Salzgewinnung in Hall: Unterschied zwischen den Versionen
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Die erste urkundliche Erwähnung einer Saline war im Jahr 931. Damals bekam Alberich, der Gaugraf für das [[Ennstal]], am [[27. Juni]] vom [[swiki:Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] eine "''Salzpfannstätte bei Admunton zu Lehen''", also eine Saline in Hall. In den folgenden Jahrzehnten erhielt Hall, meist durch Schenkungen, weitere Salinen hinzu und so waren es im Jahr [[1106]] schon vier Salzpfannen. Im ersten [[Stiftsurbar des Benediktinerstifts Admont|Stiftsurbar]] von [[1270]] scheinen bereits die Liegenschaften "''Oberpfanner (Patellarius in Halle superior Phanner)''" und "''Unterpfanner (Patellarii in Halle inferior Phanner)''" auf. Beide sind noch heute die Vulgonamen von zwei Gehöften. | Die erste urkundliche Erwähnung einer Saline war im Jahr 931. Damals bekam Alberich, der Gaugraf für das [[Ennstal]], am [[27. Juni]] vom [[swiki:Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] eine "''Salzpfannstätte bei Admunton zu Lehen''", also eine Saline in Hall. In den folgenden Jahrzehnten erhielt Hall, meist durch Schenkungen, weitere Salinen hinzu und so waren es im Jahr [[1106]] schon vier Salzpfannen. Im ersten [[Stiftsurbar des Benediktinerstifts Admont|Stiftsurbar]] von [[1270]] scheinen bereits die Liegenschaften "''Oberpfanner (Patellarius in Halle superior Phanner)''" und "''Unterpfanner (Patellarii in Halle inferior Phanner)''" auf. Beide sind noch heute die Vulgonamen von zwei Gehöften. | ||
Die Sole wurde in Hall an fünf bis sechs Quellen gefasst, wie zum Beispiel im [[Großer Sulzgraben|Großen Sulzgraben]]. Die Ergiebigkeit der Solequellen war zeitlichen Schwankungen unterworfen. Es wird im Durchschnitt eine Gradierung von 16 Prozent angenommen. Am Quellort erfolgte zunächst eine Sammlung in hölzernen Brunnstuben und im Anschluss erfolgte die Weiterleitung bis zu den Pfannen mittels zugedeckten, vor Niederschlag geschützten Holzrinnen. Dies meisten Pfannen lagen nahe der [[Eßlingbach|Eßling]], aber auch am [[Hallerbach]] und an der [[Enns]]. | Die Sole wurde in Hall an fünf bis sechs Quellen gefasst, wie zum Beispiel im [[Großer Sulzgraben|Großen Sulzgraben]]. Die Ergiebigkeit der Solequellen war zeitlichen Schwankungen unterworfen. Es wird im Durchschnitt eine Gradierung von 16 Prozent angenommen. Am Quellort erfolgte zunächst eine Sammlung in hölzernen Brunnstuben und im Anschluss erfolgte die Weiterleitung bis zu den Pfannen mittels zugedeckten, vor Niederschlag geschützten Holzrinnen. Dies meisten Pfannen lagen nahe der [[Eßlingbach|Eßling]], aber auch am [[Hallbach|Hallerbach]] und an der [[Enns]]. | ||
Für die Befeuerung der Pfannen war dementsprechend viel [[Holz]] nötig. Deshalb inkludierten die Schenkungen der Salzpfannen auch immer Waldgrundstücke. Der jährliche Bedarf an Holz lag für alle Pfannen zusammen bei etwa 5 000 bis 8 000 Festmetern. | Für die Befeuerung der Pfannen war dementsprechend viel [[Holz]] nötig. Deshalb inkludierten die Schenkungen der Salzpfannen auch immer Waldgrundstücke. Der jährliche Bedarf an Holz lag für alle Pfannen zusammen bei etwa 5 000 bis 8 000 Festmetern. | ||