Annakapelle: Unterschied zwischen den Versionen

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In baugeschichtlicher Hinsicht ist an der Nordwand der Kapelle heute noch der Verlauf der Stadtmauer erkennbar, die bis 1730 in den Baubestand der Kapelle eingebunden war. Die Stadt- bzw. Friedhofmauer erstreckte sich ursprünglich vom Kirchturm durch die Mitte des heutigen nördlichen Friedhofteiles und schloss direkt an die Mauer der Annenkapelle an. Erst nach der Erweiterung des Friedhofes im Jahres 1730 ergab sich die Situierung der Kapelle, wie sie sich heute darstellt.
In baugeschichtlicher Hinsicht ist an der Nordwand der Kapelle heute noch der Verlauf der Stadtmauer erkennbar, die bis 1730 in den Baubestand der Kapelle eingebunden war. Die Stadt- bzw. Friedhofmauer erstreckte sich ursprünglich vom Kirchturm durch die Mitte des heutigen nördlichen Friedhofteiles und schloss direkt an die Mauer der Annenkapelle an. Erst nach der Erweiterung des Friedhofes im Jahres 1730 ergab sich die Situierung der Kapelle, wie sie sich heute darstellt.


Das einstige Heiligtum der Schladminger Rosenkranzbruderschaft war seit den Bestrebungen Kaiser Josephs II. zur Kirchenreform immer mehr der Gefahr ausgesetzt, geschlossen zu werden und schließlich zu verfallen. Am [[23. September]] [[1789]] richtete der Schladminger Vikar Johann Nepomuk Novak an seine vorgesetzte Kirchenbehörde den dringenden Appell, den Schließungsbefehl der Annenkapelle doch zu überdenken, denn „''1. besitzt sie nichts, 2. ist sie nicht hinderlich, 3. steht sie über dem unterirdischen Gewölbe, wo die Todtenbeiner verschlossen sind, 4. die Niederreissung und Schuttwegräumung mehr kosten würde als der Vorteil davon beträgt, 5. als der einzige Einsetzungsort für Leichname bey epidemischen Krankheiten nothwendig ist.''“ Schon drei Monate später richtete der Dechant von [[Haus im Ennstal]], Benedikt Estendorfer an den Bischof ebenfalls die dringende Bitte, sich für die Erhaltung der Annenkapelle einzusetzen.
Das einstige Heiligtum der Schladminger Rosenkranzbruderschaft war seit den Bestrebungen Kaiser Josephs II. zur Kirchenreform immer mehr der Gefahr ausgesetzt, geschlossen zu werden und schließlich zu verfallen. Am [[23. September]] [[1789]] richtete der Schladminger Vikar [[Johann Nepomuk Novak]] an seine vorgesetzte Kirchenbehörde den dringenden Appell, den Schließungsbefehl der Annenkapelle doch zu überdenken, denn „''1. besitzt sie nichts, 2. ist sie nicht hinderlich, 3. steht sie über dem unterirdischen Gewölbe, wo die Todtenbeiner verschlossen sind, 4. die Niederreissung und Schuttwegräumung mehr kosten würde als der Vorteil davon beträgt, 5. als der einzige Einsetzungsort für Leichname bey epidemischen Krankheiten nothwendig ist.''“ Schon drei Monate später richtete der Dechant von [[Haus im Ennstal]], Benedikt Estendorfer an den Bischof ebenfalls die dringende Bitte, sich für die Erhaltung der Annenkapelle einzusetzen.


Alle Interventionen und Bitten hatten aber keinen Erfolg und so wurde es still um die Annenkapelle, die einst Inbegriff der Glaubensstärke vieler Schladminger war, die sich unter den Schutz Mariens in der Rosenkranzbruderschaft stellten.
Alle Interventionen und Bitten hatten aber keinen Erfolg und so wurde es still um die Annenkapelle, die einst Inbegriff der Glaubensstärke vieler Schladminger war, die sich unter den Schutz Mariens in der Rosenkranzbruderschaft stellten.