Kohlgrube: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Bergknappen von einst wären sicher froh gewesen, hätten sie als Weg zu ihren Arbeitsstätten in den [[Schladminger Tauern]] einen „Knappensteig" in der Art der Ramsauer Straße vorgefunden. | Die Bergknappen von einst wären sicher froh gewesen, hätten sie als Weg zu ihren Arbeitsstätten in den [[Schladminger Tauern]] einen „Knappensteig" in der Art der Ramsauer Straße vorgefunden. | ||
In diesem Zusammenhang erinnert man sich auch des alten Sprichwortes „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt". Vielen älteren Schladmingern ist noch der [[[[Flurname]]]] „Kohlgrube" zwischen der Ramsauer Straße und [[Dachsteingasse]] bekannt. Warum soll man diesen Namen, der auch aus historischer Sicht viel besser erklärbar ist. Als der „Knappensteig" inmitten Schladmings vergessen? | In diesem Zusammenhang erinnert man sich auch des alten Sprichwortes „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt". Vielen älteren Schladmingern ist noch der [[[[[[Flurname]]]]]] „Kohlgrube" zwischen der Ramsauer Straße und [[Dachsteingasse]] bekannt. Warum soll man diesen Namen, der auch aus historischer Sicht viel besser erklärbar ist. Als der „Knappensteig" inmitten Schladmings vergessen? | ||
„Kohlgrube" war die einstige Bezeichnung jenes Gebietes nordwestlich des Stadttores in welchem nicht nur die Schmelzöfen und Kohlenmeiler, sondern vor allem entlang der Ramsauer Straße zwölf [[Knappenhäuser in Schladming|Knappenwohnhäuser]] ihren Standort hatten. Sie zählten zu den Urbarnummern der Montanärarischen Gült Schladming und werden heute den Hausnummern Ramsauer Straße 128 bis 138 zugeordnet. Die Häuser wurden in den Jahren [[1729]] bis [[1784]] von Bergknappen und Köhlern errichtet und dienten oft mehreren Generationen des gleichen Berufsstandes als Wohnstätten. Noch bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten]] bzw. [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] blieben einige dieser Knappenhäuser erhalten, doch war durch die primitive Innengestaltung der Häuser an eine weitere Bewohnbarkeit nicht mehr zu denken. Immerhin wäre es vom denkmalpflegerischen Standpunkt begrüßenswert gewesen, hätte man das eine oder andere Objekt dieser historischen Werkssiedlung in der ursprünglichen Bausubstanz erhalten können, um der Nachwelt einen Eindruck von der anspruchslosen Lebensweise der Schladminger Bergknappen zu gewähren. Es wurde vorhin schon erwähnt, dass auch Köhler in der „Kohlgrube“ ihre Wohn- und Arbeitsstätten hatten. Durch schriftliche Aufzeichnungen, die im Steiermärkischen Landesarchiv verwahrt sind, ist es auch bekannt, dass mehrere Schmelzöfen in der „KohIgrube" ihren Standort hatten. Durch einen Zufall fand man 1998 bei Gartenarbeiten am Grund des Hauses Dachsteingasse 142 zahlreiche Schlackenreste, die durch Fachexperten des Landesmuseums Joanneum in Graz untersucht wurden. | „Kohlgrube" war die einstige Bezeichnung jenes Gebietes nordwestlich des Stadttores in welchem nicht nur die Schmelzöfen und Kohlenmeiler, sondern vor allem entlang der Ramsauer Straße zwölf [[Knappenhäuser in Schladming|Knappenwohnhäuser]] ihren Standort hatten. Sie zählten zu den Urbarnummern der Montanärarischen Gült Schladming und werden heute den Hausnummern Ramsauer Straße 128 bis 138 zugeordnet. Die Häuser wurden in den Jahren [[1729]] bis [[1784]] von Bergknappen und Köhlern errichtet und dienten oft mehreren Generationen des gleichen Berufsstandes als Wohnstätten. Noch bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten]] bzw. [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] blieben einige dieser Knappenhäuser erhalten, doch war durch die primitive Innengestaltung der Häuser an eine weitere Bewohnbarkeit nicht mehr zu denken. Immerhin wäre es vom denkmalpflegerischen Standpunkt begrüßenswert gewesen, hätte man das eine oder andere Objekt dieser historischen Werkssiedlung in der ursprünglichen Bausubstanz erhalten können, um der Nachwelt einen Eindruck von der anspruchslosen Lebensweise der Schladminger Bergknappen zu gewähren. Es wurde vorhin schon erwähnt, dass auch Köhler in der „Kohlgrube“ ihre Wohn- und Arbeitsstätten hatten. Durch schriftliche Aufzeichnungen, die im Steiermärkischen Landesarchiv verwahrt sind, ist es auch bekannt, dass mehrere Schmelzöfen in der „KohIgrube" ihren Standort hatten. Durch einen Zufall fand man 1998 bei Gartenarbeiten am Grund des Hauses Dachsteingasse 142 zahlreiche Schlackenreste, die durch Fachexperten des Landesmuseums Joanneum in Graz untersucht wurden. | ||
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