Gustav Jahn: Unterschied zwischen den Versionen

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:den [[Hochkesselkopf]] bestiegen dann erstmals von Osten her am [[16. August]] Jahn, Barth und [[Camillo Opel]], zuvor kam es um 07:45 Uhr zur ersten Überschreitung der [[Windlegerscharte]];  
:den [[Hochkesselkopf]] bestiegen dann erstmals von Osten her am [[16. August]] Jahn, Barth und [[Camillo Opel]], zuvor kam es um 07:45 Uhr zur ersten Überschreitung der [[Windlegerscharte]];  
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:am [[18. August]] bestiegen die drei den [[Hoher Dachstein|Hohen Dachstein]], überschritten dann in eineinhalb Stunden die [[Obere Windlücke]] und erreichten nach 12:50 Stunden den Gipfel der [[Mitterspitze]] (2 926 m ü. A.) "''Neuschnee und Vereisung erschwerten die Kletterei, welche unter normalen Verhältnissen kaum mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen dürfte''";
:einen zweiten Durchstieg der [[Dachstein-Südwand]] unternahmen die drei am [[20. August]] von der [[Bachleralm]] aus; dort brachen sie bei in einer Mondnacht um 02:30 Uhr in der Früh zu ihrer Tour auf; nach einer kurzen Rast am Gipfel stiegen sie zum [[Hallstätter Gletscher]] hielt sie ein Gewitter eine Stunde lang auf und sie kehrten bei wolkenbruchartigem Regen zur Bachleralm zurück;
:einen zweiten Durchstieg der Südwand des Hohen Dachsteins (es dürfte sich dabei noch nicht um den direkten Durchstieg gehandelt haben, der erst [[1909]] gelang) unternahmen die drei am [[20. August]] von der [[Bachleralm]] aus; dort brachen sie bei in einer Mondnacht um 02:30 Uhr in der Früh zu ihrer Tour auf; nach einer kurzen Rast am Gipfel stiegen sie zum [[Hallstätter Gletscher]] hielt sie ein Gewitter eine Stunde lang auf und sie kehrten bei wolkenbruchartigem Regen zur Bachleralm zurück;
: am [[25. August]] stieg Jahn mit Opel über den direkten Aufstieg durch die Nordwand auf den Gipfel des [[Hochtor]]s in den Ennstaler Alpen;
* [[1903]] ist die Liste der Bergfahrten schon sehr lange und kann in der Quelle im Detail nachgelesen werden; erwähnenswerte Besteigungen waren
: am [[5. Juli]] die erste Besteigung der [[Große Bischofsmütze|großen Bischofsmütze]]-Südwand "[[Jahnweg (Bischofsmütze)|Jahnweg]]" mit [[Otto Laubheimer]]
: am [[8. September]] wollte Jahn zusammen mit Laubheimer das [[Hochtor]] im Gesäuse besteigen; beim Abstieg wurde Otto Laubhheimer von einem losen Felsbrocken in die Tiefe gerissen und starb am Berg;
* [[1904]] erstieg Jahn unter vielen anderen Gipfeln den Großglockner über den Nordwestgrat und im August war er im französischen Mont-Blanc-Gebiet unterwegs;
* [[1905]] unternahm Jahn Kletterfahrten in den Gesäusebergen, der Dachsteingruppe und den Südtiroler Dolomiten;
* [[1906]] gelang ihm am [[2. September]] zusammen mit [[Franz Zimmer]] ein völlig neuer Aufstieg über die Nordwand auf das [[Hochtor]], der seither  [[Jahnweg (Hochtor)|Jahnweg]] genannt wird;
* 1906/[[1907]]: im Winter trafen sich sportbegeisterte Alpinisten in [[Bad Mitterndorf|Mitterndorf]] im [[Ausseerland]] zum Sikfahren;


== Quelle ==
== Quelle ==

Version vom 9. Februar 2015, 12:02 Uhr

Gustav Jahn (* 1879, † 1919 auf der Ödsteinkante am großen Ödstein tödlich verunglückt) war ein österreichischer Alpinist und Maler.

Leben

Der gerne als Jahn-Gustl genannte Bergsteiger war vor allem ein Kletterer, dessen Lieblingsgebiet der Fels war. In Eis und auf Firn entwickelte er eine unglaubliche Trittsicherheit, aber auch als Ski(renn)fahrer konnte er viele Erfolge verbuchen.

Ihm beim Klettern zuzuschauen, bereitete Bergkollegen stets eine Freude, da er keine einzige Stelle im Fels mit Kraft überwand, sondern, wie es den Anschein hatte, dem Fels Meter um Meter abschmeichelte. Er war ein Gegner der Verwendung von Karabinern, Stiften, Haken usw. Trotzdem verstand er alle, die im Hochgebirge lieber gesicherte Klettersteige bevorzugten. Er regte beispielsweise beim Pächter der Ottohauses auf der Rax (Nö. Camillo Kronich, den Bau des "Alpenvereinssteigs" an.

Mit der Kletterei begann Jahn 1895 als 16jähriger während des Sommerurlaubs mit seiner Famile in Gloggnitz, wo er auf die Rax stieg. Bis 1900 bestieg er Berge im Rax- und Hochschwabgebiet und Berge im Gesäuse. Den Frühling und Herbst des Jahres 1900 verbrachte er in Flatz bei Neunkirchen in Niederösterreich, wo er nicht nur kletterte, sondern auch Malstudien betrieb.

Im Winter 1901/1902 begann Jahn auch Ski zu fahren. Er gewann bei vielen Skirennen und wurde Ehrenmitglied des Österreichischen Wintersportclubs, der ihm seine Gründung verdankte.

Einige seiner Klettertouren

genannte Erstbesteigungen dürften sich auf die erstmalige Besteigung von Gustav Jahn beziehen

im Gesäuse in den Ennstaler Alpen bestieg er den großen Buchstein, weiters Bergfahrten am Dachstein, im Zillertal, im Rosengarten und den Karnische Alpen;
den großen Buchstein bestieg Jahn am 29. Mai über einen neuen Anstieg aus dem Hinterwinkel;
am 9. Juli beginn Jahn zusammen mit Otto Barth den Verbindungsgrat zwischen der Armkarwand und der Bischofsmütze und bestieg erstmals den Schwingerzipf;
den Hochkesselkopf bestiegen dann erstmals von Osten her am 16. August Jahn, Barth und Camillo Opel, zuvor kam es um 07:45 Uhr zur ersten Überschreitung der Windlegerscharte;
am 18. August bestiegen die drei den Hohen Dachstein, überschritten dann in eineinhalb Stunden die Obere Windlücke und erreichten nach 12:50 Stunden den Gipfel der Mitterspitze (2 926 m ü. A.) "Neuschnee und Vereisung erschwerten die Kletterei, welche unter normalen Verhältnissen kaum mehr als eine Stunde in Anspruch nehmen dürfte";
einen zweiten Durchstieg der Südwand des Hohen Dachsteins (es dürfte sich dabei noch nicht um den direkten Durchstieg gehandelt haben, der erst 1909 gelang) unternahmen die drei am 20. August von der Bachleralm aus; dort brachen sie bei in einer Mondnacht um 02:30 Uhr in der Früh zu ihrer Tour auf; nach einer kurzen Rast am Gipfel stiegen sie zum Hallstätter Gletscher hielt sie ein Gewitter eine Stunde lang auf und sie kehrten bei wolkenbruchartigem Regen zur Bachleralm zurück;
am 25. August stieg Jahn mit Opel über den direkten Aufstieg durch die Nordwand auf den Gipfel des Hochtors in den Ennstaler Alpen;
  • 1903 ist die Liste der Bergfahrten schon sehr lange und kann in der Quelle im Detail nachgelesen werden; erwähnenswerte Besteigungen waren
am 5. Juli die erste Besteigung der großen Bischofsmütze-Südwand "Jahnweg" mit Otto Laubheimer
am 8. September wollte Jahn zusammen mit Laubheimer das Hochtor im Gesäuse besteigen; beim Abstieg wurde Otto Laubhheimer von einem losen Felsbrocken in die Tiefe gerissen und starb am Berg;
  • 1904 erstieg Jahn unter vielen anderen Gipfeln den Großglockner über den Nordwestgrat und im August war er im französischen Mont-Blanc-Gebiet unterwegs;
  • 1905 unternahm Jahn Kletterfahrten in den Gesäusebergen, der Dachsteingruppe und den Südtiroler Dolomiten;
  • 1906 gelang ihm am 2. September zusammen mit Franz Zimmer ein völlig neuer Aufstieg über die Nordwand auf das Hochtor, der seither Jahnweg genannt wird;
  • 1906/1907: im Winter trafen sich sportbegeisterte Alpinisten in Mitterndorf im Ausseerland zum Sikfahren;

Quelle