Laci Seibetseder: Unterschied zwischen den Versionen
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Laci Seibetseder wurde am 18. Februar 1918 in Erci bei Budapest als drittes Kind der altösterreichischen Eltern Anton und Franziska Seibetseder geboren. Vater Anton, gebürtiger Linzer aus Urfahr, war Lagerleiter der österreichischen DDSG Linz im Donauhafen von Budapest und ab [[1940]] Beamter in der deutschen Botschaft. | Laci Seibetseder wurde am 18. Februar 1918 in Erci bei Budapest als drittes Kind der altösterreichischen Eltern Anton und Franziska Seibetseder geboren. Vater Anton, gebürtiger Linzer aus Urfahr, war Lagerleiter der österreichischen DDSG Linz im Donauhafen von Budapest und ab [[1940]] Beamter in der deutschen Botschaft. | ||
Die drei Brüder Laci, | Die drei Brüder Laci, Wilhelm und Vinzenz wurden 1940 zur deutschen Wehrmacht eingezogen. Laci Seibetseder brachte es bis zum Leutnant und wurde an der Ostfront eingesetzt und auch verwundet. [[1944]] musste und wollte der Rest der Familien Seibetseder Budapest verlassen, da Ungarn österreichischen Staatsbürgern keinen Schutz gegen die anrückenden Russen bieten konnte. Als Rückwanderer erhielten sie in ihrer neuen, alten Heimat Österreich, bei [[Schladming]] im [[Untertal (Tal)|Untertal]] Aufnahme und Bleibe. Nach Kriegsende bis [[1946]] kamen alle drei Brüder wohlbehalten aus der Gefangenschaft zurück, und die Familie wurde in Schladming sesshaft. | ||
Laci Seibetseder lebte sich in die Schladminger Gesellschaft sehr schnell ein. Legendär waren von ihm veranstaltete Heimatabende sowie die sogenannten GUG-Abende (GUG bedeutete: | Laci Seibetseder lebte sich in die Schladminger Gesellschaft sehr schnell ein. Legendär waren von ihm veranstaltete Heimatabende sowie die sogenannten GUG-Abende (GUG bedeutete: '''Gä'''ste '''u'''nterhalten '''G'''äste). Seibetseder war auch in vielen Vereinen aktiv, zum Beispiel in der [[Faschingsgilde Schladming]]. Er erkannte aber auch bald die wirtschaftliche Zukunft des [[Fremdenverkehr]]s in der ehemaligen Bergknappenstadt. Schon 1955 machte er Verträge mit seinem Ferienbüro und der Firma Gloßner in Ansbach (Bayern), die Busreisen organisierte und im Wochenrhythmus Sommergäste nach Schladming brachte und wieder abholte. | ||
Seine Vision von der Wintersportstadt Schladming-[[Planai]] nahm [[1968]] konkrete Formen an, als es ihm gelang als WSV-Obmann und Geschäftsführer des Tourismusverbandes in guter Zusammenarbeit mit [[Karl Kahr]] und "Mister Weltcup" Serge Lang die erste FIS Weltcup-Abfahrt [[1973]] nach Schladming zu bringen. Darüber hinaus deponierte er schon [[1972]] bei der FIS das Anliegen, in Schladming eine Alpine Ski-WM durchzuführen, was auch [[1982]] Wirklichkeit wurde. | Seine Vision von der Wintersportstadt Schladming-[[Planai]] nahm [[1968]] konkrete Formen an, als es ihm gelang als WSV-Obmann und Geschäftsführer des Tourismusverbandes in guter Zusammenarbeit mit [[Karl Kahr]] und "Mister Weltcup" Serge Lang die erste FIS Weltcup-Abfahrt [[1973]] nach Schladming zu bringen. Darüber hinaus deponierte er schon [[1972]] bei der FIS das Anliegen, in Schladming eine [[FIS Alpine Ski WM 1982|Alpine Ski-WM]] durchzuführen, was auch [[1982]] Wirklichkeit wurde. | ||
Zwei Tage nach Franz Klammers legendärem ersten Abfahrtssieg auf der Planai, am [[24. Dezember]] 1973, erlitt er leider einen Schlaganfall, von dem er sich nie mehr ganz erholte. Die in all den Jahren nicht geschonte Gesundheit verlangte ihren Tribut. Laci Seibetseders Wirken, Einsatz und Ideen stießen das Zukunftsfenster Schladmings für Tourismus und Wintersport ganz weit auf - das war seine Vision. Seibetseder starb 1985 und ist am Kommunalfriedhof in Schladming bestattet. | Zwei Tage nach Franz Klammers legendärem ersten Abfahrtssieg auf der Planai, am [[24. Dezember]] 1973, erlitt er leider einen Schlaganfall, von dem er sich nie mehr ganz erholte. Die in all den Jahren nicht geschonte Gesundheit verlangte ihren Tribut. Laci Seibetseders Wirken, Einsatz und Ideen stießen das Zukunftsfenster Schladmings für Tourismus und Wintersport ganz weit auf - das war seine Vision. Seibetseder starb 1985 und ist am [[Kommunalfriedhof Schladming|Kommunalfriedhof]] in Schladming bestattet. | ||
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