Ostalpin: Unterschied zwischen den Versionen

Aus EnnstalWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
BirgitStrohmaier (Diskussion | Beiträge)
BirgitStrohmaier (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
Als '''Ostalpin''', oder auch '''ostalpines Deckensystem''', wird die oberste Schicht des alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet, welcher im Zuge der [[Alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]] entstanden ist.<br />
Als '''Ostalpin''', oder auch '''ostalpines Deckensystem''', wird die oberste Schicht des alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet, welcher im Zuge der [[Alpidische Orogenese|alpidischen Orogenese]] entstanden ist.<br />
== Beschreibung ==  
== Beschreibung ==  
Das Ostalpin wird in Unterostalpin und Oberostalpin gegliedert. Im Bezirk Liezen liegen Einheiten beider ostalpinen Decken vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt. Das Oberostalpin wird vom Liegenden ins Hangende in folgende Deckensysteme untergliedert:<br />
Das Ostalpin wird in Unterostalpin und Oberostalpin gegliedert. Im Bezirk Liezen liegen Einheiten beider ostalpinen Decken vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt. Das Oberostalpin wird vom Liegenden<ref>ist ein alter bergmännischer Ausdruck und bezeichnet das eine bestimmte Bezugsschicht unterlagernde Gestein.</ref> ins Hangende<ref>ist ein alter bergmännischer Ausdruck und bezeichnet das eine bestimmte Bezugsschicht überlagernde Gestein.</ref> in folgende Deckensysteme untergliedert:<br />
* Silvretta-Seckau Deckensystem<br />
* Silvretta-Seckau Deckensystem<br />
* Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem<br />
* Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem<br />
Zeile 13: Zeile 13:
== Bedeutung für den Bezirk Liezen ==
== Bedeutung für den Bezirk Liezen ==
Sowohl das [[Kristallin]] des steirischen Anteils der [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]], als auch die [[Grauwackenzone]] und die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] sind Teil des Ostalpins bzw. des Oberostalpins. Die Gesteinseinheiten der [[Schladminger Tauern|Schladminger]] und [[Rottenmanner Tauern]] gehören demnach zum Silvretta-Seckau Deckensystem. Die Gesteinsheinheiten der [[Wölzer Tauern]] hingegen werden dem Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem zugeordnet.<br />
Sowohl das [[Kristallin]] des steirischen Anteils der [[Niedere Tauern|Niederen Tauern]], als auch die [[Grauwackenzone]] und die [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] sind Teil des Ostalpins bzw. des Oberostalpins. Die Gesteinseinheiten der [[Schladminger Tauern|Schladminger]] und [[Rottenmanner Tauern]] gehören demnach zum Silvretta-Seckau Deckensystem. Die Gesteinsheinheiten der [[Wölzer Tauern]] hingegen werden dem Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem zugeordnet.<br />
== Fußnoten ==
<references/><br />
== Quellen ==
== Quellen ==
* [[Universalmuseum Joanneum Schloss Trautenfels]], [[Benutzer:BirgitStrohmaier|Birgit Strohmaier]]
* [[Universalmuseum Joanneum Schloss Trautenfels]], [[Benutzer:BirgitStrohmaier|Birgit Strohmaier]]

Version vom 31. März 2016, 12:09 Uhr

Als Ostalpin, oder auch ostalpines Deckensystem, wird die oberste Schicht des alpidischen Deckenkomplexes bezeichnet, welcher im Zuge der alpidischen Orogenese entstanden ist.

Beschreibung

Das Ostalpin wird in Unterostalpin und Oberostalpin gegliedert. Im Bezirk Liezen liegen Einheiten beider ostalpinen Decken vor, wobei das Oberostalpin flächenmäßig wesentlich mehr Anteil einnimmt. Das Oberostalpin wird vom Liegenden[1] ins Hangende[2] in folgende Deckensysteme untergliedert:

Die Gesteinseinheiten der 4 Deckensysteme (Silvretta-Seckau bis Drauzug-Gurktal Deckensystem) hatten ihren Ursprung lange vor der alpidischen Orogenese. Sie sind metamorphe paläozoische Sedimente bzw. altkristalline Gesteine, die vermutlich bereits von einer früheren Orogenese, der variszischen Orogenese, überprägt wurden.
Die Grauwackenzone und die Nördlichen Kalkalpen sind hingegen jüngeren Ursprungs (Perm bis Paläogen) und erfuhren ausschließlich die alpidische Orogenese.

Bedeutung für den Bezirk Liezen

Sowohl das Kristallin des steirischen Anteils der Niederen Tauern, als auch die Grauwackenzone und die Nördlichen Kalkalpen sind Teil des Ostalpins bzw. des Oberostalpins. Die Gesteinseinheiten der Schladminger und Rottenmanner Tauern gehören demnach zum Silvretta-Seckau Deckensystem. Die Gesteinsheinheiten der Wölzer Tauern hingegen werden dem Koralpen-Wölz (Hochdruck-)Deckensystem zugeordnet.

Fußnoten

  1. ↑ ist ein alter bergmännischer Ausdruck und bezeichnet das eine bestimmte Bezugsschicht unterlagernde Gestein.
  2. ↑ ist ein alter bergmännischer Ausdruck und bezeichnet das eine bestimmte Bezugsschicht überlagernde Gestein.


Quellen