Ennstaler Bergschecken: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Ennstaler Bergschecken galten ob ihrer herausragenden Fleischqualität im 18. und [[19. Jahrhundert]] als Verkaufsschlager. Sie waren in Oberösterreich und im benachbarten Ausland bis hin nach England wegen der Feinfasrigkeit ihres Fleisches und dem geringen Knochenanteil überaus gefragt. Gut veranlagte Stierkälber gingen daher in die Ochsenmast, da man sie später mit besserem Erlös vermarkten konnte. | Die Ennstaler Bergschecken galten ob ihrer herausragenden Fleischqualität im 18. und [[19. Jahrhundert]] als Verkaufsschlager. Sie waren in Oberösterreich und im benachbarten Ausland bis hin nach England wegen der Feinfasrigkeit ihres Fleisches und dem geringen Knochenanteil überaus gefragt. Gut veranlagte Stierkälber gingen daher in die Ochsenmast, da man sie später mit besserem Erlös vermarkten konnte. | ||
Um [[1900]] verlagerte sich das Zuchtziel zunehmend auf die Milchproduktion. Im Bezirk Murau erfolgten zu diesem Zweck Einkreuzungen über das Simmentaler Fleckvieh, was der rassenmäßigen Entwicklung eine gänzlich andere Richtung gab. Das sog. Alpenfleckvieh entstand, praktisch eine Fleckviehrasse auf Bergscheckengrundlage. | Um [[1900]] verlagerte sich das Zuchtziel zunehmend auf die Milchproduktion. Im Bezirk Murau erfolgten zu diesem Zweck Einkreuzungen über das Simmentaler | ||
[[swiki:Fleckvieh|Fleckvieh]], was der rassenmäßigen Entwicklung eine gänzlich andere Richtung gab. Das sog. Alpenfleckvieh entstand, praktisch eine Fleckviehrasse auf Bergscheckengrundlage. | |||
==Zuchtgeschichte== | ==Zuchtgeschichte== | ||
Leider wurde die Rasse schon im [[18. Jahrhundert]] zugunsten größerer und kräftigerer Rassen wie den Mürztalern, bzw. Murbodnern, dem Blondvieh und dem Pinzgauer Rind zurückgedrängt. Um [[1880]] beschränkte sich die Haltung der Ennstaler Bergschecken bereits auf wenige Täler der [[Obersteiermark]]. [[1902]] wurde die erste Bergscheckengenossenschaft gegründet. Um [[1935]] existierten nur noch im [[Ennstal]] größere Bergscheckenbestände. Die Bergscheckenzuchtgenossenschaften bemühten sich noch bis [[1940]] um eine organisierte Zucht dieser Rinderrasse. Trotz einiger Initiativen in der Zwischenkriegszeit waren die Bergschecken um [[1950]] fast ausgestorben. | Leider wurde die Rasse schon im [[18. Jahrhundert]] zugunsten größerer und kräftigerer Rassen wie den Mürztalern, bzw. Murbodnern, dem Blondvieh und dem Pinzgauer Rind zurückgedrängt. Um [[1880]] beschränkte sich die Haltung der Ennstaler Bergschecken bereits auf wenige Täler der [[Obersteiermark]]. [[1902]] wurde die erste Bergscheckengenossenschaft gegründet. Um [[1935]] existierten nur noch im [[Ennstal]] größere Bergscheckenbestände. Die Bergscheckenzuchtgenossenschaften bemühten sich noch bis [[1940]] um eine organisierte Zucht dieser Rinderrasse. Trotz einiger Initiativen in der Zwischenkriegszeit waren die Bergschecken um [[1950]] fast ausgestorben. | ||