Gabriel Strobl: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
Als Sohn eines Lederermeisters geboren wuchs Gabriel Strobl nach dem frühen Tod seiner Mutter bei seiner Tante in [[Rottenmann]] auf. Er besuchte das Stiftsgymnasium des Benediktinerstiftes Kremsmünster in [[Oberösterreich]]. [[1866]] trat Strobl als Novize<ref>Ein Novize ist ein neues Mitglied in einem Orden.</ref> in das Benediktinerstift Admont ein. Im selben Jahr wurde er von [[Äbte von Admont|Abt]] [[Karlmann Hieber]] zur Wiedererrichtung des Naturhistorischen Museums beauftragt, dessen Vorgängersammlung (''Naturalien Cabinet'') bei dem Großbrand am [[27. April]] [[1865]] zerstört wurde. Der Zeitpunkt seiner Priesterweihe ist nicht überliefert. [[1871]] unternahm Pater Gabriel Strobl seine erste Botanikreise nach Slowenien und Kroatien. Im Mai [[1872]] bereiste er Italien und sammelte Pflanzen, unter anderem auf dem Vesuv<ref>Vulkan in der Nähe der Stadt Neapel in Italien.</ref> und Ätna<ref>Vulkan auf der italienischen Insel Sizilien.</ref>. In den Jahren 1872 bis [[1876]] studierte er Naturwissenschaft an der Innsbrucker Universität und war dann anschließend bis [[1887]] Naturgeschichtsprofessor in in den Stiften Seitenstetten und Melk (beide in [[Niederösterreich]]). Danach war er mit der Leitung des [[Stiftsgymnasium Admont|Stiftsgymnasiums Admont]] betraut. [[1892]] wurde er zum Kustos<ref>Museumswissenschaftler</ref> des von ihm gegründeten Naturhistorischen Museums bestellt.  
Carl Strobl wurde in Unzmarkt als Sohn des Lederermeisters Ferdinand Strobl und der Magdalena [[Zettler (Familie)|Zettler]] geboren. Sein Vater stammte aus der seit dem 18. Jahrhundert im Ennstal [[Irdning]] und [[Rottenmann]] ansässigen Aflenzer Bürgerfamilie [[Strobl (Aflenz)|Strobl]]. Nicht zu verwechseln mit der Ausseer Bürgerfamilie [[Strobl (Aussee)|Strobl]]. Seine Mutter stammte aus der Untergrimminger Schmiedfamilie Zettler, sie war die Schwester von [[Johann Zettler]].
 
Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs er bei seiner Tante in [[Rottenmann]] auf. Er besuchte das Stiftsgymnasium des Benediktinerstiftes Kremsmünster in [[Oberösterreich]]. [[1866]] trat Strobl als Novize<ref>Ein Novize ist ein neues Mitglied in einem Orden.</ref> in das Benediktinerstift Admont ein. Im selben Jahr wurde er von [[Äbte von Admont|Abt]] [[Karlmann Hieber]] zur Wiedererrichtung des Naturhistorischen Museums beauftragt, dessen Vorgängersammlung (''Naturalien Cabinet'') bei dem Großbrand am [[27. April]] [[1865]] zerstört wurde. Der Zeitpunkt seiner Priesterweihe ist nicht überliefert. [[1871]] unternahm Pater Gabriel Strobl seine erste Botanikreise nach Slowenien und Kroatien. Im Mai [[1872]] bereiste er Italien und sammelte Pflanzen, unter anderem auf dem Vesuv<ref>Vulkan in der Nähe der Stadt Neapel in Italien.</ref> und Ätna<ref>Vulkan auf der italienischen Insel Sizilien.</ref>. In den Jahren 1872 bis [[1876]] studierte er Naturwissenschaft an der Innsbrucker Universität und war dann anschließend bis [[1887]] Naturgeschichtsprofessor in in den Stiften Seitenstetten und Melk (beide in [[Niederösterreich]]). Danach war er mit der Leitung des [[Stiftsgymnasium Admont|Stiftsgymnasiums Admont]] betraut. [[1892]] wurde er zum Kustos<ref>Museumswissenschaftler</ref> des von ihm gegründeten Naturhistorischen Museums bestellt.  


Bereits während seiner Studienzeit in Innsbruck erforschte Strobl die Alpen und Dolomiten und sammelte reichlich Mineralien. In den Jahren [[1873]] und [[1874]] folgten weitere botanische Reisen nach Italien. [[1878]] bereiste er Südfrankreich und Spanien. [[1879]] fuhr er nach Kroatien, wobei bei dieser Reise das Hauptaugenmerk der Entomologie<ref>Insektenkunde</ref> galt. Weitere Exkursionen im In- und Ausland folgten. Insgesamt 44 Jahre sammelte, tauschte oder kaufte er im Alleingang Exponate für das Naturhistorische Museum, wobei hier der Umfang der Insektensammlung eine besonders wertvolle Stellung einnimmt. Er zeichnete auch die [[Die Flora der Haller Mauern|Flora der Haller Mauern]] als erster auf.
Bereits während seiner Studienzeit in Innsbruck erforschte Strobl die Alpen und Dolomiten und sammelte reichlich Mineralien. In den Jahren [[1873]] und [[1874]] folgten weitere botanische Reisen nach Italien. [[1878]] bereiste er Südfrankreich und Spanien. [[1879]] fuhr er nach Kroatien, wobei bei dieser Reise das Hauptaugenmerk der Entomologie<ref>Insektenkunde</ref> galt. Weitere Exkursionen im In- und Ausland folgten. Insgesamt 44 Jahre sammelte, tauschte oder kaufte er im Alleingang Exponate für das Naturhistorische Museum, wobei hier der Umfang der Insektensammlung eine besonders wertvolle Stellung einnimmt. Er zeichnete auch die [[Die Flora der Haller Mauern|Flora der Haller Mauern]] als erster auf.
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* [http://www.stiftadmont.at/ Stift Admont]
* [http://www.stiftadmont.at/ Stift Admont]
* [http://81.10.184.26:9001/personen_add/Strobl_Gabriel_1.PDF Gabriel Strobl und sein Lebenswerk]
* [http://81.10.184.26:9001/personen_add/Strobl_Gabriel_1.PDF Gabriel Strobl und sein Lebenswerk]
* Forschungsarbeit in div. Pfarrmatriken, Aufsätzen etc. von [[Benutzer:Dietersdorff]], unveröffentlichtes Manuskript