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Renoviert im Jahr [[1984]] von Willi Zechmann, Gabelhäusl, und Johann Steiner-Kalcher, [[Kalcherhof]], ist sie die einzige noch bestehende Mühle in der [[Ramsau]]. Besitzer der Mühle sind Johann und Ottilie Perner-Angerer sowie Helmut [[Schrempf]], [[Kielerhof]]. | |||
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Das Wasser, mit dem das 2016 erneuerte Mühlrad betrieben wird, kommt aus dem [[Rössingbach|Ramsauer Bach]], der hauptsächlich aus kleinen Waldquellen und Grundwasser gespeist wird. Durch die sogenannte „Fluder“, das ist eine breite Rinne aus Holz, rinnt das Wasser auf das große Mühlrad. Dieses wiederum setzt im Mühleninneren den Mühlstein in Bewegung. Eigentlich sind es zwei Mühlsteine, ein statischer, fixer unterer und der obere, sich links drehende zweite Stein. Durch eine Rinne saugt der Stein die Luft an, damit das Getreide nicht haften bleibt. Die Reibungsgeschwindigkeit kann dabei reguliert werden. Das Mehl gelangt dann in die Mehlkammer, welche mit Sieben verschieden dichter Netzgrößen bestückt ist. Von dort fließt das Mehl durch die von einer Rüttelgabel bewegten Mehlbeutel in ein weiteres Sieb und schließlich in den Behälter. Die Körner, die am letzten Sieb hängen blieben, waren dann der Gries zum Kochen von „Grießkoch“ und Polenta. Ein Mahlvorgang dauerte zwei Stunden, jeder Mahlvorgang ergab ungefähr 20 kg Mehl. Zur „Blütezeit“ der Mühle war diese nur ganz wenige Stunden während Tag und Nacht nicht in Betrieb. Der Müller schlief oft nur einige Stunden im kleinen, aber gemütlichen und mit einem gemauerten Herd ausgestatteten „Mühlstüberl“. | |||
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Version vom 7. November 2017, 16:22 Uhr



Die Ramsauer Wassermühle ist eine von insgesamt 64 ehemaligen Mühlen, die bis Anfang der 1940er-Jahre in Ramsau am Dachstein zu finden waren.
Geschichte
Bei dieser Mühle handelt es sich um eine Original-Wassermühle aus dem 17. Jahrhundert.
Renoviert im Jahr 1984 von Willi Zechmann, Gabelhäusl, und Johann Steiner-Kalcher, Kalcherhof, ist sie die einzige noch bestehende Mühle in der Ramsau. Besitzer der Mühle sind Johann und Ottilie Perner-Angerer sowie Helmut Schrempf, Kielerhof.
Die Mühle
Das Wasser, mit dem das 2016 erneuerte Mühlrad betrieben wird, kommt aus dem Ramsauer Bach, der hauptsächlich aus kleinen Waldquellen und Grundwasser gespeist wird. Durch die sogenannte „Fluder“, das ist eine breite Rinne aus Holz, rinnt das Wasser auf das große Mühlrad. Dieses wiederum setzt im Mühleninneren den Mühlstein in Bewegung. Eigentlich sind es zwei Mühlsteine, ein statischer, fixer unterer und der obere, sich links drehende zweite Stein. Durch eine Rinne saugt der Stein die Luft an, damit das Getreide nicht haften bleibt. Die Reibungsgeschwindigkeit kann dabei reguliert werden. Das Mehl gelangt dann in die Mehlkammer, welche mit Sieben verschieden dichter Netzgrößen bestückt ist. Von dort fließt das Mehl durch die von einer Rüttelgabel bewegten Mehlbeutel in ein weiteres Sieb und schließlich in den Behälter. Die Körner, die am letzten Sieb hängen blieben, waren dann der Gries zum Kochen von „Grießkoch“ und Polenta. Ein Mahlvorgang dauerte zwei Stunden, jeder Mahlvorgang ergab ungefähr 20 kg Mehl. Zur „Blütezeit“ der Mühle war diese nur ganz wenige Stunden während Tag und Nacht nicht in Betrieb. Der Müller schlief oft nur einige Stunden im kleinen, aber gemütlichen und mit einem gemauerten Herd ausgestatteten „Mühlstüberl“.
Bilder
- Ramsauer Wassermühle – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki
Quellen
- Infotafel an der Mühle
- "Der Ennstaler", 15. September 2017