Admonter Abtwahlstreit: Unterschied zwischen den Versionen
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Abt Michael (Griesauer-Kollin) von Admont schrieb am [[25. Juli]] [[1503]] an Wolfgang von Polheim, Kaiser Maximilian I. (1486/1493-1519) oberstem Hauptmann und an das Regiment der niederösterreichischen Länder zu Linz: Vor einiger Zeit wurde Abt Michael vom Bischof Matthias Scheit von Seckau bei Kaiser Maximilian I. verklagt, weshalb dieser Fürst Rudolf von Anhalt, Reinprecht von Reichenburg, Landeshauptmann der Steiermark, Bartholomäus von Pernegg und andere als seine Kommissare bestellte und Abt Michael nach Leoben vorlud. Abt Michael schickte seine bevollmächtigten Vertreter, die aber trotz der vorgelegten päpstlichen Inhibition bei Kaiser Maximilians Kommissaren nur einen Aufschub von acht Tagen erreichten; dann sollte Abt Michael nur mit Ja oder Nein antworten, ob er Kaiser Maximilians Befehl zur Resignation zugunsten Alexanders von Kaindorf nachkommt. | Abt Michael (Griesauer-Kollin) von Admont schrieb am [[25. Juli]] [[1503]] an Wolfgang von Polheim, Kaiser [[Maximilian I.]] (1486/1493-1519) oberstem Hauptmann und an das Regiment der niederösterreichischen Länder zu Linz: Vor einiger Zeit wurde Abt Michael vom Bischof Matthias Scheit von Seckau bei Kaiser Maximilian I. verklagt, weshalb dieser Fürst Rudolf von Anhalt, Reinprecht von Reichenburg, Landeshauptmann der Steiermark, Bartholomäus von Pernegg und andere als seine Kommissare bestellte und Abt Michael nach Leoben vorlud. Abt Michael schickte seine bevollmächtigten Vertreter, die aber trotz der vorgelegten päpstlichen Inhibition bei Kaiser Maximilians Kommissaren nur einen Aufschub von acht Tagen erreichten; dann sollte Abt Michael nur mit Ja oder Nein antworten, ob er Kaiser Maximilians Befehl zur Resignation zugunsten Alexanders von Kaindorf nachkommt. | ||
Abt Michael konnte den Befehl Kaiser Maximilians jedoch nicht befolgen, weil der Seckauer Bischof diesen unrechtmäßig erlangte. Trotzdem sandte Abt Michael seine Vertreter ein zweites Mal nach Leoben, wo sie jedoch nur den Fürsten von Anhalt antrafen. Da sie trotz Nachweis der einstimmigen Wahl, Bestätigung und Einsetzung Abt Michaels keinen Glauben fanden, legte Dr. Stefan Sonderdorfer, Erzpriester der Obersteiermark, im Namen Abt Michaels Berufung ein und appellierte an Kaiser Maximilian. Ein diesbezügliches Notariatsinstrument wurde ihm vom Fürsten jedoch verweigert, der die Berufung Abt Michaels ablehnte und die Durchführung von Kaiser Maximilians Befehl ankündigte. | Abt Michael konnte den Befehl Kaiser Maximilians jedoch nicht befolgen, weil der Seckauer Bischof diesen unrechtmäßig erlangte. Trotzdem sandte Abt Michael seine Vertreter ein zweites Mal nach Leoben, wo sie jedoch nur den Fürsten von Anhalt antrafen. Da sie trotz Nachweis der einstimmigen Wahl, Bestätigung und Einsetzung Abt Michaels keinen Glauben fanden, legte Dr. Stefan Sonderdorfer, Erzpriester der Obersteiermark, im Namen Abt Michaels Berufung ein und appellierte an Kaiser Maximilian. Ein diesbezügliches Notariatsinstrument wurde ihm vom Fürsten jedoch verweigert, der die Berufung Abt Michaels ablehnte und die Durchführung von Kaiser Maximilians Befehl ankündigte. | ||