mit Aquarellen und Fotografien.


Sein Aufzeichnungssystem umfasste Skizzen, Fotografien und Messpunkte im Fels. Damit untersuchte er das [[Karls-Eisfeld]] immer wieder. Unterhalb dieser Gletscherzunge befand sich sein erster Unterstand, aus dem später die [[Simonyhütte]] wurde. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, die unter anderem auch Messungen enthielten, fertigte Simony  vor allem aber auch durch unzählige Graphiken und Fotos an. Diese  dokumentieren die Zeit des letzten  Gletscherhöchststandes im Zeitraum  zwischen 1850 und 1880. [[1875]] nahm Simony erstmals einen Fotografen, [[Alois Elsenwenger]], mit auf den Dachstein. Simony, damals bereits  über 60 Jahre alt. Erstmals [[1877]] veröffentlichte er dann seine Lichtbilder. Aus der Quelle geht nicht klar hervor, ob Simony vor 1875 schon selbst fotografiert hatte oder ob die ersten Bilder erst 1875 entstanden.
Sein Aufzeichnungssystem umfasste Skizzen, Fotografien und Messpunkte im Fels. Damit untersuchte er das [[Karls-Eisfeld]] immer wieder. Unterhalb dieser Gletscherzunge befand sich sein erster Unterstand, aus dem später die [[Simonyhütte]] wurde. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, die unter anderem auch Messungen enthielten, fertigte Simony  vor allem aber auch durch unzählige Graphiken und Fotos an. Diese  dokumentieren die Zeit des letzten  Gletscherhöchststandes im Zeitraum  zwischen 1850 und 1880. [[1875]] nahm Simony erstmals einen Fotografen, [[Alois Elsenwenger]], mit auf den Dachstein. Simony, damals bereits  über 60 Jahre alt. Erstmals [[1877]] veröffentlichte er dann seine Lichtbilder. Aus der Quelle geht nicht klar hervor, ob Simony vor 1875 schon selbst fotografiert hatte oder ob die ersten Bilder erst 1875 entstanden.
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=== Privatleben ===
=== Privatleben ===
Seine Eltern waren nicht verheiratet, sein Vater, der sich nicht zu seinem Sohn bekannte, starb früh.  
Seine Eltern waren nicht verheiratet. Sein Vater, der sich nicht zu seinem Sohn bekannte, starb früh.  


Am [[2. August]] [[1851]] heiratete er Amalie Katharina [[swiki:Krackowizer|Krackowizer]] (* 2. Juli 1821 in Wels, [[Oberösterreich]]; † 14. Mai 1877 in Wien) in Thalheim bei Wels. Kurz vor seinem 83. Geburtstag stirbt Friedrich Simony, erblindet und an den Rollstuhl gefesselt, in St. Gallen in
Am [[2. August]] [[1851]] heiratete er Amalie Katharina [[swiki:Krackowizer|Krackowizer]] (* 2. Juli 1821 in Wels, [[Oberösterreich]]; † 14. Mai 1877 in Wien) in Thalheim bei Wels. Amalie gebar [[Friedrich Simony|Friedrich]] zwei Söhne, am 23. April 1852 [[Oskar Simony|Oskar]] und am 15. Mai 1854 Arthur. Eine 1858
der Steiermark.
geborene Tochter verstarb „wenige Wochen nach der Geburt.“ Amalie litt an einer Geisteskrankheit.
 
Kurz vor seinem 83. Geburtstag stirbt Friedrich Simony, erblindet und an den Rollstuhl gefesselt, in St. Gallen in der Steiermark.


== Gedenken an Simony ==
== Gedenken an Simony ==
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* Stammbaum der Familie [[Benutzer:Krackowizer]]
* Stammbaum der Familie [[Benutzer:Krackowizer]]
*  [http://web.archive.org/web/20091229141607/http://www.oeav-events.at/service/Zeitungen/austria/pdfs5_02/simony.pdf  125 Jahre Simonyhütte: Friedrich Simony]
*  [http://web.archive.org/web/20091229141607/http://www.oeav-events.at/service/Zeitungen/austria/pdfs5_02/simony.pdf  125 Jahre Simonyhütte: Friedrich Simony]
* [http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&server=images&value=BR0102_A.pdf opac.geologie.ac.at], pdf, "Die frühen Jahre des Dachsteinpioniers"


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